Turbulente Spielzeit 25/26 – Saisonrückblick Union 1947 Lembach
Am Donnerstag, 3. Juli 2025 wurde der Spielplan für die Bezirksliga Nord für die Saison 2025/26 bekanntgegeben, diese eröffneten wir am Samstag, 16. August 2025 mit einem Heimspiel gegen Landesliga-Absteiger Admira Linz. Mit einem Spiel auf eigener Anlage gegen Schweinbach endete die abgelaufene Spielzeit am Samstag, 13. Juni 2026, in der sich unsere Mannschaft im Umbruch befand und als durchaus turbulent in Erinnerung bleiben wird. Im Jahr 1 nach Rekordmann Stefan Hinterleitner war die Bezirksliga so eng wie schon lange nicht mehr und daher waren wir und fast die ganze Liga auch bis zum Schluss im Abstiegskampf, ein Trainerwechsel und der erneute Klassenerhalt unserer Damen in der Landesliga prägten ebenfalls die Saison.
Kampfmannschaft
| Trainer | Thomas Mühlparzer (bis November 2025), Amarildo Zela (ab Jänner 2026) |
| Tabellenplatz | 9 |
| Punkte | 33 |
| Erzielte Tore | 44 |
| Gegentore | 47 |
| Bester Torschütze | Adnan Nocic (9 Tore) |
| Meiste Einsätze | Patrick Schürz, Daniel Pils, Daniel Zauner (25 von 26 Partien) |
| Meiste gelbe Karten | Felix Hofmann (6) |
| Sonstiges | Platz 4 in der Rückrundentabelle, wenigste Gesamtpunkte seit Saison 2021/22 (damals Rang 9 mit 31 Zählern), letzter Platz in Auswärtstabelle |
Hinrunde Kampfmannschaft
Personell durfte der damalige Trainer Thomas Mühlparzer einige neue Gesichter beim Trainingsauftakt im Juli begrüßen. Mit den Verpflichtungen von Felix Bes (von Kirchberg), Sebastian Traxler, Daniel Pils (beide von St. Martin 1b), Daniel Zauner (von Rohrbach-Berg 1b) und Gregor Mühlparzer (Kooperationsspieler von Kirchberg bis Winter 2025) wurde auf die Abgänge von einigen jahre- bzw. jahrzehntelangen Stammspielern reagiert. Ersatztormann Reinhard Perndorfer wechselte zurück zu seinem eigentlichen Stammverein Wesenufer, Edhem Seperovic zog es in die Bezirksliga Ost zur Union Ansfelden und Stefan Hinterleitner bzw. Andreas Hofer beendeten ihre Karrieren, wobei Andreas Hofer im Laufe der Saison doch wieder zu einigen Einsätzen in der Reserve kam.

Bezirksliga Nord Rekordtorschütze Stefan Hinterleitner beendete seine Karriere, seine Torrekorde werden wohl noch Jahrzehnte halten

Edhem Seperovic verließ uns im Sommer 2025 ein zweites Mal, dieses Mal zu Ansfelden in die Bezirksliga Ost

Die Neuzugänge wurden sofort ins Team integriert, Daniel Pils führte unser Team im Frühjahr auch einige Male als Kapitän aufs Feld (Bild Copyright: Was tuat si)
Wohin die Reise gehen wird, war zu Beginn der Spielzeit 2025/26 noch unsicherer als in den vorherigen Jahren, denn neben den Kaderänderungen (junge, zum Teil noch unerfahrene Spieler ersetzten langjährige, konstante Leistungsträger) wurde auch die Liga bunt durchgemischt. Mit Oberneukirchen, Admira Linz und Naarn waren drei Teams neu dabei, gegen die es nur wenig Erfahrungswerte aus der jüngeren Vergangenheit gab und die Auslosung bescherte uns auch gleich die violetten Admiraner in Runde 1. Nach einer soliden Vorbereitung mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage war die Hoffnung auf einen positiven Saisonauftakt groß, auch die umfangreichen Kaderveränderungen beim Landesliga-Absteiger aus Linz sowie die Statistik (seit 2010 keine Niederlage in Runde 1 in der Bezirksliga) sprach für uns. Personell traten wir quasi in Bestbesetzung an, es fehlten damals lediglich die langzeitverletzten Thomas Pichler, Nico Wögerbauer und Manuel Pichler. Nachdem aufgrund einer Unwetterwarnung der geplante Tandemsprung mit Matchballübergabe abgesagt werden musste, gab es nach 90 Minuten die nächste Hiobsbotschaft – gegen einen durchaus schlagbaren Gegner ziehen wir mit 1:2 den Kürzeren, wie schon in der Vorbereitung wurden einige Defizite im Torabschluss offensichtlich. Auch in Runde 2 gegen Julbach blieben wir punkte- und dieses Mal sogar torlos, bei den Gegentreffern machten wir den Julbachern das Toreschießen auch nicht allzu schwer bzw. verteilten Geschenke.

