Siegserie endet beim Tabellenführer
Pfingstmontag um 17:00 Uhr nach Naarn – eine etwas unglückliche Ansetzung, die aber aufgrund der Copa Pele im Naarner Donauwell-Stadion am Pfingstsamstag aus Sicht der Gastgeber alternativlos war. Für alle Fans rollte aber immerhin erstmals in diesem Jahr ein Fanbus und machte die Anreise bequem und unkompliziert. Beim ersten Montagspflichtspiel seit fast genau 20 Jahren (Heimspiel im Juni 2006 gegen ebenfalls Naarn) trafen wir als beste Rückrundenmannschaft auf den Tabellenführer, der nach dem Sieg von St. Oswald/Fr. dringend Punktezuwachs brauchte. Alles war angerichtet für das Spitzenspiel, welches aufgrund der hohen Temperaturen aber nur schleppend in die Gänge kam und uns die erste Niederlage nach vier Siegen brachte.
Hälfte Eins:
Personell fehlte neben dem gesperrten Adnan Nocic auch Vizekapitän Daniel Pils, der leicht angeschlagen war (also verletzungsbedingt, ansonsten war er topfit!), die Reise nach Naarn aber mit dem Bus als Fan antrat. Bei schon hochsommerlichen Temperaturen suchte unser Coach Amarildo Zela bewusst die wenigen schattigen Stellen im Donauwell-Stadion für das Aufwärmprogramm, besser ins Spiel fanden aber dennoch die Gastgeber, wenn auch nur sehr langsam. In Minute 10 wird ein erster Vorstoß über Daniel Schützenberger und Florian Mairböck notiert, der Konter wird aber schließlich von Patrick Schürz unterbunden. Auch in Minute 18 folgt noch kein Abschluss, Max fängt einen Stangler von Florian Mairböck ab, nachdem dieser zuvor Felix Hofmann auf der linken Seite stehen gelassen hat. Der erste tatsächliche Abschluss geht auf unser Konto, Sebastian Traxler probiert es mit einem Weitschuss Richtung rechtes Kreuzeck, der Ball geht aber über das Tor. Es war irgendwie eine ganz seltsame Partie, beide Mannschaften kämpften verständlicherweise mit der Hitze und es kam kaum ein Spielfluss zustande, mehr Ballbesitz hatten aber die Heimischen, die in zwölf Heimspielen erst fünf Gegentreffer kassiert haben. In Minute 31 wehrt Max einen Direktfreistoß von Oliver Peterseil zur Ecke ab, zwei Minuten später war die Fahne von Assistent Josip Lukic ob, nachdem Florian Mairböck quasi alleine vor unserem Tor aufgetaucht ist. Zuvor wurde unser Trainer Amarildo Zela bereits zum Wechseln gezwungen, Manuel Kainberger fiel nach einem Zweikampf unglücklich auf die rechte Schulter und wurde von Alexander Mühlparzer ersetzt.
Vor allem unsere Offensive tat sich an diesem Pfingstmontag sehr schwer und es fehlte ein Spielertyp wie Adnan Nocic, der den Ball auch einmal halten bzw. seinen Körper gegen die großgewachsenen Verteidiger einsetzen kann. Und so war es dann irgendwie nicht verwunderlich, als wir in Minute 36 das 1:0 kassieren. Der quirlige Julian Kollingbaum zieht auf Höhe 16er von der rechten Seite zur Mitte und bringt den Flachschuss, den Max seitlich abwehrt, wo Paul Hintersteininger abstauben will, es aber zu einem Pressball mit Patrick Schürz kommt, wodurch der Ball zentral vor dem Tor und vor den Beinen von Florian Mairböck landet, der nur mehr einschieben muss. Wir werden nur mehr über eine Standardsituation gefährlich, nach einem Zauner-Freistoß von der rechten Seite verpasst Felix Hofmann an der zweiten Stange. Pausenstand 1:0.
Hälfte Zwei:
Die zweite Hälfte begann dann nahezu wie der erste Durchgang, es gab kaum Torraumszenen und wenn dann vor allem über ruhende Bälle, so wie in Minute 56, als Stefan Taferner wie Felix Hofmann am Ende der ersten Hälfte an der zweiten Stange einen Freistoß von rechts verpasst. In Minute 64 dann eine vorentscheidende Szene, Florian Mairböck macht die perfekte Spielverlagerung auf die rechte Seite, Julian Kollingbaum schießt, Sebastian Traxler blockt den Ball zur Ecke, wo uns die Gastgeber dann aussehen lassen, als ob wir bereits einen Sonnenstich hätten. Wir verschlafen komplett, dass der Corner von rechts kurz abgespielt wird, Daniel Schützenberger lässt relativ einfach Alexander Mühlparzer aussteigen, Max verpasst den Stangler und Oliver Peterseil braucht das runde Leder aus zwei Metern nur mehr über die Linie drücken. Naarn war den drei Punkten schon relativ nahe, allerdings nur kurzzeitig, denn quasi aus dem Nichts gelingt unserer Elf auch der erste Treffer des Tages, der gleichzeitig auch unser erstes Tor im Donauwell-Stadion seit 20. August 2005 war. Daniel Zauner führt von rechts einen Freistoß aus, der im Strafraum von Florian Mairböck per Kopf an die zweite Stange verlängert wird, wo sich Idris Sakic gegen seinen Gegenspieler durchsetzt und ins lange Eck einschießt.
Wir können aber das Momentum nicht nutzen (obwohl von der Tribüne viel energetische Unterstützung ausgegangen ist, Thomas „Gust“ Höltschl trug nämlich erstmals das neue Trikot vom 1. FC Hanrieder Ghetto mit pranatischem Hauptsponsor), vielmehr war unser Treffer die letzte notierte Chance im restlichen Spiel. Die Gastgeber werden dafür vier Minuten nach unserem Anschlusstreffer über den eingewechselten Noah Pilz gefährlich, sein Abschluss geht aber deutlich drüber. Doppelchance dann rund um Minute 75 für die Schwarz-Weißen, zunächst prüft Julian Kollingbaum mit einem wuchtigen Schuss von der Seite Max, wenige Augenblicke später verpassen Noah Pilz und Florian Mairböck nach Flanke von Kapitän Alexander Grinninger. Bestens aufgelegt in 1 gegen 1 Situation war an diesem Montag unser Schlussmann Markus Schinkinger, der mit gewissen Aktionen für kleine Herzinfarkte im Lembacher Fansektor sorgte. In Minute 86 geht es beinahe schief, nach einem riskanten Einsatz gegen Julian Kollingbaum am rechten Sechzehnereck kann unser Schlussmann den Abschluss von der Seite aber doch noch entschärfen. Mit dem Schlusspfiff macht er aber dann den einen Haken zu viel, Noah Pilz schnappt sich den Ball, Max versucht den Stürmer noch zu Fall zu bringen, der junge Naarner Angreifer strauchelt zwar, bleibt aber auf den Beinen und muss den Ball nur mehr ins leere Tor zum 3:1 Endstand einschieben.
Fazit:
Unsere Siegesserie ist gerissen, nach vier vollen Erfolgen müssen wir den Platz wieder als Verlierer verlassen und können weiterhin in Naarn nicht gewinnen. Nach dem langen Wochenende und den hohen Temperaturen war es von beiden Teams ein überschaubar gutes Bezirksligaspiel, der zweite und dritte Treffer von Naarn wäre aber vermeidbar gewesen. In Summe geht der Sieg von Naarn aber definitiv in Ordnung, wir waren vor allem in der Offensive viel zu harmlos. Das Spiel sollte möglichst schnell abgehakt werden und viel Zeit bleibt ohnehin nicht, denn bereits am Freitag wartet mit dem SV Freistädter Bier der nächste Gegner bei vermutlich angenehmeren Temperaturen, wo wir hoffentlich an unsere kämpferische und spielerische Hochform der vergangenen Wochen wieder anschließen können.
Reserve:
Weil die Reserve von Naarn in der 2. Klasse Nordost aktiv ist, gab es diese Runde kein Reservespiel, weiter geht es dann am kommenden Freitag um 17:30 Uhr gegen den Tabellenführer aus Freistadt.
Damen:
Unsere Damen waren ein bereits letztes Mal in dieser Saison das Auswärtsteam, am Samstag wurde die Reise in den Inno-Aktiv Park vom SV Krenglbach angetreten. Die dortigen Gegnerinnen, die SPG Wallern/Krenglbach 1b war wie so oft schwer einzuschätzen, wie bei 1b Teams so üblich gab es auch hier im Vorfeld die Befürchtung, dass einige Spielerinnen aus der OÖ Liga „herunterspielen“ und die Punktemitnahme aus dem Bezirk Wels-Land ein schwieriges Unterfangen werden könnte. Dies bestätigte sich glücklicherweise nicht (vermutlich auch deswegen, weil die KM von Wallern/Krenglbach Relegation in die zweite Bundesliga spielt und hier die Verletzungsgefahr zu groß gewesen wäre), die Gastgeberinnen erwischten aber dennoch den besseren Start. Nach zwei Minuten bringt Joseline Mistlbacher von rechts einen Corner, Sabrina Feischl befördert den Ball mit der Stirn an die Querlatte, den Abpraller klärt Elisa Hofer quasi in die Arme von Leonie Gerstl. Die schnelle und beste Saisontorschützin Ayoka Morgan zieht in Minute 7 im Strafraum ab, Leonie Gerstl wehrt mit den Fäusten ab, Sabrina Feischl will den Abpraller verwerten, Marlene Schneeberger blockt aber diesen Ball. Zwei Minuten später entwischt die pfeilschnelle Lena Ilk am rechten Flügel ihre Bewacherin, ihren Querpass auf Emilia Gahleitner erwischt aber eine Verteidigerin und klärt die Situation. Bei zumindest gefühlt hochsommerlichen Temperaturen hat die SPG Wallern/Krenglbach 1b die nächsten Halbchancen, einen Schuss von Sabrina Feischl fälscht Hannah Kiesl zur Ecke ab, nach einem Solo von Melanie Hudler stoppt Carolina Stöttner die Flügelspielerin im Strafraum. In Minute 29 ertönte dann erstmals „Your Love“ von The Outfield im Stadion, Melanie Hudler mit der perfekten Spielverlagerung über unsere Defensive auf die rechte Seite, dort nimmt sich Anna Hötzmanseder den Ball mit und trifft flach ins linke untere Eck. Das Gegentor war ein Weckruf für unsere Damen, die ab sofort besser ins Spiel fanden, in Minute 32 steht Lena Ilk nach starker Vorarbeit von Laura Kalischko aber im Abseits, zwei Eckbälle rund um Minute 40 führen leider auch zu keinem Torjubel unsererseits. Dafür erwischen uns die Heimischen konträr zu den Temperaturen vor der Pause eiskalt, zunächst haben wir Glück, dass Melanie Hudler nach einem Ballverlust von Marlene Schneeberger zu überhastet abschließt, eine Minute später faustet Leonie Gerstl einen Eckball weg, über Umwege bekommt Joseline Mistlbacher die zweite Chance und bringt leider die perfekte Flanke in die Schnittstelle, wo Sabrina Feischl per Kopf zuschlägt. Bitterer Pausenstand: 2:0.
Der Beginn der zweiten Hälfte war dann ein Hin und Her, zunächst blockt unsere Mauer einen Freistoß von Joseline Mistlbacher, direkt im Gegenzug hat Torfrau Jasmin Brunmayr einen Schuss von Lena Ilk erst im Nachfassen, Emilia Gahleitner kommt nicht mehr an den Abpraller. Eine Minute später bedient Laura Schinkinger Lena Ilk mustergültig im 16er, ihr Schuss wird aber in der Box von einer Verteidigerin geblockt. Bei einem Schuss von Melanie Hudler in Minute 53 ist Carolina Stöttner noch entscheidend dazwischen, ehe dann zehn Minuten keine Chancen notiert werden. Die nächste Gelegenheit führt dann aber zum viel umjubelten Anschlusstreffer, nach einem Einwurf von Hannah Kiesl wird der Ball von Emilia Gahleitner und Lena Ilk quer gespielt, ehe Sandra Keil am 5er den Ball kompromisslos verwertet. Für die erste Torschützin der Lembacher Vereinsgeschichte ihr erstes Saison- und zweites Landesligator. Eine Minute später bringt Hannah Kiesl wieder über die linke Seite die Flanke, Lena Ilk steht aber im Abseits. Nach dem Treffer gab es chancentechnisch zehn Minuten Leerlauf, ehe Sarah Schiffelhuber eine Flanke bringt, die Leonie Gerstl noch entscheidend erwischt, wodurch die zur Halbzeit eingewechselte Emma Kreindl an der zweiten Stange nicht an den Ball kommt. Unsere Torschützin tritt in Minute 78 einen Eckball, Elisa Hofer ist etwas in Rücklage und kann den Ball nicht entscheidend Richtung Tor bringen. Eine Minute fällt dann die Vorentscheidung, nach einem weiten Ball in die Spitze trifft die herauslaufende Leonie Gerstl Ayoka Morgan beim Klärungsversuch, diese erwischt den Ball noch kurz vor der Grundlinie und zieht scharf von rechts ab, Leonie Gerstl kann im Zurücklaufen den Ball nur mehr ins eigene Tor abwehren. Im Anschluss versuchen es die beiden eingewechselten Anna-Sophie Berger und Magdalena Pouillard noch mit Schüssen, die aber beide Leonie Gerstl entschärfen kann. Die letzte Aktion gehört unseren Damen, Sandra Keil bedient mustergültig Lena Ilk, ihr Schuss wird aber zur Ecke geblockt, die dann nichts mehr einbringt. Im vierten Pflichtspiel leider die vierte Niederlage gegen die SPG Wallern/Krenglbach 1b, wie im Hinspiel wären aber auch am Samstag Punkte evtl. möglich gewesen. Kopf hoch, die nächste Chance gibt es bereits kommenden Samstag vor Heimpublikum gegen Lochen.
Nachwuchs – U15:
Unsere U15 hatte Pause, weiter geht es mit einem Heimspiel am Mittwoch, 27. Mai 2026 um 19:00 Uhr gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen.
Ausblick:
Bereits am kommenden Freitag steht das nächste Match auf dem Programm, unsere Mannschaften treffen zu Hause auf einen kleinen Angstgegner, gegen den SV Freistädter Bier haben wir historisch betrachtet eine eher überschaubare Bilanz. Wie man Angstgegner bezwingt, haben wir aber heuer im Frühjahr beim verdienten Derbysieg gegen Haslach eindrucksvoll unter Beweis gestellt und nach der Niederlage in Naarn wollen unsere Jungs sicher eine Reaktion zeigen. Gespielt wird am Freitag, 29. Mai 2026 um 17:30 Uhr (Reserve) + 19:45 Uhr (KM). Einen Tag später bestreiten unsere Damen ebenfalls ihr vorletztes Heimspiel der Saison, zu Gast im Huamabergstadion sind die Ladies aus Lochen, die bisher zweimal für Cupspiele in Lembach waren und diese Partien beide verloren haben. Gespielt wird am Samstag, 30. Mai um bereits 14:00 Uhr. Im Anschluss bzw. am Abend wird das Champions League Finale in der Kantine übertragen. Wir freuen uns auf euren Besuch an diesen beiden Tagen!



