Torspektakel gegen Altenberg
Das Wochenende begann aus Sicht unserer Herren mit einer überschaubar guten Nachricht, Schweinbach schlägt zu Hause den Titelaspiranten St. Oswald/Fr. mit 1:0 und ist plötzlich auf einen Punkt an uns herangekommen. Der Druck war da und die Anspannung greifbar, wir brauchten dringend Punkte gegen Altenberg, wenn uns keine unangenehmen Wochen ins Haus stehen sollen, denn die nächsten Gegner sind mit Oepping-Peilstein, Haslach und St. Oswald/Fr. eher von der schwierigen Sorte. Ein Punkt sollte es schlussendlich auch werden, wie dieser entstanden ist, wird wohl noch längere Zeit in Erinnerung bleiben.
Hälfte Eins:
Auf einer Position musste unser Trainer Amarildo Zela definitiv umbauen, Felix Hofmann fehlte gegen Altenberg gelbgesperrt, den Platz in der Innenverteidigung nahmen Martin Schinkinger und Idris Sakic ein, Stephan Schinkinger war vorerst nur Ersatz und Niklas Höfler feierte mit 16 Jahren sein KM-Debüt. Manuel Schmerda stand krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, Markus Hintringer begann dafür erstmals seit Mai 2022 in der KM, zudem stand Alexander Mühlparzer zum ersten Mal seit Ende August 2025 nach seiner Verletzungspause wieder im Kader. Alles was vor allem in der ersten Hälfte dann passierte, kann als der pure Fußball-Wahnsinn bezeichnet werden. Nach einigen mahnenden Worten von Schiedsrichter Erich Kraml gleich nach wenigen Minuten stellten unsere Jungs auf 1:0. Nach einem Ballverlust erkämpft Jakob Pechmann rasch wieder das Spielgerät, passt zu Adnan Nocic, der Daniel Zauner mustergültig bedient, dieser zieht flach aus linker Position im Strafraum ab und trifft an Lukas Schwabegger (KM-Debüt vom Altenberger Tormann) vorbei. Nicht einmal eine Minute später waren wir gefühlt noch in Jubelstimmung und vergessen völlig auf das Verteidigen, Sebastian Hahn kann ausgehend vom Mittelkreis auf der rechten Seite machen was er will, seinen Stangler wehrt Max seitlich ab, über Simon Mayr kommt der Ball zu Paul Daxecker, der nur mehr ins leere Tor einschieben muss. Drei Minuten später ist das Spiel gedreht, über David Penn und Sebastian Hahn wird Kapitän Simon Mayr der Ball in den Lauf gespielt, dieser zieht quasi seitenverkehrt wie unser 1:0 ab und trifft flach zur erstmaligen Altenberger Führung.
Zwei Minuten später tritt Martin Schinkinger von der Mittellinie einen Freistoß Richtung 5er, über Adnan Nocic kommt der Ball zu Jakob Pechmann, der auch einschießt, Schiedsrichter Kraml ahndet aber ein Handspiel in der Entstehung und gibt den Treffer nicht. In Minute 24 sind wir wieder dran mit jubeln, Jonathan Altendorfer läuft vom Tor weg und wird noch innerhalb des 16ers von Oliver Pfarrhofer von den Beinen geholt, Adnan Nocic verwertet den fälligen Strafstoß halbhoch rechts, Schwabegger war mit den Fingerspitzen noch dran. Die Altenberger Offensive hat durch Paul Daxecker, Mathias Ramerstorfer, Simon Mayr und Oliver Pfarrhofer mehrere (Halb-)Chancen und war nach dem 2:2 etwas präsenter, Tor Nr. 5 geht aber wieder auf unser Konto. Debütant Niklas Höfler sieht von der Mittellinie ausgehend den am linken Flügel völlig freistehenden Daniel Zauner, seine perfekte Flanke in die Schnittstelle verwertet Adnan Nocic per Kopf. Das Toreschießen sollte aber noch lange nicht vorbei sein, in Minute 43 führt Florian Albrecht einen Einwurf von rechts aus, dieser geht an allen vorbei, nur der schon an der zweiten Stange stehende Simon Mayr bugsiert den Ball ins Tor. In der Nachspielzeit konnte man die Partie aus Lembacher Sicht dann gar nicht mehr fassen, denn unsere Gäste drehen erneut das Spiel und führen plötzlich mit dem Pausenpfiff. Mathias Ramerstorfer lässt am rechten Flügel unsere Verteidigung alt aussehen und bringt die Flanke, diese köpfelt Idris Sakic zentral weg, Oliver Pfarrhofer zieht aus 16 Metern schnörkellos ab und besorgt mit einem Traumtor Richtung linkes Kreuzeck den 3:4 Pausenstand. Für einen neutralen Fan eine wohl perfekte erste Hälfte, für Anhänger beider Teams eine echte Achterbahn der (Fußball-)Gefühle.
Hälfte Zwei:
So nervenaufreibend, spektakulär und stressig (zumindest für euren Liveticker) Hälfte Eins auch war, so „beschaulich“ ging es dann über weite Strecken der zweiten Hälfte zu. Die ersten Chancen gehören uns, in Minute 47 rutscht Jung-Goalie Schwabegger ein Schuss von Jakob Pechmann durch, es gibt knapp Eckball und kein weiteres Tor. In Minute 57 köpfelt Idris Sakic nach einer Zauner-Ecke drüber und in Minute 65 wird dann die Thumfart-Elf erstmals gefährlich, ein Schuss von Paul Weissengruber wird knapp neben die rechte Stange abgefälscht. Unsere Jungs haben insgesamt aber ein Chancenplus im zweiten Abschnitt, ein gefühlvoller Schuss von Jakob Pechmann wird zur Ecke abgefälscht, ein direkter Freistoß von Adnan Nocic aus 17 Metern geht um Zentimeter über die Querlatte. Die Partie wurde in der Schlussphase etwas hektischer und ruppiger, trotz einiger grenzwertiger Fouls griff Schiri Kraml in diesem Spielabschnitt nicht mehr zu einer Karte.
In Minute 83 hätten wir den Gästen beinahe ein Geschenk überreicht, einen zu kurzen Rückpass von Martin Schinkinger fängt Sebastian Hahn ab, scheitert aber mit seinem Abschluss an Max. Unsere Jungs warfen nochmal alles nach vorne und belohnten sich zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, Jakob Pechmann wird weit in den 16er geschickt, spielt zurück ans rechte Sechzehnereck, wo der eingewechselte Manuel Kainberger Adnan Nocic im 5er sucht und findet, unsere Nr. 21 nimmt sich den Ball perfekt an und trifft aus der Drehung zum vielumjubelten 4:4. Zu Beginn der Nachspielzeit hätten wir dann sogar erneut in Führung gehen können, einen Schuss von Adnan Nocic hat Lukas Schwabegger im Nachfassen, Jakob Pechmann wäre für den Abpraller bereit gestanden. Nach 95 Minuten pfeift Schiedsrichter Erich Kraml dann ab, in einer spektakulären Partie teilen wir wohl zurecht die Punkte mit Altenberg.
Fazit:
Der Punkt hilft uns in der aktuellen Situation leider nicht wirklich, auch wenn das Momentum mit dem späten Treffer (so einer war in der Vergangenheit oft beim Gegner zu beobachten) bei uns lag. Endlich zündet unsere Offensive den Turbo, durch zum Teil viel zu einfache Gegentreffer teilen wir aber zum dritten Mal im Frühjahr die Punkte und bleiben auf Relegationsplatz 13.

Danke an die Firma Weber Bau (vertreten durch Andreas Kitzberger) für den (spektakulären) Matchball!
Reserve:
Personell gab es im Vergleich zur Vorwoche wieder einige Kaderveränderungen, Sebastian Traxler und Manuel Kainberger waren diese Runde in der Reserve in der Startelf, Andreas Hofer war nach einer Woche Pause wieder dabei, Markus Hintringer wurde in die KM hochgezogen und Stefan Schürz feierte sein Comeback. Auch in der Reserve legten wir einen Traumstart hin, mit der ersten echten Chance gehen die Jungs von Amadeo Zela in Führung. Sebastian Traxler führt von rechts einen Corner aus, in der Mitte täuscht Moritz Kohel zuerst einen Schuss an, nur um dann mit dem zweiten Versuch eiskalt einzuschießen. Unsere Gegner waren Tabellenzweiter und hatten ein Spiel und fünf Punkte weniger als Tabellenführer Freistadt und brauchten die drei Punkte unbedingt, in der restlichen ersten Hälfte wurden folglich auch die Offensivbemühungen deutlich intensiviert. Vor allem zwei Akteure waren besonders präsent, sowohl Dominik Brandl als auch Luca Weissengruber finden mehrere gute Chancen vor, ein Tor von Dominik Brandl wird wegen Abseits annulliert, weitere Abschlüsse gehen neben das Tor oder werden vom bestens aufgelegten Felix Bes zunichte gemacht. Pausenstand 1:0.
In Hälfte Zwei gibt es in den ersten 25 Minuten nur eine echte Torchance, nach einem Ausschuss von Felix Bes landet der Ball vor den Beinen von Manuel Kainberger, dieser zögert aber relativ lange und Goalie Peyrl kann entschärfen. In Minute 70 sollte dann die Vorentscheidung fallen und dieses Mal bleibt Manuel Kainberger cool, er wird mittels Laufpass geschickt, läuft in Bedrängnis eines Verteidigers auf Peyrl zu und trifft nun eiskalt zum 2:0, welches den Favoriten aus Altenberg in eine Schockstarre verfallen lässt. In Minute 81 findet Dominik Brandl abermals in Felix Bes seinen Meister, die letzten beiden Aktionen gehören dann wieder unserer Elf. In Minute 89 hat Florian Peyrl einen Schuss von Laurin Altendorfer aus spitzem Winkel im Nachfassen, eine Minute später zeigt Comebacker Stefan Schürz gleich wieder wie viel Gefühl er in den Beinen hat und bedient Alexander Kindlmann, dieser schießt den Ball ebenfalls sehr überlegt zum 3:0 Endstand ein. Nach der bitteren Niederlage in Katsdorf in der Vorwoche ein verdienter Sieg, durch den wir Platz 4 der Tabelle weiter stabilisieren, dort ist der derzeit nach vorne und nach hinten viel Platz.
Damen:
Ohne Marlene Schneeberger und Ronja Schlager wurde die Reise in Hausruckviertel angetreten, zudem fehlte auch die nach wie vor verletzte Lara Pühringer. Dafür feierte Leonie Gerstl nach ihrem Daumenbruch ein Comeback im Tor und zusätzlich war Emilia Gahleitner nach ihrem Startelfdebüt gegen St. Stefan ein zweites Mal im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Wer den Vorbericht aufmerksam gelesen hatte, wusste, dass unsere Damen gegen Peuerbach in der Anfangsphase sehr präsent sind und so war es auch dieses Mal. Während die Gastgeberinnen etwas besser ins Spiel kamen, stellten wir mit der ersten Chance auf 0:1, wobei der Begriff „Geschenk“ anstatt „Chance“ besser geeignet wäre. Sandra Keil köpfelt nach einem Ausschuss von Torfrau Natalie Damberger den Ball nach vorne, eine Verteidigerin bringt die Keeperin mit einem ungenauen Rückpass in die Bredouille, die sich den Ball sogar mit der Brust stoppen muss. Der Ball springt aber viel zu weit nach vorne, dort steht Alina Mairhofer goldrichtig, die abstaubt und ihr erstes Saisontor bejubelt. Statistisch auffällig ist auch, dass unsere Führungen gegen Peuerbach nie lange halten und leider sollte es auch an diesem Freitagabend zutreffen, ca. 14 Minuten nach der Führung stellte Valentina Peham mit ihrem vierten Saisontor nach einem Eckball wieder alles auf Anfang. Beide Teams hatten in der Folge noch gute Gelegenheiten vor allem aus Standards, ein Freistoß von Sandra Keil geht knapp über die Querlatte, auf der Gegenseite entschärft Comebackerin Leonie Gerstl spektakulär ebenfalls einen ruhenden Ball. Tore sollten aber vorerst keine mehr fallen, Pausenstand 1:1.
Waren es in Hälfte Eins unsere Ladies die ein schnelles Tor erzielen konnten, gehörte das Momentum in Durchgang 2 den Hausherrinnen, keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff stellte Peuerbach durch Antonia Pfaffinger auf 2:1. Unsere Damen begannen insgesamt etwas hektisch, stabilisierten sich aber rasch wieder und kamen in Minute 63 durch eine mittlerweile bewährte Combo wieder zurück. Laura Kalischko spielt den mustergültigen Pass in den 16er, dort lauert unsere Top-Torschützin Lena Ilk und trifft mit ihrem neunten Saisontor zum 2:2. Noch nie in der Vereinsgeschichte holten unsere Damen einen Punkt gegen Peuerbach, folglich wurde dann vor allem die Defensive stabilisiert und 15-Tore-Frau Eva Kristin Dornetshumer genauestens bewacht, die aber erstmals gegen uns ohne Treffer blieb. Einige Male tauchten aber auch unsere Damen noch gefährlich vor Torfrau Damberger auf, es blieb aber beim 2:2. Der Punkt gegen ein deutlich besser platziertes Team könnte im Kampf um den Klassenerhalt sehr wichtig sein, daher dürfte auch das Selbstvertrauen unserer Damen für das kommende Heimspiel gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten sicher angewachsen sein.
Nachwuchs – U15:
Unsere U15 absolvierte das zweite Pflichtspiel im Jahr 2026, nach dem 2:0 Heimsieg gegen die SPG Aigen-Schlägl/Oepping/Peilstein wartete eine Auswärtsfahrt nach Feldkirchen und in der dortigen Badeseearena gingen unsere Jungkicker leider auch sprichwörtlich baden. Die Gastgeber waren von Anfang an tonangebend und gingen bereits in Minute 7 durch einen Elfmeter mit 1:0 in Führung. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer und dem Ausgleich durch Jonas Kaindlbinder in Minute 14 bestimmten die Feldkirchner sofort wieder das Geschehen und stellten nach einer halben Stunde bereits auf insgesamt 3:1.
Die Vollert-Jungs fanden spielerisch, taktisch und auch körperlich nur schwer in die Partie und so wurden nicht nur viele entscheidende Zweikämpfe, sondern schlussendlich auch das Spiel mit 5:1 verloren. Das Ergebnis darf aber nicht überbewertet werden, aufgrund von einigen Verletzungen musste improvisiert werden, Stammtorhüter Valentin Niederleitner musste aufgrund einer Verletzung als Feldspieler antreten, für ihn begann Kilian Kaindlbinder zwischen den Pfosten, zudem fehlte Mittelfeldspieler Simon Schmidhofer weiterhin bzw. musste Topscorer Moritz Höllinger aufgrund einer starken Verkühlung nach 30 Minuten vom Feld. Der Fokus soll in der nächsten Woche vor allem auf Spieltechnik, Sprintstärke und kampfbetontes Spiel gelegt werden, die nächste Partie steigt am Mittwoch, 22. April 2026 um 19:00 Uhr in Herzogsdorf gegen die Alterskollegen der SPG Herzogsdorf/St. Veit/Niederwaldkirchen.
Ausblick:
Kommendes Wochenende tauschen Damen und Herren wieder Heim- bzw. Auswärtsspiele, während unsere Damen am Freitag, 24. April 2026 um 20:00 Uhr zu Hause gegen Abstiegskonkurrent Windischgarsten um Punkte kämpfen, duellieren sich unsere Herren am Samstag, 25. April 2026 um 16:00 Uhr (Reserve) + 18:00 Uhr (KM) im zweiten Derby des Jahres mit der SPG Oepping-Peilstein. Gespielt wird dieses Mal in der Fischer Arena in Peilstein, unsere Teams freuen sich auf eure Unterstützung.


