Aktuelles

Endlich Derbysieger gegen Haslach

Derbytime in Lembach, wir empfingen bei Traumwetter unseren Angstgegner aus Haslach, gegen den wir spätestens seit der Hinrunde eine offene Rechnung (inkl. Verzugszinsen und Mahnspesen) hatten, mussten wir uns doch dort in Schlussviertelstunde nach drei Gegentreffern noch geschlagen geben. Der Abend des 1. Mai gehört vielerorts den örtlichen Musikvereinen, die beim traditionellen Abendgruß durch den Ort marschieren und musikalische Schmankerl zum Besten geben. Während im Laufe der KM-Partie immer mehr Musikantinnen und Musikanten am Sportplatz nach den erledigten Grußbotschaften eintrafen, marschieren wir nach dem ersten Sieg gegen Haslach seit 2001 mit immer größeren Schritten aus dem Tabellenkeller.

Hälfte Eins:

In der Startelf waren wieder Umstellung nötig, Adnan Nocic fehlte verletzt, auch Idris Sakic stand nicht zur Verfügung. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Oepping-Peilstein war Daniel Zauner aber wieder im Kader, auch Patrick Schürz feierte ein Comeback, nahm aber zunächst auf der Bank Platz, wodurch unsere Elf erneut von Daniel Pils aufs Feld geführt wurde. Die Anfangsphase war noch relativ ausgeglichen und beide Teams fanden ihre ersten (Halb-)Chancen vor. Bereits in Minute 2 tritt Daniel Zauner eine Ecke von links, mehrere Spieler gehen zum Ball, dieser kommt auch aufs Tor, wird aber von Niklas Schwarz gefangen. Zwei Minuten später dann eine strittige Aktion, über Jonathan Altendorfer und Manuel Kainberger wird der Ball Daniel Pils in den Lauf gespielt, der aber nicht ins Spiel eingreift und in seinem Rückraum Jakob Pechmann den Ball überlässt, Assistent Lee signalisiert hier zu früh eine Abseitsstellung. Die Aigner-Elf beginnt ab Minute 10 mit der Torannäherung, dort tritt Christoph Mahringer einen Gewaltfreistoß, den Max mit den Fäusten abwehren muss. Die Haslacher werden dann über zwei Eckbälle gefährlich, bei einer davon köpfelt Kapitän Lukas Feldler knapp über die Querlatte. Unser Coach Amarildo Zela war dann zum frühen Wechsel gezwungen, Markus Hintringer musste nach einer halben Stunde runter, Patrick Schürz kam in die Partie und übernahm die Kapitänsbinde von Daniel Pils. Auch Stefan Schürz war nach einem Treffer von Leotrim Sylaj angeschlagen, konnten aber weiterspielen. Eine Minute nach der Einwechslung von Patrick Schürz war er gleich im Fokus, Max kommt nach einem weiten Ball aus seinem Tor heraus und verfehlt am 16er-Eck den Ball, Julian Friedl möchte der Nutznießer sein, Kapitän Schürz entschärft die Situation mit einer Grätsche. Hatten die Haslacher zu dieser Phase etwas mehr Spielanteile, geht unsere Elf aber durch eine Standardsituation in Führung. Daniel Pils tritt von links einen Freistoß an die zweite Stange, dort bringt Felix Hofmann den Ball per Kopf wird zentral vors Tor, wo Jakob Pechmann goldrichtig steht und staubtrocken einschießt. Zweimal werden die Haslacher noch gefährlich, in Minute 38 haben wir es unserem Schlussmann Markus Schinkinger zu verdanken, dass es nicht 1:1 steht, er lenkt einen Volleyschuss von Christoph Mahringer vom 16er spektakulär über die Querlatte. Bei der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Jamak köpfelt Leotrim Sylaj nach einem Freistoß von Aron Racz drüber. Wie im Hinspiel führen wir gegen Haslach mit 1:0, unsere Gäste aber mit einem (Halb-)Chancenplus.

Hälfte Zwei:

Die erste Großchance in Durchgang Zwei gehört uns, am linken Flügel kombinieren Daniel Pils und Jakob Pechmann, den Querpass unserer Nr. 9 bekommt Jonathan Altendorfer an der ersten Stange serviert, er schießt aber über das linke Kreuzeck. In Minute 57 kommen dann die ganz großen Emotionen (und auch Parallelen zum Hinspiel), wie Ende September 2025 erhöhen wir in Minute 57 auf 2:0. Wieder entsteht die Chance über die linke Seite, Sebastian Traxler bedient Jakob Pechmann, seine Maßflanke findet die Stirn von Martin Schinkinger, der am langen Pfosten zum 2:0 einnickt. Eine Minute später quasi eine Kopie des zweiten Treffers, nach Flanke von Jakob Pechmann kommt nun Jonathan Altendorfer zum Kopfball, findet aber seinen Meister in Niklas Schwarz. Haslach kämpft vor allem in Hälfte Zwei mit vielen Abseitsstellungen, bei einer Großchance von Florian Pröll links im Strafraum ist die Fahne von Assistent Samuel Jase Lee oben, Max wäre aber auch zur Stelle gewesen. Eine Minute später dann die Doppelchance auf der Gegenseite, wieder war der sehr auffällige Jakob Pechmann der Flankengeber, Manuel Kainberger vergibt in der Mitte, wenige Augenblicke später setzt sich Sebastian Traxler gegen mehrere Gegenspieler stark durch und vergibt nur um Zentimeter per Flachschuss. Bei Haslach muss Sebastian Straußberger nach einem selbst verursachten Foul verletzt runter (Gute Besserung an dieser Stelle!), Chancen gab es bis Minute 80 dann keine echten mehr, dort probiert es Daniel Pils mit einem Weitschuss, der aber kein Problem für Goalie Schwarz ist. Eine Minute später die nächste Großchance aufs 3:0, Jonathan Altendorfer setzt sich in seiner bekannten Manier gegen mehrere Haslacher durch, beim Abschluss stehen sich aber er und Manuel Kainberger im Weg, wodurch der Ball neben das Tor geht. Haslach versucht mit langen Bällen nochmal alles nach vorne zu werfen, ein Weitschuss von Tobias Schauer geht noch drüber, zudem wehrt Max noch einen Aufsitzer-Flachschuss zur Ecke ab, danach ist Schluss. Grenzenloser Jubel, nach (viel zu) langer Zeit ist der Haslach-Fluch endlich abgelegt und wir feiern drei wichtige Punkte, die auch noch ausgiebig in der Kantine nachbesprochen wurden.

Fazit:

Wir nutzen die aktuelle Krise der Haslacher (mittlerweile drei Zu-Null Niederlagen in Folge) eiskalt aus und feiern den ersten Derbysieg gegen Haslach seit 2001, in der heurigen Saison den vierten Derbysieg in Folge. Die drei Punkte waren für die Tabelle und vor allem für das Selbstvertrauen enorm wichtig, dadurch haben wir uns etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft, wir dürfen uns aber weiterhin nicht ausruhen und müssen fokussiert für die kommenden Spiele bleiben.

Großer Jubel nach dem ersten Derbysieg gegen Haslach seit 25 Jahren

Reserve:

Nach einer Woche Pause war Alexander Mühlparzer wieder im Reservekader zu finden, auch Thomas Richtsfeld war seit längerer Zeit wieder im Aufgebot, zudem erneut die Kirchberg-Aushelfer Laurin Altendorfer und Jan Pötscher sowie St. Martin 1b Trainer Michael Lindorfer. Einen Wechsel gab es auch bei der Kapitänsbinde, Moritz Kohel vertrat den verletzten Jakob Bäuchler. Die erste Aktion gehörte unserer Elf, Manuel Schmerda kann einen Kopfball nach Mühlparzer-Flanke aber nicht entscheidend aufs Tor bringen. Im Anschluss fanden die Jung-Haslacher etwas besser ins Spiel, ein Schuss von Florian Hörezeder wird abgefälscht, einen Schuss von Kapitän Alexander Pröll entschärft Felix Bes. In dieser kleinen Haslacher Druckphase gehen die Gäste auch in Führung, Michael Becker stellt mit einem Traumtor von weit außerhalb des Strafraums in Minute 25 auf 0:1. Der Gegentreffer war eine kleine Initialzündung, die restlichen Chancen in Hälfte Eins gehen alle auf unser Konto, sowohl Manuel Schmerda, Alexander Mühlparzer als auch Laurin Altendorfer bringen den Ball aber nicht im Tor unter.

Keine zwei Minuten waren dafür in Durchgang Zwei gespielt, als Samuel Wolfesberger zum ersten und einzigen Mal hinter sich greifen muss. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld ist Thomas Richtsfeld an der ersten Stange per Kopf zur Stelle und bejubelt beim Comeback sein erstes Tor im Frühjahr. Beide Teams drücken dann in den folgenden Minuten aufs nächste Tor, ein Schuss von Michael Becker geht drüber, Niklas Hinterleitner scheitert nach perfekter Vorarbeit von Manuel Schmerda an Schlussmann Wolfesberger. Der Haslacher Keeper leistete sich in Minute 53 dafür einen fast fatalen Fehler, nach einem Luftloch kommt Alexander Mühlparzer beinahe an den Ball und wäre vor dem leeren Tor gestanden. Nach 20 chancenarmen Minuten findet Christian Anreither nach einem Lochpass von Manuel Schmerda eine gute Gelegenheit vor, Wolfesberger wehrt mit den Füßen ab. Die Haslacher drücken in der Schlussphase etwas mehr auf den Führungstreffer, Chancen von Alexander Pröll und Matthias Engleder sind aber zu harmlos und bringen nichts mehr ein. Gegen den Tabellenneunten müssen wir uns somit mit einem Punkt begnügen, der wohl in Ordnung geht.

Damen:

Nachdem es zuletzt gegen einige Gegnerinnen aus der benachbarten Tabellenregion ging, wartete mit der Auswärtspartie am 30. April in Antiesenhofen wieder eine deutlich schwierigere Partie für unsere Damen, waren doch die Gastgeberinnen auf Rang 3 der Tabelle und diese Saison zu Hause noch ohne Niederlage. Personell gab es einige Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche, während die leicht angeschlagene Laura Kalischko aus studentischen Gründen erst zur zweiten Halbzeit aus Salzburg anreiste, stand Julia Kepplinger aus kulinarischen Gründen nicht zur Verfügung. Alina Mairhofer nahm vorerst auf der Bank Platz, dafür rutschten Ronja Schlager und Emilia Gahleitner in die Startelf und erlebten von Beginn weg dominierende Gastgeberinnen. Bereits in Minute 4 nahm das Unheil seinen Lauf, eine Flanke von Magdalena Bauer wehrt Leonie Gerstl mit dem Fuß ab, am 16er steht Susanne Bauer goldrichtig und trifft ins linke Eck. Kurze Zeit später bereitete wie so oft im Frühjahr ein Eckball Kopfzerbrechen, dieser wird von rechts getreten und es kommt im Zentrum zum Kopfballduell zwischen Elisa Hofer und Kapitänin Lisa Gurtner, von wo der Ball an die erste Stange verlängert wird und beim Klärungsversuch von Ronja Schlager im Netz landet. Nach 31 Minuten passiert unserer im Frühjahr an sich sehr soliden Defensive ein Schnitzer, Julia Szekely läuft dadurch alleine aufs Tor zu und bedankt sich mit einem Schuss ins linke untere Eck zum 3:0. Nur zwei Minuten später gibt es die nächste unterschiedliche Torschützin an diesem Tag, Katrin Wimmer lupft Leonie Gerstl sehenswert zur endgültigen Entscheidung nach 33 Minuten. Unsere Damen kamen mit der Spielweise und der hohen Spielintelligenz der Gastgeberinnen vor allem in Hälfte Eins nicht zurecht und vereinzelt wurde hinterfragt, warum die Elf von Iris Knienieder „nur“ auf Rang 3 steht, Torchancen konnten unsererseits nicht wirklich erspielt werden.

Doppeltausch dann zur Pause, Carolina Stöttner musste mit Achillessehnenproblemen runter, zudem war auch für Ronja Schlager die Partie zu Ende, Julia Peer und Olivia Brandstetter waren neu dabei. Lisa Gurtner per Kopf an der zweiten Stange nach einer kurz abgespielten Ecke und Antonija Bracun, die sich gegen Julia Peer durchsetzt und im Fallen den Ball an Leonie Gerstl vorbeispitzelt machten dann erneut kurzen Prozess und stellten in den ersten zehn Minuten nach Wiederpfiff rasch auf 6:0. Unsere Damen fanden ab Minute 60 aber etwas besser ins Spiel und kamen zu (Halb-)Chancen, in Minute 71 wäre beinahe der Ehrentreffer geglückt. Die für Sandra Keil eingewechselte Alina Mairhofer tauchte alleine vor Torfrau Göhler auf, schießt aber über das linke Kreuzeck. Die Heimelf zeichnete sich an diesem Tag nicht nur durch herausragende Einzelspielerinnen aus, sondern das gesamte Team war unglaublich stark und effizient, so gab es dann in Minute 75 auch die sechste unterschiedliche Torschützin auf Seiten der SPG Antiesenhofen, nach Flanke von Susanne Bauer trifft Michaela Friedwagner per Kopf zum 7:0 Endstand. Nach einer bisher soliden Frühjahrssaison leider ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, das Spiel gegen eines der absoluten Topteams der Liga darf aber nicht überbewertet werden, es gibt in den nächsten Wochen gegen wieder durchaus schlagbare Gegnerinnen noch genügend Chancen auf Punkte und Siege.

Nachwuchs – U15:

Ebenfalls einen Tag vor dem 1. Mai war unsere U15 zu Hause gegen die SPG Walding/Rottenegg im Einsatz. Die Vollert-Elf lag vor der Partie auf Rang 3 mit sechs Punkten und somit punktegleich mit den Gästen, die aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Platz besser klassiert waren. Zunächst lief das Spiel auch zu unseren Gunsten, David Lang bringt unsere U15 nach 22 Minuten nach perfektem Zuspiel von Moritz Höllinger mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später dann eine sehr strittige und vermutlich auch spielentscheidende Szene, nach einem Abschluss signalisiert Assistent Robert Dietl, dass der Ball hinter der Linie war, Schiedsrichter Philipp Leonhartsberger war trotz Aufenthaltsort weit außerhalb des Strafraums anderer Ansicht und gab das Tor nicht. Der nicht gegebene Treffer brachte unsere Nachwuchskicker aus dem Konzept und so trifft Fabian Lindorfer auf der Gegenseite wenige Minuten später nach einem Missverständnis in unserer Defensive zum etwas überraschenden Ausgleich, der auch der Pausenstand war.

Nach leichten Vorteilen unsererseits in Hälfte Eins beginnt der zweite Durchgang ausgeglichen, wobei die SPG Walding/Rottenegg phasenweise immer besser in die Partie kam. Wir halten oftmals den Ball zu lange, verpassen den idealen Abspielmoment und kassieren nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff das 1:2 durch Lukas Gattringer, welches auch von energischen Zurufen unseres Trainers Kurt Vollert nicht verhindert werden konnte. Unsere Jungs kämpften trotz Rückstand beherzt weiter und kamen auch zu Chancen, einmal ist 1,95 Meter Schlussmann Maximilian Schütz bei einem schön angetragenen Schuss Richtung Kreuzeck von Moritz Höllinger zur Stelle, weitere Möglichkeiten wurden oftmals in der Entstehung durch zu spätes abspielen oder zu viele Dribblings selber verhindert. Trotz Spielüberlegenheit in der Schlussphase muss sich unsere U15 knapp mit 1:2 geschlagen geben. Diese Runde konnten nicht alle im Training einstudierten Spielstrategien und Balltaktiken umgesetzt werden, erschwerend kam hinzu, dass sechs Spieler am selben Tag auch in der Schülerliga aktiv waren, wodurch bereits in der ersten Hälfte mehrere Wechsel notwendig waren.

Ausblick:

Zweimal die exakt selbe Wegstrecke müssen unsere Teams am kommenden Wochenende zurücklegen, denn sowohl unsere Herren als auch unsere Damen treffen auswärts auf St. Oswald/Fr. Ein gemeinsamer Spieltag war aus organisatorischen Gründen nicht möglich, daher kämpfen unsere Herren bereits am Freitag, 8. Mai 2026 um 18:00 Uhr (Reserve) + 20:00 Uhr (KM) um Punkte, während unsere Damen erst am Samstag, 9. Mai 2026 um 15:00 Uhr ins Geschehen eingreifen. Fragt am Freitag gleich nach einem Kombiticket und unterstützt unsere Teams an beiden Tagen! Ebenfalls am Samstag, 9. Mai ist unsere U15 im Einsatz, diese spielen um 14:45 Uhr in Klaffer gegen die JUnior Heroes.

Das verflixte Haslach-Derby

Am 2. Mai steht der traditionelle Vereinsausflug auf die Passauer Dult am Programm und meistens wagen sich dort auch einige in die Geisterbahn. Die dortigen Gruselgestalten, Zombies und Geisterattrappen sorgen im Normalfall nur für ein bedingtes Gruselgefühl, vielmehr läuft einem wohl ein Schauer (Tobias ;)) über den Rücken, wenn man einen Tag vorher gegen Haslach ein Meisterschaftsspiel bestreiten muss und dem Haslacher Logo und Vereinsdress gegenübersteht. Am Tag der Arbeit wartet wohl eine echte Mammutaufgabe für unsere Männer, will man gegen Haslach endlich Punkte einfahren und somit einen 25-jährigen Fluch beenden.