Daniel Zauner mit Lufthoheit gegen Vorderweißenbach, sein Treffer Ende August führte zum ersten Punktgewinn der Saison (Bild Copyright: Was tuat si)
Wenn es spielerisch nicht läuft, kommen auch noch Verletzungen hinzu und die Frühphase vom Herbst war in dieser Hinsicht richtiggehend verflucht. Alexander Mühlparzer ging in Runde 2 verletzt runter, Jakob Pechmann musste nach Runde 3 eine mehrwöchige Pause einlegen, Martin Schinkinger verpasste nach einer Verletzung in Runde 4 die gesamte Hinrunde, Stefan Schürz und Manuel Schmerda gesellten sich nach Runde 5 endgültig zum Lembacher Lazarett. Positiv an dieser Phase war aber, dass endlich die ersten Punkte eingefahren wurden, in Vorderweißenbach retteten wir in der ersten Sonntagspartie der Saison ein 1:1 über die Zeit, gegen Katsdorf mussten wir in Runde 4 nach einer 3:0 Führung noch zittern, feierten schlussendlich mit einem 3:2 den ersten Sieg der neuen Spielzeit.
Das folgende Monat wurde dann zu einem ergebnistechnischen Auf und Ab, in Altenberg mussten wir wie so oft den Platz als Verlierer verlassen, gegen Oepping-Peilstein reichte es zu einem Punkt und die Partie gegen Haslach gaben wir nach einer komfortablen 0:2 Auswärtsführung in der Schlussphase noch aus der Hand. Seit der Partie in Runde 6 gegen Oepping-Peilstein hatte sich auch das Durchschnittsalter unserer Mannschaft deutlich erhöht, aufgrund der zahlreichen Verletzungen sprangen die Oldies Stephan Schinkinger und Christian Anreither in die Bresche und gehörten für den restlichen Herbst zum Stammpersonal. Mit ihnen wurden im Oktober dann auch die nächsten Saisonsiege eingefahren, St. Oswald/Fr. wurde zu Hause in einer hochdramatischen Partie mit 4:3 besiegt, gegen Arnreit folgte eine Woche später ein 1:2 Auswärtssieg, der in der Schlussphase mit zwei Mann mehr fixiert wurde. Der Punkt gegen Naarn Mitte Oktober sollte dann der letzte im Herbst gewesen sein, die letzten drei Partien gegen Freistadt, Oberneukirchen und Schweinbach wurden nach zum Teil erneut folgenschweren Fehlern in der Defensive allesamt verloren.

Stephan Schinkinger war vor der Saison für die Reserve vorgesehen, musste aber auch regelmäßig in der KM seinen Mann stehen (Bild Copyright: Union Arnreit)

Die Sorgenfalten von Thomas Mühlparzer wurden im Herbst immer größer, nach drei Niederlagen in Folge kam es nach der Hinrunde zur Trennung (Bild Copyright: Was tuat si)
Nach dem schwächsten Hinrunden-Ergebnis in der Bezirksliga seit vielen Jahren (Platz 10 mit zwölf Punkten, nur einen Punkt vor dem Tabellenletzten) endete im November 2025 auch die 2,5-jährige Amtszeit von Trainer Thomas Mühlparzer. Nach einer ca. einmonatigen Suche konnte mit Amarildo Zela ein Nachfolger präsentiert werden, der ehemalige Profi und albanische Nationalspieler gilt als absoluter Fußballexperte und angehender UEFA PRO Lizenz Besitzer und kam von der Union Taiskirchen zu uns. Unsere Spieler wurden sogleich mit einem Trainingsprogramm versorgt, welches bis zum offiziellen Trainingsauftakt am 13. Jänner zu absolvieren war und er installierte nach den ersten Vorbereitungsspielen mit Patrick Schürz auch einen neuen Kapitän. Auch sonst gab es in den organisatorischen Abläufen einige Änderungen und Professionalisierungen, u.a. wurde das Abschlusstraining immer auf den Tag vor dem Spiel verlegt.

