Zweitweiteste Auswärtsfahrt der Saison

Erneut müssen etliche Kilometer zurückgelegt werden, um unseren nächsten Matchort zu erreichen, nach der weitesten Auswärtsfahrt der Saison gegen St. Oswald/Fr. (ca. 76 km) vor zwei Wochen geht es am Pfingstmontag ins ca. 73 km entfernte Naarn im Bezirk Perg. Aber Moment mal – Montag?! Ja richtig gelesen, weil Naarn am Wochenende die Copa Pele zu Gast hat, spielen wir am statistisch betrachtet seltensten Wochentag, der Montag musste zuletzt vor fast genau 20 Jahren bei einem Pflichtspiel unserer Kampfmannschaft als Spieltag herhalten. Und jetzt wird es fast ein bisschen skurill (oder kitschig): Der damalige Spieltag? Pfingstmontag, 5. Juni 2006. Der damalige Gegner? Ausgerechnet die Union Naarn. Das Endergebnis? Ein 3:1 Heimsieg nach Treffern von Ernst Richtsfeld, Marek Kroneisl und Stefan Hinterleitner. Wir hätten nichts dagegen, wenn wir diese „Montag-Siegesserie“ fortsetzen könnten, der Gegner ist aber der aktuelle Tabellenführer der Bezirksliga Nord, der in mehreren Statistiken die klare Nr. 1 ist.

Gegner-Check:

Die Kragl-Elf führt als Landesliga-Absteiger die Tabelle der Bezirksliga Nord an, hat die wenigsten Niederlagen der Liga, die mit Abstand wenigsten Gegentore kassiert und liegt auch in der Heimtabelle auf Platz 1, dort mit fünf Punkten Vorsprung auf St. Oswald/Fr. Der Herbstmeister ist aber im Frühjahr doch etwas verwundbarer als noch in der Hinrunde, in der Rückrundentabelle liegen die Schwarz-Weißen „nur“ auf Rang 5, drei der vier Saisonniederlagen (gegen St. Oswald/Fr., Arnreit und Julbach) kassierte man 2026. Besonders empfindlich war die 5:2 Auswärtsniederlage letzte Runde im „kleinen“ Julbacher Meranstadion, noch dazu mussten die Naarner dort auch auf Stammtorhüter Michael Froschauer verzichten. Ebenfalls erwähnenswert ist die für einen Tabellenführer verhältnismäßig unauffällige Offensive, 35 erzielte Treffer sind in der Liga max. ein Durchschnittswert, selbst der Tabellenelfte aus Vorderweißenbach hat zwei Tore mehr erzielt. Wie erfolgreich man aber auch mit eher weniger eigenen Treffern sein kann, untermauert aber der aktuelle Tabellenplatz der Gastgeber, die besten Torschützen sind Daniel Schützenberger und Florian Mairböck mit je fünf Saisontoren. Defensiv ist das Donauwell-Stadion eine schwer einnehmbare Festung, in sieben von zwölf Heimspielen spielten die Hausherren zu Null, mehr als ein Gegentor hat man in dieser Saison zu Hause noch nicht kassiert, logischerweise soll diese Serie auch im bereits letzten Naarner Heimspiel des Jahres fortgesetzt werden.

Historische Bilanz:

Nur bedingt aussagekräftig ist die historische Bilanz, in der Naarn mit vier Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen aus neun Partien leichte Vorteile hat. Wenig aussagekräftig deswegen, weil das 1:1 Remis im Herbst 2025 das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit ca. 7,5 Jahren war und die Mannschaften somit wenig vergleichbar sind. Der letzte Sieg von Naarn im direkten Duell war unsere 0:5 Heimniederlage im Juni 2018 am Ende unserer damaligen Landesliga-Saison, unser letzter Sieg liegt fast 20 Jahre zurück, im September 2007 setzten wir uns nach einem Eigentor von Naarns Josef Huber und einem Treffer von Stefan Hinterleitner ebenfalls in der Landesliga zu Hause mit 2:1 durch. Im Donauwell-Stadion war das Tor bei unseren letzten Auftritten aber wie verriegelt, in den letzten drei Spielen in Naarn (2:0 Niederlage im November 2017, 3:0 Niederlage im April 2008, 0:0 im Juni 2007) gelang uns kein Treffer, der letzte Torschütze in Naarn ist (wer könnte es anderes sein) Stefan Hinterleitner, der bei unserer 3:1 Niederlage im August 2005 den Ehrentreffer erzielte. Die besten Torschützen im direkten Duell sind Cem Aygün und Mario Pfeiffer bzw. Stefan Hinterleitner und Marek Kroneisl mit je drei Treffern, einziger noch aktiver Torschütze auf unserer Seite ist Jakob Pechmann, der beim 1:1 im Hinspiel erfolgreich war.