Gegner-Check:

Die Aigner-Elf überwinterte auf dem starken dritten Platz, auf dem man auch nach wie vor liegt, durch die Ergebnisse der letzten Wochen haben die Haslacher aber etwas den Anschluss an das Spitzenduo aus Naarn und St. Oswald/Fr. verloren. Nach der Auftaktniederlage 2026 gegen den Titelkandidaten aus dem Bezirk Perg folgten zwei Kantersiege gegen Freistadt (5:1) und Oberneukirchen (1:4), danach wurden gegen Schweinbach die Punkte geteilt, ehe es zwei violette 1:0 Niederlagen gegen Admira und Julbach gab. Der ansonsten so leistungsstarke Offensivmotor rund um Julian Friedl (Rang 2 der Torjägerliste, 17 von 32 Toren gehen auf sein Konto) ist etwas ins Stottern geraten, defensiv wartet Neo-Goalie Niklas Schwarz nach der schweren Verletzung von Florian Starlinger noch auf seine erste weiße Weste. Unterschätzen darf man unsere Gäste aber niemals, darüber hinaus führt Haslach nach wie vor die Auswärtstabelle mit 19 Punkten an und ist somit in der Fremde immer brandgefährlich.

Historische Bilanz:

Vermutlich kennt jeder die bescheidene Statistik gegen Haslach, vollständigkeitshalber sei sie hier aber dennoch erwähnt – seit dem Aufstieg der Haslacher zur Saison 2023/24 wurden alle fünf Duelle verloren. Der letzte Sieg gegen Haslach stammt noch aus dem Jahr 2001, damals setzten wir uns in beiden Derbys durch und holten am Ende den Meistertitel in der 2. Klasse Nordwest. In besonders bitterer Erinnerung ist noch das Spiel aus der Hinrunde, Ende September 2025 waren wir nach Treffern von Daniel Zauner und Adnan Nocic bis Minute 76 mit 0:2 in Front, ein lupenreiner Hattrick von Julian Friedl ließ uns die Copa Haslana Arena aber erneut punktelos verlassen. Während Haslach mit Julian Friedl (4), Aron Racz (3), Leotrim Sylaj (3) und Tobias Schauer (2) vier Mehrfachtorschützen hat, konnte seit Beginn der elektronischen Datenerfassung kein Lembacher Spieler mehr als einen Treffer gegen Haslach erzielen.

Unsere Formkurve:

Der ungemein wichtige Derbysieg gegen die Oepping-Peilsteiner Steinprofis liegt erst wenige Tage zurück, durch diese drei Punkte haben wir wieder einen Platz gewonnen und stehen nun auf Rang 12 mit 21 Punkten und somit einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Mittlerweile haben wir auch eine kleine Bezirksderby-Serie gestartet, die letzten drei Derbys (Arnreit, Julbach, Oepping-Peilstein) konnten wir allesamt gewinnen, der krönende Abschluss wäre nun noch ein voller Erfolg gegen die letzte verbleibende Mannschaft aus unserem Bezirk. In der Heimtabelle liegen wir aktuell „nur“ auf Rang 9, mussten uns aber erst in zwei von neun Heimspielen geschlagen geben, die letzte Pleite im Huamaberg-Stadion war die 1:2 Last Minute Niederlage gegen Oberneukirchen Anfang November. Ob ein Einsatz der angeschlagenen bzw. verletzten Daniel Zauner, Adnan Nocic, Alexander Mühlparzer und Patrick Schürz möglich ist, wird sich erst im Laufe der Woche zeigen, Kapitän Patrick Schürz ist neben Idris Sakic und Martin Schinkinger auch einer von drei Spielern, die gelb-vorbelastet ins Derby gehen (würden).

Schiedsrichter:

Ein Schiedsrichter, der erst seit der Saison 2023/24 aktiv ist und mit dem beide Teams keine Pflichtspiel-Erfahrungen haben, sorgt am Staatsfeiertag für Recht und Ordnung. Für Ing. Tarik Jamak wird es das erst sechste Bezirksliga-Spiel als Unparteiischer sein, bei dem er noch dazu von Karl Hütter beobachtet wird. Seine Assistenten am Freitag sind Hossein Shabazi Boldaji und Samuel Jase Lee.

Reserve:

Nach wie vor stehen die Jungs von Amadeo Zela auf Rang 4, nach der Niederlage gegen Oepping-Peilstein dürfte dies in der heurigen Saison das Maximum sein, die drittplatzierten Schweinbacher liegen (bei einer Partie mehr) bereits neun Punkte voraus. Die historische Bilanz ist seit Beginn der elektronischen Datenerfassung völlig ausgeglichen, beide Teams konnten zwei Partien gewinnen, im Herbst gab es das einzige Unentschieden in der jüngeren Vergangenheit, beim 2:2 in der Copa Haslana Arena erzielte Jonathan Altendorfer beide Treffer. Noch angespannter als in der KM ist die Personalsituation in der Reserve, nachdem zuletzt mit Michael Lindorfer und David Wögerbauer zwei Comebacker mit an Bord waren, wird sich im Laufe der Woche erst wieder entscheiden, wie der finale Reservekader aussehen wird.

Spielort und Uhrzeit:

Zum zweiten Mal im Jahr 2026 treten wir an einem Freitag an, gespielt wird am 1. Mai 2026 um 16:45 Uhr (Reserve) + 19:00 Uhr (KM). Wir freuen uns am Staatsfeiertag über eure Unterstützung auf den Rängen!

Damen:

Auch auf unsere Damen wartet eine wohl schwierige Partie, diese reisen in den Bezirk Ried und treffen dort auf die drittplatzierte SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach, die 2026 noch ohne Niederlage sind und in der Rückrundentabelle auf Platz Zwei stehen. Auffällig ist die Heimstärke der Gastgeberinnen, im heimischen Antiesenstadion ist man in dieser Saison noch ungeschlagen, drei Siege stehen vier Remis gegenüber. Wie auch in der Vorwoche gegen Windischgarsten gibt es auch gegen die SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach historisch nur wenig zu berichten, Anfang Oktober 2025 gab es zum ersten Mal dieses Duell, unsere Damen mussten sich zu Hause mit 0:3 geschlagen geben. Verstecken brauchen sich unsere Ladies aber definitiv nicht, nur eine von fünf Partien wurde 2026 verloren, in der Rückrundentabelle liegt die Gierlinger-Elf sogar auf Platz 6. Durch unser Unentschieden gegen Windischgarsten und der Niederlage der SPG Aschach/Steyr/St. Ulrich/Ternberg gegen Aspach-Wildenau hat sich die Situation im Tabellenkeller wieder zusammengeschoben, derzeit haben wir aber den rettenden 8. Platz inne und wollen diesen auch verteidigen. Wer eine Alternative zum traditionellen Maibaumaufstellen sucht – gespielt wird am Donnerstag, 30. April um 19:30 im Antiesenstadion in Antiesenhofen.

Tag der Bewegung 2026

Zum zweiten Mal nach 2025 fand am letzten Sonntag im April wieder der oberösterreichweite Tag der Bewegung statt. Auch heuer lautete das Motto „Gut leben. Ein Leben lang“ und mit dieser Einstellung begaben sich viele Bewegungsbegeisterte ab 13:00 Uhr auf ihre Wander- und Radrouten. Der Abschluss fand bei Traumwetter erneut am Lembacher Sportplatz statt.

Jede Gemeinde konnte wieder individuelle Aktivitäten setzen, die sich mit dem Thema „Bewegung“ befassten. Die Gesunde Gemeinde Lembach entschied sich für zwei Wanderrouten (eine mit ca. 5 km Länge, die andere mit ca. 10 km Länge) sowie eine Fahrradroute in Lembach und Umgebung, in die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 13 Uhr bei der Alfons-Dorfner-Halle starteten. Der Abschluss fand dann ab ca. 14:30 Uhr am Sportplatz statt.

Neben kulinarischen Köstlichkeiten (Bratwürstel, Bosna, Käsekrainer, Pommes und Kuchen) sowie kalten Getränken waren diverse Bewegungsstationen für Kinder am Sportplatzgelände aufgebaut, unter anderem eine Airtrack-Matte, eine Fußballdartscheibe, die allseits beliebte Hüpfburg, kleine Fußballtore oder unsere neuen Cornhole-Boards. Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der offiziellen Wanderung fanden sich im Laufe des Nachmittags auch 2026 die Kameraden der FF Lembach am Sportplatz ein, die unabhängig vom Tag der Bewegung ihren FF-internen Wandertag an diesem Sonntag veranstalteten. Freut uns, dass ihr erneut unseren Sportplatz als Abschlusslocation gewählt habt!

Danke an dieser Stelle generell an alle Besucherinnen und Besucher sowie an alle Helferinnen und Helfer die zum Gelingen Veranstaltung beigetragen haben. Besonders möchten wir uns beim Team der Gesunden Gemeinde für die unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken und dass wir die Möglichkeit hatten, die Abschlussstation dieses Events zu sein. Anbei noch einige Schnappschüsse von Sonntag:

Treffpunkt für Wanderer und Radfahrer war um 13:00 Uhr der Parkplatz bei der Alfons-Dorfner-Halle

 

Während die Radfahrer die Ortsgrenzen deutlich überschritten…

 

…blieben die Wanderer vor allem in Lembach und unmittelbarer Umgebung.

 

Alle Routen führten aber dann nicht nach Rom, sondern auf unseren Sportplatz

 

Dort trafen die meisten dann zwischen 14:00 und 15:00 Uhr ein und freuten sich über eine Stärkung

 

Zur Verfügung am Sportplatz standen Cornhole-Stationen, kleine Fußballtore,…

 

…die Fußballdartscheibe…

 

…eine Fußballtennis-Station…

 

…und natürlich eine Hüpfburg und Bastelstationen

 

Neben Bratwürstel, Käsekrainer, Bosner und Pommes wusste auch die Kuchentheke zu überzeugen. Danke an alle fleißigen Bäckerinnen!

 

Ab ca. 14:00 waren die ersten Gäste anwesend, so kurze Schlangen gab es später dann nur selten. Glück gehabt, Leo 😉

 

Auch hier noch die Ruhe vor dem Sturm – unsere fleißigen Helferinnen und Helfer bei den letzten Vorbereitungen

 

Auch beim Abbauen wurde viel Wert auf Bewegung gelegt

 

Danke an die vielen Besucherinnen und Besucher, wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!

 

Verdienter Derbysieg in Peilstein

„Dinge die wir uns verschwiegen haben“ – so lautet der Titel des Debütromans der jungen Lembacherin Helene Smetschka, der letztes Jahr im Herbst erschienen ist. Und unsere Jungs haben sich im Herbst und zum Teil auch im Frühjahr scheinbar auch einiges verschwiegen, nämlich wie gut sie alle Fußballspielen können. Nach einer vor allem kämpferisch starken Leistung wurde gegen die bisherige Mannschaft des Frühjahrs ein völlig verdienter Derbysieg gefeiert, der für das Selbstvertrauen und den Abstiegskampf extrem wichtig war.

Hälfte Eins:

Ohne den angeschlagenen Kapitän Patrick Schürz eröffneten wir das Match in der Fischer Arena, Sommerneuzugang Daniel Pils führte unser Team erstmals aufs Feld, für Patrick Schürz begann Sebastian Traxler links hinten. In der Innenverteidigung kehrte Felix Hofmann nach Gelbsperre zurück, er bildete das Duo mit Stefan Schürz, zudem feierte Manuel Kainberger sein Startelfdebüt, er begann für Jonathan Altendorfer, der in den Tagen vor der Partie krank war. Mit 20 Minuten Verzögerung (siehe Reserve) konnte das Derby dann angepfiffen werden und die ca. 600 Fans sahen eine sehr chancenarme, aber leider verletzungsintensive erste Hälfte. Der erste Abschluss gehörte unseren Jungs, ein Schuss von Daniel Zauner von außerhalb des Strafraums wird zur Ecke abgefälscht, die dann aber nichts einbringt. In Minute 11 gehen wir mit der ersten echten Chance in Führung, Jakob Pechmann bedient mit einem Lochpass Adnan Nocic, dieser zieht links im Strafraum ab und trifft flach aus ca. 15 Metern ins lange Eck. Die beste Offensive der Liga im Jahr 2026 bleibt in Hälfte Eins viel schuldig, lange Zeit war ein Freistoß von der Mittellinie, der dann wegen Abseits abgepfiffen wurde, die einzig nennenswerte Aktion.

Auffällig war die erste Hälfte dann leider wegen zwei verletzungsbedingter Wechsel, sowohl Daniel Zauner als auch Adnan Nocic mussten angeschlagen raus, vor allem bei Daniel Zauner besteht aber die Hoffnung, dass er gegen Haslach wieder einsatzfähig ist. Torschütze Adnan Nocic griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel, falls sich der Verdacht auf eine Zerrung bestätigt, könnte er leider ein paar Spiele ausfallen. Die Steinprofis werden dann nochmals via Standard gefährlich, ein von Dominik Gruber aus dem Mittelkreis getretener Freistoß springt gefährlich im Strafraum auf, Max kann mit einer Parade klären. Dieser muss als dritter Lembacher Spieler nach einer Zweikampf behandelt werden, kann aber weitermachen und erlebt in der mehrminütigen Nachspielzeit dann das 0:2. Nach einem Einwurf von der rechten Seite wird der Ball verlängert und landet schließlich bei Innenverteidiger Thomas Magauer, der den Ball aus Sicht der Steinprofis zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt per Kopf ins eigene Tor befördert. Kurz darauf pfeift der unter Beobachtung stehende Schiedsrichter Andreas Riegler zur Pause, Halbzeitstand 0:2.

Hälfte Zwei:

In der Pause gab es keine Wechsel, dafür folgten in den ersten zehn Minuten im zweiten Durchgang gleich zwei Schlüsselmomente. In Minute 53 wird von links eine Ecke ausgeführt, Lukas Schaubmayr kommt an der ersten Stange zum Ball und spitzelt diesen Richtung Tor, Max hat den Ball, dieser war aber zuvor bereits hinter der Linie und die Oepping-Peilsteiner verkürzen auf 1:2. Der 2-Tore Vorsprung war aber rasch wieder hergestellt, Daniel Pils schickt Manuel Kainberger in den Strafraum, bei seinem Versuch der Hereingabe spielt Michael Pichler den Ball mit der Hand und Schiri Riegler zeigt auf den Punkt. Ob Elfmeter oder nicht wurde zum Teil etwas kontrovers diskutiert, Idris Sakic legt sich den Ball aber zurecht und trifft souverän flach in die Mitte zum 1:3. Die Steinprofis waren ungewohnt passiv, was von Schiedsrichter Andreas Riegler nicht behauptet werden konnte, auch bei ihm gab es einige kontroverse Szenen, durch die der Spielfluss oft etwas zerstört wurde. In Minute 59 haben wir dann die dicke Chance aufs 1:4, Daniel Pils führt von links einen Freistoß aus, Lukas Fischer kann sich nach einem Kopfballabpraller mit einem Wahnsinnsreflex auszeichnen.

Mit Simon Hofer haben die Steinprofis ebenfalls einen Top-Freistoßschützen in ihren Reihen, bei einem Aufsitzer-Flatterball in Minute 66 kann Max nur nach vorne abprallen lassen, gemeinsam wird die Situation dann geklärt. Unsere beste Chance im restlichen Spiel entsteht dann zwei Minuten später, nach einem Querschläger von Lukas Fischer setzt Jonathan Altendorfer energisch nach und kommt aus kurzer Distanz zum Abschluss, Goalie Fischer ist aber noch entscheidend dran und es gibt knapp Ecke und nicht Treffer Nummer Vier. Wir bleiben weiter am Drücker und sind dem Tor näher als die Gastgeber, nach einer schönen Kombination ist Lukas Fischer wieder entscheidend vor Jonathan Altendorfer am Ball, nach einer Pils-Ecke köpfelt Martin Schinkinger völlig freistehend drüber. In Minute 88 können die Hausherren beinahe noch verkürzen, Kevin Rachinger bringt von links die Flanke, Simon Hofer vergibt an der zweiten Stange, sein Kopfball landet im Außennetz. Alexander Kindlmann feiert in der Nachspielzeit noch sein KM-Debüt, weil in Minute 95 Felix Hofmann nach einem Freistoß noch vergibt, bleibt es beim völlig verdienten 1:3 Auswärtssieg.

Fazit:

Der Sieg war völlig verdient, wir ließen uns auch von zwei verletzungsbedingten Wechseln nicht aus der Spur bringen und feierten den dritten Derbysieg in Folge sowie den zweiten Auswärtssieg der Saison und fügen den Gastgebern die erste Niederlage 2026 zu. In der Tabelle verbessern wir uns um einen Platz und stehen nach der Niederlage von Vorderweißenbach gegen Freistadt nun auf Rang 12 mit 21 Punkten. Erfreulich war vor allem die Leistung der „Ersatzleute“ Sebastian Traxler und Manuel Kainberger, die beide eine bärenstarke Leistung gezeigt haben.

Reserve:

Im Vorbericht habe ich noch erwähnt, dass sich die Personalsituation wieder etwas entspannt, durch einige verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle war die Spielersuche aber alles andere als einfach, St. Martin 1b Trainer Michael Lindorfer half aus, zudem war Ex-Kapitän David Wögerbauer nach längerer Zeit wieder im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Nach einem vorsichtigen Abtasten entstehen nach einer Viertelstunde die ersten Szenen, sowohl Simon Gabriel als auch Christian Anreither finden im 1 gegen 1 ihre Meister in den jeweiligen Torhütern. Danach sind unsere Jungs besser im Spiel, Alexander Kindlmann schiebt nach perfekter Vorarbeit von Moritz Kohel den Ball knapp an der Stange vorbei, bei einem Volley von Markus Hintringer wird Schlussmann Naderer zu einer Parade gezwungen. In Minute 27 dann die Belohnung für das engagierte Spiel, nach einer Ecke von Manuel Schmerda ist wie in der Vorwoche Moritz Kohel in der Mitte zur Stelle, dieses Mal trifft er spektakulär per Hüfte. Die Führung sollte nicht lange halten, Markus Schaubmaier wird links in den Strafraum geschickt und trifft flach ins lange Eck zum Ausgleich. Nicht einmal zwei Minuten später holt Schlussmann Maximilian Naderer Alexander Kindlmann von den Beinen, Manuel Schmerda verwandelt den fälligen Strafstoß. Wieder nur vier Minuten später sind die Heimischen aber wieder da, Ecke von Lukas Zoidl, an der ersten Stange verwertet Kapitän Simon Pernsteiner per Kopf zum 2:2 Pausenstand.

In den ersten 20 Minuten in Hälfte Zwei passiert bis auf einen Schuss vom mittlerweile eingewechselten David Wögerbauer wenig, in Minute 65 laden wir dann die Gastgeber zum Toreschießen ein. Nach einem Ball in den 5er patzt unser Schlussmann Felix Bes, Simon Gabriel braucht aus kurzer Distanz nur mehr einschieben. Fünf Minuten später kann sich unser Keeper aber wieder auszeichnen, im 1 gegen 1 gegen Simon Gabriel wartet er lange, schnappt sich aber am Boden liegend dann den Ball. Unschöne Szenen dann ab Minute 75, nach einem Zweikampf geht unser Kapitän Jakob Bäuchler zu Boden und muss lange behandelt und schlussendlich sogar mit der Rettung abtransportiert werden, der Verdacht auf Schienbeinbruch bestätigte sich nach einer Untersuchung im Krankenhaus zum Glück nicht. Nach einer ca. 20-minütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt und die jungen Steinprofis schaffen die Vorentscheidung, Sebastian Heinzl wird aus dem Zentrum bedient und lupft den Ball über Felix Bes zum 4:2. Beinahe wäre es aber nochmal spannend geworden, Manuel Schmerda trifft wenige Minuten vor Ende das linke Kreuzeck, zwei Minuten später zündet er den Turbo und setzt auch gegen Schlussmann Naderer energisch nach, bis er nur mehr ins leere Tor einschieben muss. Endstand 4:3

Damen:

Sind es bei den Herren die Oepping-Peilsteiner die im Frühjahr wie der Phönix aus der Asche aus dem Tabellenkeller emporsteigen, haben in der Frauen-Landesliga unsere Damen diese Rolle inne, vor der Partie gegen Windischgarsten waren wir in der Rückrundentabelle das beste Team der fünf potentiellen Abstiegskandidaten und somit auch die leichten Favoritinnen gegen die Damen aus dem Bezirk Kirchdorf. Vorsicht war aber geboten, im Hinspiel fanden unsere Ladies nicht in die Partie und mussten sich geschlagen geben, waren am Freitagabend aber auf Revanche aus. Eine Änderung gab es in der Startelf, Marlene Schneeberger war wieder retour und ersetzte Julia Peer, die auf der Bank Platz nahm. Die ersten 25 Minuten waren relativ ausgeglichen und chancenarm, Laura Kalischko musste dafür 2x ordentlich einstecken. In Minute 9 hat unsere Torfrau Leonie Gerstl einen Freistoß im Nachfassen, der erste Abschluss unserer Ladies war ein Schuss von Hannah Kiesl in Minute 20, der aber kein Problem für Gäste-Schlussfrau Tanja Stevanovic war. Die beste Chance in dieser Phase hat dann Sarah Schöngruber für Windischgarsten, über die rechte Seite kommt der Ball ins Zentrum, ihren Abschluss pariert Leonie Gerstl überragend, Valentina Bauer entschärft die Situation dann endgültig. Wir nähern uns aus der Ferne dem Gehäuse, in Minute 30 versucht es Elisa Hofer aus der Distanz, Tanja Stevanovic kann die Szene aber klären. Zwei Minuten später kommt der Abschluss dann von innerhalb der Box und die Hausdamen (danke für die Wortkreation Patrick Schürz!) führen. Sandra Keil bedient Lena Ilk, die sich am 16er den Ball leicht quer legt und ihr Tempo nutzt und an allen vorbeizieht und links im Strafraum dann ins lange Eck zum 1:0 trifft. In der letzten nennenswerten Aktion im ersten Durchgang ist die Torschützin dann die Vorbereiterin, Sandra Keil zieht nach Vorarbeit von Lena Ilk vom rechten Strafraumeck ab, der Ball senkt sich über das linke Kreuzeck ins Aus, Pausenstand 1:0.

Wie in der Vorwoche gegen Peuerbach ließen sich unsere Ladies zu Beginn der zweiten Hälfte dann hinten reindrücken und kassieren ein frühes Gegentor. Nach einer von links ausgeführten Ecke verlängert Laura Schinkinger den Ball per Kopf ins Tor, Karrieretreffer Nr. 3 von unserer Nr. 18 ist somit ein Eigentor und der Ausgleich zum 1:1. Die fast zwei Stunden angereisten Gäste versuchten weiterhin am Drücker zu bleiben und haben in dieser Phase auch mehr Spielanteile, echte Torchancen entstehen aber wenige, eine davon unterbindet Hannah Kiesl in Minute 60 mit einer perfekten Grätsche. Während in der Lembacher Skyline ein Feuerwerk gezündet wurde, ist es in Minute 63 ein ruhender Ball, der ganz heiß wird. Sandra Keil legt sich das Spielgerät zurecht, ihr Freistoß geht aber denkbar knapp über das rechte Kreuzeck. Rund um Minute 75 haben die in violett spielenden Windschgarstnerinnen dann die Entscheidung auf dem Fuß, nach einem Freistoß von der Mittellinie und einer Kopfballverlängerung von Ronja Schlager laufen zwei Angreiferinnen aufs Tor zu, der Querpass ist aber zu ungenau, Valentina Bauer klärt (nicht ganz ohne Herzklopfen ;)) zur Ecke. Der erste Versuch wird zur erneuten Ecke geklärt, bei der zweiten geht der Ball knapp neben die rechte Stange. Kurz vor Ende kann sich Leonie Gerstl nach einer Flanke nochmal auszeichnen, am Ende bleibt es aber bei der wohl gerechten Punkteteilung. Drei Punkte wären natürlich wünschenswert gewesen, aber derartige 6-Punkte Spiele sind immer schwierig zu bestreiten. In die nächsten beiden Spiele gegen die Spitzenteams der SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach und St. Oswald/Fr. gehen wir aber sicher mit deutlich weniger Druck und als Außenseiterinnen rein und können nur positiv überraschen.

Nachwuchs – U15:

Unsere U15 traf auswärts auf die im Frühjahr noch ungeschlagene SPG Herzogsdorf-Neußerling/St. Veit/Niederwaldkirchen, die vor der Partie auf Rang 2 lagen. Von Beginn weg zeichnete sich ein schnelles und kampfbetontes Match ab, in dem wir durch Lucas Lang bereits in Minute 10 in Führung gehen. In Minute 26 passierte unserem letztwöchigen KM-Debütanten Niklas Höfler ein unglücklicher Ausrutscher, wodurch die Heimelf durch Valentin Schiffler den Ausgleich erzielt. Die Vollert-Jungs ließ der Gegentreffer aber weitestgehend kalt und übernahmen wieder das Spielkommando und erarbeiteten sich mehrere gute Torchancen, der Ball will in dieser Phase aber nicht mehr ins Tor, auch ein von Moritz Höllinger geschossener Elfmeter geht am rechten Kreuzeck vorbei. Pausenstand trotz klarere spielerischer Vorteile 1:1.

Unsere Nachwuchskicker kamen aggressiv aus der Kabine und stellen in Minute 58 durch den zweiten Treffer bzw. einen Traumschuss von Lucas Lang auf 1:2, sechs Minuten später verwandelt Niklas Höfler den zweiten Elfmeter des Tages ins linke Eck zur vermeintlich komfortablen 1:3 Führung. Denn in Minute 78 patzt Schlussmann Valentin Niederleitner, Fabian Panholzer bringt die SPG wieder auf 2:3 heran. Nach langer Feldüberlegenheit unsererseits sind die Hausherren plötzlich tonangebend und drücken auf den Ausgleich. Unsere Jungkicker lassen einige gute Chancen zu, begehen einige unnötige Fouls und haben bei zwei Freistößen knapp außerhalb des Strafraums Glück, dass schlussendlich das 2:3 über die Zeit gebracht wird. In Summe aber ein verdienter und hart erarbeiteter Auswärtssieg, wodurch unsere U15 auf Rang 2 springt und auch Trainer Kurt Vollert zufrieden nach Hause fahren ließ. Im Vergleich zur Vorwoche war es sowohl kämpferisch als auch spielerisch eine klare Steigerung, die auch an der hohen Trainingsbeteiligung liegt. Optimierungsbedarf gibt es aber noch bei der Abgebrühtheit, damit künftig ein 2-Tore Vorsprung ohne nervliche Belastung über die Zeit gebracht wird.

Ausblick:

Eine etwas kürzere Verschnaufpause als sonst gibt es vor der kommenden Runde, unsere Damen bestreiten ihr nächstes Spiel bereits am Donnerstag, 30. April 2026 um 19:30 auswärts gegen die SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach und gehen aufgrund der Tabellensituation als Außenseiterinnen ins Match. Auch unsere Herren sind am Freitag, 1. Mai definitiv nicht die Favoriten gegen Haslach, hier lässt sowohl die Tabellensituation als auch die historische Bilanz ein äußerst schwieriges Spiel für unsere Jungs vermuten. Das kleine Derby beginnt um 16:45 Uhr (Reserve), die Kampfmannschaften stehen sich ab 19:00 Uhr gegenüber. Wir freuen uns auf eure Unterstützung bei den Spielen!

Auswärts gegen furiose Steinprofis

Am kommenden Samstag heißt es zum zweiten Mal in diesem Jahr „Derbytime“, für das nächste Kräftemessen mit einem Team aus dem Bezirk Rohrbach reisen wir in die Fischer-Arena und hoffen, dass wir uns dort ein paar Punkte „erangeln“ können (mit Niklas Höfler haben wir ja einen Profi-Fischer (oder wie David Wögerbauer sagen würde: Köderfischzupfer) in den Reihen, evtl. kann uns dieser ein paar Tipps und Tricks verraten). Und wir müssen wohl auch unser gesamtes Repertoire auspacken, denn die Gastgeber sind die bisherige Mannschaft des Jahres und vor allem in Peilstein schwer zu schlagen.

Gegner-Check:

Vier Heimspiele absolvierten die Oepping-Peilsteiner Steinprofis bisher in Peilstein, drei davon (u.a. der spektakuläre 7:2 Sieg gegen Oberneukirchen) wurden gewonnen, lediglich gegen Haslach zog man Mitte Oktober den Kürzeren. In der Winterpause galten die Gastgeber noch als Abstiegskandidat, dann dürfte das Trainerteam rund um Christian Schuster ganz besondere Weihnachtskekse gefunden haben, denn seit der Winterpause spielt sich Oepping-Peilstein in einen wahren Rausch. Nach vier Siegen in Folge gab Oepping-Peilstein letzte Runde mit dem 0:0 gegen Julbach zwar erstmals Punkte ab, führt aber dennoch die Rückrundentabelle an und hat sich mit aktuell Platz 7 wohl der größten Abstiegssorgen entledigt. Die Gastgeber verfügen vor allem seit dem Frühjahr über die viertbeste Offensive der Liga, Top-Torschützen sind Lukas Schaubmayr und Simon Hofer mit je sechs Saisontoren. Traut man der Statistik, dann kassiert Schlussmann Lukas Fischer am Samstag zwei Gegentore, denn im neuen Jahr wurde jeweils jedes zweite Spiel ohne Gegentreffer bzw. mit zwei Gegentoren beendet, nach der weißen Weste in der Vorwoche müsste nun wieder eine Partie mit zwei Gegentoren folgen.

Historische Bilanz:

Seit Oepping und Peilstein als SPG antreten gab es drei Duelle mit unserer Mannschaft, die Bilanz dabei ist mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage völlig ausgeglichen. Im Herbst wurden die Punkte geteilt, Lukas Schaubmayr egalisierte in Minute 62 die Führung durch Jakob Pechmann, Endstand damals 1:1. Besonders ist auch der Spielort für uns, nach einigen Testspielen bestreiten wir erstmals seit 31. März 2012 wieder ein Pflichtspiel in der Fischer Arena in Peilstein, damals setzten wir uns in der 1. Klasse Nord nach Treffern von Dominik Stöbich, Norbert Hofmann, Sascha Berger und Stefan Hinterleitner mit 2:4 durch. Von der damaligen Startelf in Peilstein gibt es keinen aktiven Spieler mehr, wodurch der dortige Platz für einige Spieler (wie vor zwei Wochen in Katsdorf) auch Neuland sein wird. Betrachtet man die Duelle mit der SPG und dem Vorgängerverein aus Oepping, gibt es keinen aktiven Lembacher Spieler, der mehr als einen Treffer im Derby erzielen konnte, bei den Steinprofis gilt Kevin Rachinger mit vier Treffern als Derbyspezialist.

Unsere Formkurve:

Trotz nur einer Niederlage 2026 hängen wir nach wie vor im Tabellenkeller, genauer gesagt auf Relegationsplatz 13, fest. Nach dem torreichen Unentschieden gegen Altenberg sind wir mit sechs Remis derzeit gemeinsam mit Arnreit die Unentschieden-Könige der Liga, kein anderes Team musste häufiger die Punkte teilen. Durch diese verhältnismäßig vielen Unentschieden haben wir genau wie unsere Gegner aus Oepping-Peilstein „nur“ acht Niederlagen, sechs Punkte trennen aber dennoch derzeit die beiden Teams. Die vier Gegentore gegen Altenberg waren Gegentreffer 34-37 der laufenden Saison, wodurch wir mittlerweile die zweitschwächste Defensive der Liga haben. Ein wichtiger Spieler kehrt aber am kommenden Samstag zurück, Felix Hofmann ist nach seiner Gelbsperre wieder einsatzberechtigt. Er soll mithelfen unsere Auswärtsbilanz aufzupolieren, mit nur fünf Zählern in der Fremde liegen wir auch in der Auswärtstabelle nur auf Platz 13. Auffällig sind auch die zum Teil abgeschlagenen letzten Plätze in der E24 Tabelle und in der Fairnesswertung, die aber zum Teil oft typisch für Teams im Tabellenkeller sind. Hoffnung macht aber die Derbybilanz, die letzten zwei Bezirksderbys (im Oktober gegen Arnreit und im März gegen Julbach) konnten wir gewinnen, diese Mini-Serie soll aus unserer Sicht natürlich ihre Fortsetzung finden.

Schiedsrichter:

Quasi keine Erfahrungen für beide Teams gibt es mit Schiedsrichter Andreas Riegler, der Sektionsleiter vom FC Münzkirchen pfeift erstmals ein Spiel von Oepping-Peilstein, bei uns war er bei einem Testspiel im Einsatz, im August 2025 verloren wir zu Hause mit 0:3 gegen Natternbach. Seine Assistenten beim Derby werden Harald Gottfried Drachta und Andreas Eckhart sein, zudem ist mit Dietmar Sitz auch wieder ein Schiedsrichter-Beobachter vor Ort.

Reserve:

Auf dem Papier scheinen die Rollen für die Reserve-Partie klar verteilt zu sein, die jungen Steinprofis rangieren auf Rang 8 mit 14 Punkten, während unsere Reserve nach dem Sieg gegen Altenberg auf Platz 4 zu finden ist. Zudem konnten die Hausherren nur eines von neun Reservespielen in der jüngeren Vergangenheit gegen uns gewinnen und dieser Sieg liegt auch bereits lange zurück. Der damalige Vorgängerverein Oepping besiegte unsere Reserve im April 2012 mit 2:1, den Lembacher Treffer erzielte der heutige Damentrainer Gerhard Gierlinger. Vorsicht ist aber dennoch geboten, die Reserve der SPG Oepping-Peilstein schlug letzte Woche die klar besser positionierten Julbacher auswärts mit 0:2 und feierten somit den ersten Sieg 2026. Nach den drei Punkten gegen den Tabellenzweiten Altenberg ist aber das Selbstvertrauen unserer Jungs auch groß und der Kader verbreitert sich durch einige Comebacks auch Woche für Woche, wodurch sich die personelle Situation wieder etwas entspannen dürfte.

Spielort und Uhrzeit:

Gespielt wird am Samstag, 25. April um 16:00 Uhr (Reserve) + 18:00 Uhr (KM) in der Fischer-Arena in Peilstein. Unterstützt unsere beiden Mannschaften bei diesem so wichtigen Derby!