Mitte Dezember hatte die Trainersuche ein Ende, Amarildo Zela übernahm mit seinem Sohn Amadeo unsere KM + Reserve
Rückrunde Kampfmannschaft
Nach einer intensiven Vorbereitung mit insgesamt acht Testspielen (drei mehr als in den Vorjahren) eröffneten wir die Rückrunde der Bezirksliga Nord mit einer Auswärtspartie am Linzer Bachlberg gegen Admira Linz. Die Bilanz aus den Testspielen war mit vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen durchaus positiv, wobei auch dort vereinzelt aufgefallen ist, dass uns einfach ein echter Knipser fehlt, der eiskalt unsere Chancen verwertet. Dies sollte sich dann auch gleich in den ersten Spielen zeigen, bei den beiden Unentschieden gegen Admira und Vorderweißenbach ließen wir gute Gelegenheiten aus, beim Sieg gegen Julbach sicherte uns ein Eigentor von Jonas Wagner drei Punkte. Der Tiefpunkt im Frühjahr war definitiv die 3:1 Auswärtsniederlage gegen die SPG Katsdorf, trotz fünf gesammelten Punkten in den ersten vier Frühjahrspartien rutschten wir auf Relegationsplatz 13 ab.

Eine Statistik in der niemand vorne mitmischen will – mit 47 Gegentreffern hatten wir gemeinsam mit Oberneukirchen die zweitmeisten der Liga
Diesen Rang hatten wir auch eine Runde später noch inne, nach dem Torspektakel gegen Altenberg (4:4, höchstes Unentschieden seit Beginn der elektronischen Datenerfassung zur Saison 2003/04) spitzte sich die Situation im Tabellenkeller immer mehr zu. Was dann folgte, hätten sich selbst die kühnsten Optimisten nicht zu hoffen gewagt, denn unsere Jungs setzten zu einem unfassbar starken Schlussspurt an, durch den wir in Runde 24 mit einem 3:1 Heimsieg gegen Freistadt frühzeitig den Klassenerhalt feierten. Davor gab es einen 0:4 Auswärtssieg gegen Titelkandidat St. Oswald/Fr. sowie drei Derbysiege gegen Oepping/Peilstein, Haslach (erster Derbysieg seit 2001!) und Arnreit, lediglich die Pfingstmontagspartie bei tropischen Temperaturen in Naarn ging in dieser Phase verloren.

5 Siege in 6 Partien von Ende April bis Ende Mai sicherten uns schlussendlich den Klassenerhalt (Bild Copyright: Was tuat si)
Die abschließenden Saisonspiele gegen Oberneukirchen und Schweinbach konnten aufgrund des fixierten Klassenerhalts sehr entspannt absolviert werden und dementsprechend waren auch die Leistungen. Sowohl gegen Oberneukirchen als auch gegen Schweinbach setzte es eine knappe 1:0 Niederlage, in der die Schiedsrichterentscheidungen nicht immer für uns waren, so wurde u.a. in der Schlussphase gegen Schweinbach ein wohl korrekter Treffer von Idris Sakic wegen Abseits aberkannt. Schlussendlich beendeten wir die Saison auf Rang 9 mit 33 Punkten, in der Rückrundentabelle lagen wir sogar auf Platz 4, die Mission „Klassenerhalt“, das erklärte Ziel zur Winterpause, wurde von Amarildo Zela und seinen Männern eindeutig erreicht. Mit Jonathan Altendorfer, Manuel Kainberger und teilweise Niklas Höfler, Moritz Kohel und Alexander Kindlmann wurden auch viele ehemalige Reservespieler bzw. Talente in die KM integriert, die das Vertrauen unseres Trainers mit guten Leistungen zurückzahlten.

Vor allem in den Derbys waren wir im Frühjahr erfolgreich, aktuell stehen wir bei fünf Derbysiegen in Folge (Bild Copyright: Was tuat si)
Die Liga war heuer vor allem im Mittelfeld so eng wie vielleicht noch nie, eine starke Frühjahrssaison (Platz 4 in der Rückrundentabelle) sicherte uns aber den Ligaverbleib, wodurch wir ab August in die neunte Bezirksligasaison in Folge gehen. Offensiv entwickelte sich Adnan Nocic zu einem starken Mittelstürmer, der Bälle halten, verteilen und auch Tore schießen kann, er war am Ende unser bester Saisontorschütze mit 9 Treffern, wird uns aber leider im Sommer Richtung Ansfelden verlassen. Auch die Neuzugänge Daniel Zauner, Daniel Pils, Sebastian Traxler und Ersatztormann Felix Bes entwickelten sich auf und neben dem Platz zu echten Verstärkungen und wir freuen uns, dass alle vier auch nächste Saison wieder für Lembach aktiv sein werden. Defensiv gab es in einigen Spielen Optimierungsbedarf, am Ende hatten wir mit 47 Gegentoren gemeinsam mit Oberneukirchen die zweitmeisten Gegentreffer der Liga, hier gab es aber auch oftmals aufgrund von Sperren oder Verletzungen notwendige Umstellungen bzw. war leider unser Schlussmann Markus Schinkinger oftmals nicht unbeteiligt. Von größeren Verletzungen blieben wir im Frühjahr glücklicherweise weitestgehend verschont, lediglich Bernhard Timpner brach sich gegen Julbach den Innenknöchel und verpasste die restliche Rückrunde. Die Spieler und Trainer gehen nun in eine verdiente (kurze) Sommerpause, der Auftakt in die neue Saison findet am Wochenende 14. – 16. August statt.

Mit neun Treffern war Adnan Nocic unser bester Saisontorschütze (Bild Copyright: Was tuat si)

Mit dem 3:1 Heimsieg gegen Freistadt wurde Ende Mai der Klassenerhalt fixiert
Reserve
| Trainer | Michael Kaltenhuber (bis November 2025), Amadeo Zela (ab Jänner 2026) |
| Tabellenplatz | 4 |
| Punkte | 36 |
| Erzielte Tore | 46 |
| Gegentore | 39 |
| Bester Torschütze | Jonathan Altendorfer (8 Tore – alle in der Hinrunde) |
| Meiste Einsätze | Alexander Kindlmann, Niklas Hinterleitner (21 von 22 Partien) |
| Meiste gelbe Karten | Dominik Barth, Jakob Bäuchler, Markus Hintringer, Niklas Höfler, Dominik Gabriel (je 2) |
Hinrunde Reservemannschaft
Die Kaltenhuber-Elf ging als amtierender Vize-Meister in die neue Saison und durfte sich nach einem Trainerwechsel weiterhin als Kaltenhuber-Elf bezeichnen, denn Wilfried Kaltenhuber zog sich als Übungsleiter zurück, sein Sohn Michael war nun alleinverantwortlich für unsere Reserve. Auch beim Spielermaterial gab es einige Änderungen, nicht mehr mit an Bord waren Tormann Reinhard Perndorfer (zu Wesenufer), Kenan Seperovic, David Wögerbauer (beide Karriereende) sowie Harald Wohlinger (verletzt bzw. Karriereende). Dafür wurden mit Moritz Kohel, Jonathan Altendorfer, Niklas Höfler, Niklas Hinterleitner, Milad Rasuli und Alexander Kindlmann junge Talente bzw. Kirchberg-Rückkehrer in die Mannschaft integriert, zudem nahm Kirchberg-Neuzugang Felix Bes den freien Platz zwischen den Pfosten ein.