Unsere Formkurve:

Vier Siege in Folge haben uns im Abstiegskampf etwas Luft verschafft, weil aber fast alle Mannschaften aus dem Tabellenkeller ebenfalls regelmäßig punkten, dürfen wir uns trotz 30 Zählern weiterhin nicht ausruhen, Platz 12 liegt nach wie vor nur drei Punkte entfernt. Dasselbe gilt aber auch fast für die andere Richtung, derzeit fehlen nur fünf Punkte auf die drittplatzierten Haslacher, die aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben. Verstecken brauchen wir uns aber 2026 definitiv nicht, wir führen derzeit sogar die Rückrundentabelle an und können hier durchaus beeindruckende Statistiken vorweisen, die nach der bescheidenen Herbstsaison kaum einer für möglich gehalten hätte. Vier Runden vor Schluss haben wir bereits sechs Punkte mehr gesammelt als im gesamten Herbst, gemeinsam mit Vorderweißenbach haben wir die wenigsten Niederlagen 2026 (nur je eine), mit 22 Toren verfügen wir auch über die gefährlichste Offensive im neuen Jahr. Eine wichtige Offensivkraft fehlt aber in Naarn, unser bester Saisontorschütze Adnan Nocic wurde nach seinem Ellbogencheck gegen Arnreit für ein Spiel gesperrt und ist somit erst in Runde 24 bei der Partie gegen Freistadt wieder einsatzberechtigt. Aufpassen im Saisonendspurt heißt es indessen für Patrick Schürz, Martin Schinkinger und Idris Sakic, die alle bei aktuell vier gelben Karten stehen.

Schiedsrichter:

Ein für beide Teams völlig unbekannter Schiedsrichter wurde mit der Spielleitung betraut, Marinko Golub sorgt am Pfingstmontag für die Einhaltung der Spielregeln. Seine Assistenten werden Philipp Leonhartsberger und Josip Lukic sein.

Reserve:

Weil die Reserve von Naarn in der 2. Klasse Nordost aktiv ist, entfällt das Vorspiel, weiter geht es für die Mannschaft von Amadeo Zela mit dem Heimspiel gegen den überlegenen Tabellenführer aus Freistadt am Freitag, 29. Mai um 17:30 Uhr.

Spielort und Uhrzeit:

Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison steigt am Pfingstmontag, 25. Mai 2026 um 17:00 Uhr im Donauwell-Stadion von Naarn. Egal ob mit dem Fanbus (Abfahrt 14:15 Uhr am Marktplatz in Lembach – Anmeldungen bei Michael Rotter), dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß (;)), wir freuen uns auf eure Unterstützung im Bezirk Perg beim Tabellenführer.

Damen:

Ist es für unsere Herren erst das vorletzte Auswärtsspiel, sind unsere Damen kommendes Wochenende bereits ein letztes Mal in dieser Saison auf fremdem Terrain gefordert, diese reisen in den Bezirk Wels-Land und treffen in Krenglbach auf die SPG Wallern/Krenglbach 1b. Noch mysteriöser als die Frage wer Jack The Ripper war, wo das Bernsteinzimmer ist oder wo Atlantis versunken liegt, ist jedes Jahr die Frage, wie viele Auf- und Absteigerinnen es in den jeweiligen Damenligen gibt. Und hier gibt es durchaus positive Informationen für unsere Ladies, wodurch ein Landesliga-Verbleib immer wahrscheinlicher wird. Die Ligagröße in der OÖ Liga und der Landesliga soll nächste Saison zehn Teams betragen, laut aktuellen Informationen ziehen sich die LASK Juniors, die Absteigerinnen aus der OÖ Liga (die heuer „nur“ eine 9er-Liga ist/war), vom Spielbetrieb zurück und stellen eine U16, wodurch von der OÖ Liga kein neues Team in die Landesliga hinzukommt. Weil auch in der OÖ Liga nächste Saison zehn Teams sein sollen, wird es bereits ziemlich sicher zwei Aufsteigerinnen geben (aktuell St. Stefan und Altenfelden), sollte OÖ Liga Meister Wallern/Krenglbach die Relegation gewinnen, würden sogar drei Teams (aktuell auch noch die SPG Antiesenhofen) aus der Landesliga in die OÖ Liga aufsteigen.