Damen:

Das Wochenende wird erneut von unseren Damen eröffnet, diese treten zum dritten Mal 2026 zu Hause an und wollen ihre kleine Heimserie fortsetzen, denn beide Partien im Huamabergstadion in der Rückrunde wurden gewonnen. Die Gegnerinnen scheinen auch diese Runde machbar, sind die Ladies aus Windischgarsten doch direkte Konkurrentinnen um den Ligaverbleib und liegen in der Tabelle auf Platz 11 mit sieben Punkten. Nach dem wichtigen Auswärtspunkt gegen Peuerbach stehen unsere Damen auf Rang 9 mit elf Punkten und haben den Klassenerhalt weiter in der eigenen Hand. Historisch gibt es wenig zu berichten, im Herbst fand dieses Duell ein erstes Mal statt, damals setzten sich die Damen aus Windischgarsten mit 2:0 durch, es war dies einer von zwei Saisonsiegen unserer Gäste und das einzige Spiel der Ladies aus dem Bezirk Kirchdorf ohne Gegentreffer. Die Gierlinger-Elf will dieses Spiel aus der Hinrunde nun aber endgültig abhaken und gegen einen weiteren direkten Konkurrenten „Big Points“ im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Gespielt wird am Freitag, 24. April um 20:00 Uhr in Lembach, geleitet wird die Partie von Sylejman Fejziu, der bereits im Mai 2023 bei einem Freitagabend-Spiel unserer Damen um 20:00 Uhr im Einsatz war. Damals wurden nach Treffern von Sandra Keil und Juliane Stöttner gegen Hellmonsödt in der Frauenklasse die Punkte geteilt. Unsere Ladies freuen sich auf eure Unterstützung!

Torspektakel gegen Altenberg

Das Wochenende begann aus Sicht unserer Herren mit einer überschaubar guten Nachricht, Schweinbach schlägt zu Hause den Titelaspiranten St. Oswald/Fr. mit 1:0 und ist plötzlich auf einen Punkt an uns herangekommen. Der Druck war da und die Anspannung greifbar, wir brauchten dringend Punkte gegen Altenberg, wenn uns keine unangenehmen Wochen ins Haus stehen sollen, denn die nächsten Gegner sind mit Oepping-Peilstein, Haslach und St. Oswald/Fr. eher von der schwierigen Sorte. Ein Punkt sollte es schlussendlich auch werden, wie dieser entstanden ist, wird wohl noch längere Zeit in Erinnerung bleiben.

Hälfte Eins:

Auf einer Position musste unser Trainer Amarildo Zela definitiv umbauen, Felix Hofmann fehlte gegen Altenberg gelbgesperrt, den Platz in der Innenverteidigung nahmen Martin Schinkinger und Idris Sakic ein, Stephan Schinkinger war vorerst nur Ersatz und Niklas Höfler feierte mit 16 Jahren sein KM-Debüt. Manuel Schmerda stand krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, Markus Hintringer begann dafür erstmals seit Mai 2022 in der KM, zudem stand Alexander Mühlparzer zum ersten Mal seit Ende August 2025 nach seiner Verletzungspause wieder im Kader. Alles was vor allem in der ersten Hälfte dann passierte, kann als der pure Fußball-Wahnsinn bezeichnet werden. Nach einigen mahnenden Worten von Schiedsrichter Erich Kraml gleich nach wenigen Minuten stellten unsere Jungs auf 1:0. Nach einem Ballverlust erkämpft Jakob Pechmann rasch wieder das Spielgerät, passt zu Adnan Nocic, der Daniel Zauner mustergültig bedient, dieser zieht flach aus linker Position im Strafraum ab und trifft an Lukas Schwabegger (KM-Debüt vom Altenberger Tormann) vorbei. Nicht einmal eine Minute später waren wir gefühlt noch in Jubelstimmung und vergessen völlig auf das Verteidigen, Sebastian Hahn kann ausgehend vom Mittelkreis auf der rechten Seite machen was er will, seinen Stangler wehrt Max seitlich ab, über Simon Mayr kommt der Ball zu Paul Daxecker, der nur mehr ins leere Tor einschieben muss. Drei Minuten später ist das Spiel gedreht, über David Penn und Sebastian Hahn wird Kapitän Simon Mayr der Ball in den Lauf gespielt, dieser zieht quasi seitenverkehrt wie unser 1:0 ab und trifft flach zur erstmaligen Altenberger Führung.

Zwei Minuten später tritt Martin Schinkinger von der Mittellinie einen Freistoß Richtung 5er, über Adnan Nocic kommt der Ball zu Jakob Pechmann, der auch einschießt, Schiedsrichter Kraml ahndet aber ein Handspiel in der Entstehung und gibt den Treffer nicht. In Minute 24 sind wir wieder dran mit jubeln, Jonathan Altendorfer läuft vom Tor weg und wird noch innerhalb des 16ers von Oliver Pfarrhofer von den Beinen geholt, Adnan Nocic verwertet den fälligen Strafstoß halbhoch rechts, Schwabegger war mit den Fingerspitzen noch dran. Die Altenberger Offensive hat durch Paul Daxecker, Mathias Ramerstorfer, Simon Mayr und Oliver Pfarrhofer mehrere (Halb-)Chancen und war nach dem 2:2 etwas präsenter, Tor Nr. 5 geht aber wieder auf unser Konto. Debütant Niklas Höfler sieht von der Mittellinie ausgehend den am linken Flügel völlig freistehenden Daniel Zauner, seine perfekte Flanke in die Schnittstelle verwertet Adnan Nocic per Kopf. Das Toreschießen sollte aber noch lange nicht vorbei sein, in Minute 43 führt Florian Albrecht einen Einwurf von rechts aus, dieser geht an allen vorbei, nur der schon an der zweiten Stange stehende Simon Mayr bugsiert den Ball ins Tor. In der Nachspielzeit konnte man die Partie aus Lembacher Sicht dann gar nicht mehr fassen, denn unsere Gäste drehen erneut das Spiel und führen plötzlich mit dem Pausenpfiff. Mathias Ramerstorfer lässt am rechten Flügel unsere Verteidigung alt aussehen und bringt die Flanke, diese köpfelt Idris Sakic zentral weg, Oliver Pfarrhofer zieht aus 16 Metern schnörkellos ab und besorgt mit einem Traumtor Richtung linkes Kreuzeck den 3:4 Pausenstand. Für einen neutralen Fan eine wohl perfekte erste Hälfte, für Anhänger beider Teams eine echte Achterbahn der (Fußball-)Gefühle.

Hälfte Zwei:

So nervenaufreibend, spektakulär und stressig (zumindest für euren Liveticker) Hälfte Eins auch war, so „beschaulich“ ging es dann über weite Strecken der zweiten Hälfte zu. Die ersten Chancen gehören uns, in Minute 47 rutscht Jung-Goalie Schwabegger ein Schuss von Jakob Pechmann durch, es gibt knapp Eckball und kein weiteres Tor. In Minute 57 köpfelt Idris Sakic nach einer Zauner-Ecke drüber und in Minute 65 wird dann die Thumfart-Elf erstmals gefährlich, ein Schuss von Paul Weissengruber wird knapp neben die rechte Stange abgefälscht. Unsere Jungs haben insgesamt aber ein Chancenplus im zweiten Abschnitt, ein gefühlvoller Schuss von Jakob Pechmann wird zur Ecke abgefälscht, ein direkter Freistoß von Adnan Nocic aus 17 Metern geht um Zentimeter über die Querlatte. Die Partie wurde in der Schlussphase etwas hektischer und ruppiger, trotz einiger grenzwertiger Fouls griff Schiri Kraml in diesem Spielabschnitt nicht mehr zu einer Karte.

In Minute 83 hätten wir den Gästen beinahe ein Geschenk überreicht, einen zu kurzen Rückpass von Martin Schinkinger fängt Sebastian Hahn ab, scheitert aber mit seinem Abschluss an Max. Unsere Jungs warfen nochmal alles nach vorne und belohnten sich zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, Jakob Pechmann wird weit in den 16er geschickt, spielt zurück ans rechte Sechzehnereck, wo der eingewechselte Manuel Kainberger Adnan Nocic im 5er sucht und findet, unsere Nr. 21 nimmt sich den Ball perfekt an und trifft aus der Drehung zum vielumjubelten 4:4. Zu Beginn der Nachspielzeit hätten wir dann sogar erneut in Führung gehen können, einen Schuss von Adnan Nocic hat Lukas Schwabegger im Nachfassen, Jakob Pechmann wäre für den Abpraller bereit gestanden. Nach 95 Minuten pfeift Schiedsrichter Erich Kraml dann ab, in einer spektakulären Partie teilen wir wohl zurecht die Punkte mit Altenberg.

Fazit:

Der Punkt hilft uns in der aktuellen Situation leider nicht wirklich, auch wenn das Momentum mit dem späten Treffer (so einer war in der Vergangenheit oft beim Gegner zu beobachten) bei uns lag. Endlich zündet unsere Offensive den Turbo, durch zum Teil viel zu einfache Gegentreffer teilen wir aber zum dritten Mal im Frühjahr die Punkte und bleiben auf Relegationsplatz 13.

Danke an die Firma Weber Bau (vertreten durch Andreas Kitzberger) für den (spektakulären) Matchball!

Reserve:

Personell gab es im Vergleich zur Vorwoche wieder einige Kaderveränderungen, Sebastian Traxler und Manuel Kainberger waren diese Runde in der Reserve in der Startelf, Andreas Hofer war nach einer Woche Pause wieder dabei, Markus Hintringer wurde in die KM hochgezogen und Stefan Schürz feierte sein Comeback. Auch in der Reserve legten wir einen Traumstart hin, mit der ersten echten Chance gehen die Jungs von Amadeo Zela in Führung. Sebastian Traxler führt von rechts einen Corner aus, in der Mitte täuscht Moritz Kohel zuerst einen Schuss an, nur um dann mit dem zweiten Versuch eiskalt einzuschießen. Unsere Gegner waren Tabellenzweiter und hatten ein Spiel und fünf Punkte weniger als Tabellenführer Freistadt und brauchten die drei Punkte unbedingt, in der restlichen ersten Hälfte wurden folglich auch die Offensivbemühungen deutlich intensiviert. Vor allem zwei Akteure waren besonders präsent, sowohl Dominik Brandl als auch Luca Weissengruber finden mehrere gute Chancen vor, ein Tor von Dominik Brandl wird wegen Abseits annulliert, weitere Abschlüsse gehen neben das Tor oder werden vom bestens aufgelegten Felix Bes zunichte gemacht. Pausenstand 1:0.

In Hälfte Zwei gibt es in den ersten 25 Minuten nur eine echte Torchance, nach einem Ausschuss von Felix Bes landet der Ball vor den Beinen von Manuel Kainberger, dieser zögert aber relativ lange und Goalie Peyrl kann entschärfen. In Minute 70 sollte dann die Vorentscheidung fallen und dieses Mal bleibt Manuel Kainberger cool, er wird mittels Laufpass geschickt, läuft in Bedrängnis eines Verteidigers auf Peyrl zu und trifft nun eiskalt zum 2:0, welches den Favoriten aus Altenberg in eine Schockstarre verfallen lässt. In Minute 81 findet Dominik Brandl abermals in Felix Bes seinen Meister, die letzten beiden Aktionen gehören dann wieder unserer Elf. In Minute 89 hat Florian Peyrl einen Schuss von Laurin Altendorfer aus spitzem Winkel im Nachfassen, eine Minute später zeigt Comebacker Stefan Schürz gleich wieder wie viel Gefühl er in den Beinen hat und bedient Alexander Kindlmann, dieser schießt den Ball ebenfalls sehr überlegt zum 3:0 Endstand ein. Nach der bitteren Niederlage in Katsdorf in der Vorwoche ein verdienter Sieg, durch den wir Platz 4 der Tabelle weiter stabilisieren, dort ist der derzeit nach vorne und nach hinten viel Platz.

Damen:

Ohne Marlene Schneeberger und Ronja Schlager wurde die Reise in Hausruckviertel angetreten, zudem fehlte auch die nach wie vor verletzte Lara Pühringer. Dafür feierte Leonie Gerstl nach ihrem Daumenbruch ein Comeback im Tor und zusätzlich war Emilia Gahleitner nach ihrem Startelfdebüt gegen St. Stefan ein zweites Mal im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Wer den Vorbericht aufmerksam gelesen hatte, wusste, dass unsere Damen gegen Peuerbach in der Anfangsphase sehr präsent sind und so war es auch dieses Mal. Während die Gastgeberinnen etwas besser ins Spiel kamen, stellten wir mit der ersten Chance auf 0:1, wobei der Begriff „Geschenk“ anstatt „Chance“ besser geeignet wäre. Sandra Keil köpfelt nach einem Ausschuss von Torfrau Natalie Damberger den Ball nach vorne, eine Verteidigerin bringt die Keeperin mit einem ungenauen Rückpass in die Bredouille, die sich den Ball sogar mit der Brust stoppen muss. Der Ball springt aber viel zu weit nach vorne, dort steht Alina Mairhofer goldrichtig, die abstaubt und ihr erstes Saisontor bejubelt. Statistisch auffällig ist auch, dass unsere Führungen gegen Peuerbach nie lange halten und leider sollte es auch an diesem Freitagabend zutreffen, ca. 14 Minuten nach der Führung stellte Valentina Peham mit ihrem vierten Saisontor nach einem Eckball wieder alles auf Anfang. Beide Teams hatten in der Folge noch gute Gelegenheiten vor allem aus Standards, ein Freistoß von Sandra Keil geht knapp über die Querlatte, auf der Gegenseite entschärft Comebackerin Leonie Gerstl spektakulär ebenfalls einen ruhenden Ball. Tore sollten aber vorerst keine mehr fallen, Pausenstand 1:1.

Waren es in Hälfte Eins unsere Ladies die ein schnelles Tor erzielen konnten, gehörte das Momentum in Durchgang 2 den Hausherrinnen, keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff stellte Peuerbach durch Antonia Pfaffinger auf 2:1. Unsere Damen begannen insgesamt etwas hektisch, stabilisierten sich aber rasch wieder und kamen in Minute 63 durch eine mittlerweile bewährte Combo wieder zurück. Laura Kalischko spielt den mustergültigen Pass in den 16er, dort lauert unsere Top-Torschützin Lena Ilk und trifft mit ihrem neunten Saisontor zum 2:2. Noch nie in der Vereinsgeschichte holten unsere Damen einen Punkt gegen Peuerbach, folglich wurde dann vor allem die Defensive stabilisiert und 15-Tore-Frau Eva Kristin Dornetshumer genauestens bewacht, die aber erstmals gegen uns ohne Treffer blieb. Einige Male tauchten aber auch unsere Damen noch gefährlich vor Torfrau Damberger auf, es blieb aber beim 2:2. Der Punkt gegen ein deutlich besser platziertes Team könnte im Kampf um den Klassenerhalt sehr wichtig sein, daher dürfte auch das Selbstvertrauen unserer Damen für das kommende Heimspiel gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten sicher angewachsen sein.

Nachwuchs – U15:

Unsere U15 absolvierte das zweite Pflichtspiel im Jahr 2026, nach dem 2:0 Heimsieg gegen die SPG Aigen-Schlägl/Oepping/Peilstein wartete eine Auswärtsfahrt nach Feldkirchen und in der dortigen Badeseearena gingen unsere Jungkicker leider auch sprichwörtlich baden. Die Gastgeber waren von Anfang an tonangebend und gingen bereits in Minute 7 durch einen Elfmeter mit 1:0 in Führung. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer und dem Ausgleich durch Jonas Kaindlbinder in Minute 14 bestimmten die Feldkirchner sofort wieder das Geschehen und stellten nach einer halben Stunde bereits auf insgesamt 3:1.

Die Vollert-Jungs fanden spielerisch, taktisch und auch körperlich nur schwer in die Partie und so wurden nicht nur viele entscheidende Zweikämpfe, sondern schlussendlich auch das Spiel mit 5:1 verloren. Das Ergebnis darf aber nicht überbewertet werden, aufgrund von einigen Verletzungen musste improvisiert werden, Stammtorhüter Valentin Niederleitner musste aufgrund einer Verletzung als Feldspieler antreten, für ihn begann Kilian Kaindlbinder zwischen den Pfosten, zudem fehlte Mittelfeldspieler Simon Schmidhofer weiterhin bzw. musste Topscorer Moritz Höllinger aufgrund einer starken Verkühlung nach 30 Minuten vom Feld. Der Fokus soll in der nächsten Woche vor allem auf Spieltechnik, Sprintstärke und kampfbetontes Spiel gelegt werden, die nächste Partie steigt am Mittwoch, 22. April 2026 um 19:00 Uhr in Herzogsdorf gegen die Alterskollegen der SPG Herzogsdorf/St. Veit/Niederwaldkirchen.

Ausblick:

Kommendes Wochenende tauschen Damen und Herren wieder Heim- bzw. Auswärtsspiele, während unsere Damen am Freitag, 24. April 2026 um 20:00 Uhr zu Hause gegen Abstiegskonkurrent Windischgarsten um Punkte kämpfen, duellieren sich unsere Herren am Samstag, 25. April 2026 um 16:00 Uhr (Reserve) + 18:00 Uhr (KM) im zweiten Derby des Jahres mit der SPG Oepping-Peilstein. Gespielt wird dieses Mal in der Fischer Arena in Peilstein, unsere Teams freuen sich auf eure Unterstützung.