Ab Sommer 2025 war Michael Kaltenhuber alleine für unsere Reserve verantwortlich
Weil die beiden Landesliga-Absteiger Admira und Naarn mit ihrer 1b in der 2. Klasse aktiv sind, hatte unsere Reserve über die gesamte Saison gesehen vier Spiele weniger zu absolvieren und stieg eine Woche später als unsere KM ins Geschehen ein. Der Auftakt war auch äußerst erfolgreich, die ersten drei Partien gegen Julbach, Vorderweißenbach und Katsdorf wurden gewonnen, Felix Bes blieb dabei 266 Minuten ohne Gegentor. Das wohl neben der Freistadt-Partie wohl schwächste Spiel im Herbst gab es in Runde 4 in Altenberg, bereits zur Pause lagen wir mit 4:0 zurück, der erste Treffer in der Lembacher Dress von Alexander Kindlmann in Durchgang Zwei führte zum 4:1 Endstand. Durch die verletzten KM-Spieler und die Nachrückungen von Stephan Schinkinger und Christan Anreither sowie dem Abgang von Maxi Cristea in seine Heimat Rumänien waren auch in der Reserve kreative Ideen gefragt. So wurden mit Gerhard Past, Andreas Hofer, Bernhard Bötscher, Jürgen Hötzendorfer, David Wögerbauer und Michael Lindorfer ehemalige Spieler wieder reaktiviert, gegen Altenberg halfen die Kirchberger Matthias Peherstorfer, Laurin Altendorfer und Laurenz Berger aus, außerdem feierte Manuel Pichler nach langer Verletzungspause im Herbst sein Comeback.

Ex-Kapitän David Wögerbauer hat seine Karriere eigentlich bereits beendet, wie einige andere ehemalige Spieler half er aber im Laufe der Saison bei Personalengpässen aus
Der September endete mit zwei 2:2 Unentschieden gegen Oepping-Peilstein und Haslach, der nächste volle Erfolg wurde Anfang Oktober mit einem 3:0 gegen St. Oswald/Fr. eingefahren, eine Woche später folgte der fünfte Saisonsieg mit einem 1:6 Auswärtssieg in Arnreit. Mit diesem Ergebnis mussten wir uns Ende Oktober im Nachtragsspiel gegen den späteren Herbstmeister aus Freistadt geschlagen geben, ehe es zum Jahresausklang ein Remis gegen Oberneukirchen und einen 2:3 Auswärtserfolg in Schweinbach gab, der den Schweinbachern den Herbstmeistertitel kostete. Diese Ergebnisse führten uns auf Platz 4 in der Hinrunde mit 21 Punkten, Jonathan Altendorfer (8) und Jakob Bäuchler (4) waren für ca. 50 % der 25 Treffer im Herbst verantwortlich.

Zehn Einsätze in der Reserve im Herbst reichten Jonathan Altendorfer zum besten Torschützen, an seine acht Tore kam kein anderer Spieler heran (Bild Copyright: Was tuat si)
Auch in der Reserve gab es nach der Hinrunde eine Veränderung am Trainerstuhl, diese hatte aber keine sportlichen, sondern private Gründe, denn Michael Kaltenhuber stand im Frühjahr 2026 aufgrund Hausbau nicht zur Verfügung. Sein Nachfolger für die Rückrunde wurde Amadeo Zela, der Sohn unseres KM-Trainers Amarildo, der internationale Fitnesstrainer sollte im Frühjahr dann sogar vereinzelt als Spielertrainer auftreten.
Rückrunde Reservemannschaft
Unsere Reserve startete mit einer Woche Verspätung und einem 0:0 gegen Julbach ins neue Jahr, das gesamte Frühjahr sollte zu einem Auf und Ab werden, in dem keine zwei Siege in Folge gefeiert werden konnten. Einem 5:3 Heimsieg gegen Vorderweißenbach folgte eine bittere 1:0 Niederlage in Katsdorf, ehe man Altenberg etwas überraschend mit 3:0 zu Hause schlug. Derbys waren im Frühjahr in der Reserve nicht unbedingt unsere Spezialität, die beiden Spiele gegen Oepping/Peilstein und Arnreit wurden verloren, gegen Haslach holten die Mannen von Amadeo Zela immerhin einen Punkt. Personell war die Situation im Frühjahr oftmals angespannt, die eigentlichen Kirchberger Laurin Altendorfer und Jan Pötscher waren nahezu immer im Einsatz, mit Gregor Mühlparzer, Julian Weidinger und Emilian Rabeder waren weitere Kirchberger zumindest vereinzelt in unserem Trikot zu sehen, auch auf Routiniers wie Michael Lindorfer, Harald Wohlinger und David Wögerbauer musste zum Teil regelmäßig zurückgegriffen werden.

Gregor Mühlparzer war im Herbst 2025 Kooperationsspieler in der KM, im Frühjahr spielte er in der Reserve gegen Freistadt und erzielte dort den Ehrentreffer (Bild Copyright: Union Arnreit)
Die Schlussphase der Saison war mit Duellen gegen die Topteams aus Freistadt und Schweinbach äußerst schwierig, nach einer Niederlage gegen den bereits feststehenden Reservemeister aus Freistadt wurde am vorletzten Spieltag mit einem 0:4 Auswärtserfolg in Oberneukirchen Platz 4 in der Tabelle endgültig fixiert, die Saison beendeten wir mit Bernhard Bötscher zwischen den Pfosten (drei Saisoneinsätze) und einem 2:2 Unentschieden gegen Schweinbach, wo wir erst in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierten.

Reserve-Dauerbrenner: Niklas Hinterleitner und Alexander Kindlmann waren in 21 von 22 Partien im Einsatz
Damen
| Trainer | Gerhard Gierlinger, Klaus Kalischko (bis November 2025) |
| Tabellenplatz | 9 bzw. durch die Auflösung vom SV Windischgarsten (Rückreihung ans Tabellenende) 8 |
| Punkte | 18 |
| Erzielte Tore | 23 |
| Gegentore | 60 |
| Beste Torschützin | Lena Ilk (12 Treffer) |
| Meiste Einsätze | Valentina Bauer (23 von 23 Partien) |
| Meiste gelbe Karten | Laura Kalischko (2 gelbe Karten) |
| Sonstiges | 14 von 18 Punkten wurden 2026 geholt, Platz 1 in der E24 Tabelle |
Hinrunde Damen
Saison Nr. 2 bestritten unsere Damen in der Landesliga und hatten auch für dieses Jahr das Ziel, im gesicherten Mittelfeld abzuschließen. Durch einige Besonderheiten hinsichtlich Auf- und Abstiege von Teams stand die endgültige Ligaeinteilung und der Spielplan erst spät fest, schlussendlich wurde die Landesliga aber aufgestockt und es kämpften zwölf Teams um Punkte und Siege. Für die Damen gab es dadurch drei völlig neue Gegnerinnen, mit den Ladies der SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach, dem SV Windischgarsten und mit den Nachbarinnen aus Altenfelden standen die ersten Duelle bevor. Kadertechnisch gab es wenig Veränderungen, Elisa Hofer und Marlene Schneeberger kehrten im Laufe der Hinrunde nach jeweils längerem Au-Pair Aufenthalt in den USA zurück zum Team, Pia Wöß und Lisa Witzersdorfer waren zudem Neueinsteigerinnen im Team von Gerhard Gierlinger und Klaus Kalischko.

Marlene Schneeberger und Elisa Hofer kamen im Laufe der Saison nach USA-Aufenthalten zurück und erkämpften sich rasch wieder ihren Stammplatz (Bild Copyright: kickerin.at)
Die Saison hätte dann für unsere Damen nicht besser beginnen können, in Runde 1 gab es dank Hannah Kiesl und Lena Ilk einen 0:2 Auswärtssieg in Aspach-Wildenau, Leonie Gerstl blieb dabei als einzige Torhüterin in Runde 1 ohne Gegentor. Die Euphorie währte aber nur kurz, nur fünf Tage später ging es ins erste Saisonderby, zu Hause wurden die Damen aus St. Stefan empfangen. Trotzte man den Bezirkskonkurrentinnen im Frühjahr 2025 nach 0:3 Rückstand noch ein 3:3 ab, ging im Herbst alles schief was schiefgehen konnte. Das 0:10 war die höchste Pflichtspielniederlage seit April 2023, als man sich auswärts LASK 1b mit 10:1 geschlagen geben musste. Nur sechs Tage später wurde die nächste Partie mit 0:10 zu Hause verloren, gegen das OÖ-Liga Spitzenteam aus Wallern/Krenglbach schmerzte das Ergebnis aber etwas weniger als noch wenige Tage zuvor im Derby.

Beim Zu-Null Sieg zum Saisonauftakt gegen Aspach-Wildenau war die Welt noch in Ordnung, es sollten anschließend aber bittere Wochen für unsere Damen folgen (Bild Copyright: kickerin.at)
In Runde 3 schienen die beiden Debakel wieder fast vergessen zu sein, in Linz wurde gegen die LSC Ladies beim 1:1 der vierte Saisonpunkt eingefahren, der dann aber für den Herbst schon der letzte Zähler gewesen sein sollte. Die folgenden acht Spiele in der Hinrunde wurden allesamt verloren, wobei unsere Damen vor allem in den letzten Saisonspielen knapp an einem weiteren Punkt dran waren. Gegen die SPG Aschach/Steyr/St. Ulrich Ternberg reiste man mit einer knappen 2:1 Niederlage wieder nach Hause, gegen die 1b der SPG Wallern/Krenglbach kassierte man das 0:1 erst in Minute 82, auch auswärts gegen Lochen stand es nach 75 Minuten noch 2:2, ehe das Endergebnis dann 5:2 lautete. Das absolute Highlight fand dann am 15. November statt, denn erstmals duellierten sich die Damenteams aus Lembach und Altenfelden. Bei starkem Nebel und teils regelwidrigen Bedingungen zeigten unsere Ladies eine mehr als beherzte Leistung und hielten lange stark mit, schlussendlich setzten sich die favorisierten Altenfeldnerinnen aber mit 3:0 durch. Am Ende der Hinrunde lagen unsere Damen auf Rang 11 mit vier Punkten, zwei Zähler vom Abstiegsplatz entfernt. Ähnlich wie bei den Herren wurde im Winter auch eine Anpassung auf der Trainerposition vorgenommen, Co-Trainer Klaus Kalischko beendete nach der Hinrunde seine Tätigkeit und es begann die lange (und noch immer nicht abgeschlossene) Suche nach einem Ersatzmann, Stephan Schinkinger übernahm sofern es sein Zeitplan zuließ zumindest aushilfsweise diese Funktion.

Trotz schlechtesten äußeren Bedingungen für viele das Karriere-Highlight – das Derby im Herbst gegen Altenfelden vor 630 Zuseherinnen und Zuseher (Bild Copyright: kickerin.at)
Rückrunde Damen
Personell wurde im Winter ein Kooperation mit der Union St. Peter fixiert, wodurch vor allem in den Vorbereitungsspielen einige Spielerinnen aus St. Peter bei uns im Einsatz waren, Emilia Gahleitner zählte bald zum Stammkader, zudem war auch Elisa Hofer nach ihrem Auslandsjahr und einige Kurzeinsätzen im Herbst in der Startelf wieder gesetzt. Dafür legte Lembach-Rekordspielerin Johanna Pühringer (meiste Einsätze im Lembacher Dress) im Frühjahr eine Pause ein und schnürt ab Herbst die Schuhe für die neue SPG Nebelberg/Oepping/Peilstein. Sportlich fanden unsere Damen nach einem enttäuschenden Herbst glücklicherweise wieder in die Spur und konnten gleich das erste Rückrundenspiel gegen Aspach-Wildenau mit 2:1 für sich entscheiden. Im Derby gegen St. Stefan sahen unsere Damen am nächsten Wochenende kein Land, die 5:0 Derbyniederlage war nach dem Heimsieg gegen Schlusslicht LSC Linz eine Woche später und zwei Remis gegen Peuerbach und Windischgarsten aber rasch vergessen, auch wenn bei den beiden Punkteteilungen sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Julia Peer kann den Gegentreffer gegen Peuerbach nicht mehr verhindern, am Ende wurde dennoch ein wichtiger Auswärtspunkt gefeiert (Bild Copyright: kickerin.at)
Durch die Ligareduktion von zwölf auf zehn Teams schwebte immer das Abstiegsgespenst über unserem Team, die einzige Gewissheit war, dass Rang 8 egal in welchem Szenario definitiv für den Ligaverbleib reichen wird. Bzgl. richtiger Ligazugehörigkeit wurde Ende April dann eher das gegnerische Team hinterfragt, die SPG Antiesenhofen ließ unseren Damen beim 7:0 keine Chance und wäre spielerisch wohl in der OÖ Liga besser aufgehoben. Klare Niederlagen wirkten sich in der Vergangenheit oft auf die Folgepartien aus, hier waren unsere Damen mental nach diesem Rückschlag aber stärker, in der nächsten Runde wurde auswärts in St. Oswald/Fr. ein Punkt geholt, danach beim 3:0 gegen die SPG Aschach der zweite Zu-Null Sieg der Saison gefeiert. Nach einer Niederlage in Krenglbach gegen die SPG Wallern/Krenglbach 1b und einer unglücklichen Punkteteilung zu Hause gegen Lochen ging es am letzten Spieltag ins aufgrund des Aufstiegs der Altenfeldnerinnen vorerst letzte Derby gegen die Nachbarinnen. Vor einem vollen Huamabergstadion gingen die Favoritinnen zwar mit 0:1 durch Mimi Höglinger in Führung, Laura Kalischko sicherte uns nur fünf Minuten später den Ausgleich und den ersten Punkt gegen ein Team aus dem Bezirk Rohrbach.
Einige Tage musste noch gezittert werden und es wurde regeltechnisch höchst kompliziert, denn es waren drei Teams (Aspach-Wildenau, Windischgarsten und wir) von Platz 8 – 10 punktegleich, wodurch grundsätzlich eine Mini-Tabelle mit den direkten Duellen erstellt wird, wo unsere Damen die meisten Punkte geholt haben. Weil aber die Partie der vorletzten Runde von Aspach-Wildenau wegen Nichtantretens strafverifiziert wurde, wurden die Braunauerinnen automatisch auf Rang 10 gereiht und die Mini-Tabelle entfiel bzw. zählte nur mehr das direkte Duell gegen Windischgarsten, was unsere Ladies verloren haben. Daher steht Endrang 9 zu Buche, weil sich aber das Damenteam aus Windischgarsten auf Platz 8 auflöst, werden diese automatisch ans Tabellenende gereiht, wodurch unsere Damen wieder auf Rang 8 aufrücken und auch nächstes Jahr definitiv in der Landesliga spielen.

Torfrau Wolfmayr am Boden, unsere Damen in Jubelstimmung – beim 1:1 gegen Altenfelden wurde zum Saisonabschluss erstmals ein Punkt in einem Derby geholt (Bild Copyright: kickerin.at)
Ausblick
Jetzt geht es erstmals in eine (kurze) Sommerpause, Trainingsbeginn für die neue Saison ist am Dienstag, 7. Juli, davor und danach stehen noch einige weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Es werden natürlich sowohl bei Damen als auch bei Herren wieder einige Testspiele absolviert, die Testspiele bei den Herren (Änderungen vorbehalten) bzw. einige weitere Termine wurden bereits fixiert:
- Freitag, 10. Juli 2026: Testspiel gegen die SPG Ulrichsberg/Klaffer (19:30 Uhr, in Ulrichsberg oder Klaffer)
- Samstag, 11. Juli 2026: Kleinfeldturnier (ab 13:00 Uhr)
- Freitag, 17. Juli 2026: Testspiel gegen Stahl Linz (19:30 Uhr, in Lembach)
- Samstag, 25. Juli 2026: Testspiel gegen Haibach (19:30 Uhr, in Lembach)
- Freitag, 31. Juli 2026: Testspiel gegen Natternbach (19:30 Uhr, in Natternbach)
- Samstag 1. August 2026: Internationaler Ladies Cup (ab 14:00 Uhr)
- Freitag, 7. August 2026: Testspiel gegen die SPG Wallern/1b (19:30 Uhr, in Lembach)
- Freitag, 14. – Sonntag 16. August 2026: Meisterschaftsauftakt (je nach Auslosung, bevorzugter Spieltermin Freitag)
- Samstag, 31. Oktober 2026: Halloween-Party am Sportplatz (ab 19:00 Uhr, je nach Spielplan)
- Samstag, 12. Dezember 2026: Punschstand am Marktplatz (ab 16:00 Uhr)
- Sonntag, 27. – Mittwoch, 30. Dezember 2026: Nachwuchshallenturnier in der Alfons-Dorfner Halle (täglich ab 08:30 Uhr)