Durch die zwei bzw. drei Aufsteigerinnen und weil auch aus den beiden Frauenklassen voraussichtlich nur je ein Team aufsteigt, würde sich folglich auch die Anzahl der Absteigerinnen von der Landesliga in die Frauenklasse reduzieren und mittlerweile reicht ziemlich sicher Platz 9 (den unsere Damen derzeit inne haben) oder 10 bzw. im Fall des Aufstiegs von Wallern/Krenglbach auch unter Umständen Rang 11 für den Klassenerhalt. Rang 10 hat derzeit übrigens Windischgarsten inne, wo die sportliche Zukunft ähnlich wie bei LSC Linz noch nicht final geklärt ist. Endgültige Gewissheit wird es aber erst mit 1. Juni (Nennschluss für alle Teams für die kommende Saison, in den letzten Jahren kam es auch öfters zu einem Aufstiegsverzicht, der aktuell nicht vorhersehbar bzw. einplanbar ist) bzw. Mitte Juni nach den Relegationsduellen geben. Die Situation bleibt noch etwas vage, unsere Damen können aber mit weiterem Punktezuwachs am Samstag diese Diskussion ohnehin beenden und damit widmen wir uns den kommenden Gegnerinnen.

Die SPG Wallern/Krenglbach 1b steht auf Platz 5 der Tabelle, hat mit einem Torverhältnis von 34:29 aber „nur“ die siebtbeste Offensive der Liga, die besten Torschützinnen sind Ayoka Morgan und Anna Wastlbauer mit je sieben Saisontoren. Historisch betrachtet zogen unsere Damen in allen vier bisherigen Duellen den Kürzeren, drei der vier Partien verloren wir zu Null, den bis heute einzigen Treffer gegen die Buchner-Elf erzielte Lena Ilk beim ersten Aufeinandertreffen im August 2024 bei unserer 1:4 Heimniederlage. Im Herbst waren wir knapp am ersten Punktgewinn dran, ein später Treffer von Anna-Sophie Berger führte aber zu einer 0:1 Niederlage vor eigenem Publikum. In der Rückrundentabelle stehen die Gastgeberinnen aber auf Rang 3 und gaben nur gegen die Top 3 der Gesamttabelle Punkte ab. Unsere Ladies haben sich im Frühjahr aber im Mittelfeld der Landesliga festgesetzt und stehen in der Rückrundentabelle auf dem guten 6. Platz, nur vier Punkte hinter der SPG Wallern/Krenglbach 1b. Die einzigen beiden Niederlagen 2026 kassierte man auswärts gegen die beiden Topteams aus St. Stefan und gegen die SPG Antiesenhofen, im fünften Anlauf soll nun der erste Auswärtssieg des Jahres eingefahren werden. Offensiv wird wieder vieles von Kapitänin Lena Ilk abhängen (zehn der 19 Saisontore gehen auf ihr Konto), zuletzt haben aber auch Laura Kalischko und Premierentorschützin Emilia Gahleitner gezeigt, dass im Angriffsdrittel mit ihnen zu rechnen ist. Gespielt wird am Samstag, 23. Mai um 15:30 Uhr im Inno-Aktiv Park vom SV Krenglbach. Unsere Damen freuen sich über Unterstützung beim letzten Auswärtsspiel der Saison!

Nachwuchs – U15:

In der Pfingstwoche pausiert unsere U15, weiter geht es für die Vollert-Elf am Mittwoch, 27. Mai 2025 um 19:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen.