Aktuelles

Niederlage im letzten Auswärtsspiel

Erstmals seit November 2011 bestritten wir wieder eine Partie am Fußballplatz in Oberneukirchen, auf dieser für viele neuen Anlage wanderten wir auf den Spuren von Vereinslegende Sascha Berger, der beim damaligen 0:1 Auswärtserfolg der letzte Lembacher Torschütze in Oberneukirchen war. Nach dem fixierten Klassenerhalt konnten beide Teams grundsätzlich befreit aufspielen, der Sprung auf Rang 3 im Endklassement war vor der Partie sowohl für uns als auch für Oberneukirchen noch möglich. Nach der Partie dürfen nur noch die Gastgeber davon träumen, in einer durchschnittlichen Bezirksligapartie müssen wir uns auswärts wie so oft geschlagen geben.

Hälfte Eins:

Personell konnte Chefcoach Amarildo Zela fast aus dem Vollen schöpfen, Manuel Kainberger kehrte nach seiner Schulterzerrung wieder zurück, lediglich Offensivakteur und Standardspezialist Daniel Zauner fehlte gelbgesperrt. Aufgrund des fehlenden Flutlichts und des Schlechtwetters am Nachmittag wurde die Partie um 15 Minuten vorverlegt, nach nicht einmal zwei gespielten Minuten prüft Stefan Schürz via Direktfreistoß gleich einmal Goalie Timo Ruckendorfer aus 18 Metern, nach zehn Minuten machen sich die Hausherren erstmals bemerkbar, Max ist knapp vor Johann Huemer am Ball. In den Minuten 15 und 20 wird zweimal Jonathan Altendorfer im Strafraum gesucht und gefunden, in beiden Aktionen kommt er aber nicht entscheidend zum Abschluss bzw. wird sein Versuch geblockt. Ab Minute 20 wird die Meindl-Elf dann auch immer präsenter und gefährlicher, einen Schuss von Johannes Ratzenböck blockt Patrick Schürz noch entscheidend ab, in Minute 28 wird ein Weitschuss von Niklas Maureder zum gefährlichen Aufsitzer, den Max nicht festhalten kann, Johann Huemer trifft den zweiten Ball nicht richtig.

In Minute 31 wird ein Eckball von Thomas Pammer scheinbar zu weit, Nico Pröll bringt den Ball aber an der seitlichen Strafraumgrenze nochmal gefährlich ins Zentrum, ehe der Ball scheinbar geklärt wird. Denn kurze Zeit später wird die Kugel von links gefährlich an die erste Stange gespielt, Julian Grasböck legt im 5-Meter-Raum zurück bzw. quer zu Johannes Ratzenböck, der aus ca. acht Metern eiskalt einschießt. Glück dann in Minute 40, Samuel Eibensteiner hat im Strafraum nach einem Corner keinen Bewacher, erwischt den Ball aber knapp nicht per Kopf. Gegen Ende der ersten Hälfte haben wir uns wieder etwas erfangen und finden auch Chancen vor, in zwei Szenen wird wie zu Beginn der quirlige Jonathan Altendorfer gesucht und gefunden, er kommt aber jeweils nicht entscheidend zum Torschuss. Auch Idris Sakic hat eine Doppelchance, nach einer Ecke von Adnan Nocic verpasst er um Zentimeter den Ball, bei der folgenden Maßflanke von Sebastian Traxler trifft er das Spielgerät per Kopf, der Ball geht aber knapp an der rechten Stange vorbei. Pausenstand 1:0.

Hälfte Zwei:

Die zweite Hälfte begann äußerst ereignisarm, wir waren zwar die etwas aktivere Mannschaft, es dauerte aber bis Minute 68 und zur ersten echten Torchance. Sebastian Traxler zirkelt eine Flanke auf Adnan Nocic, sein Kopfball geht rechts am Tor vorbei. Einige Minuten zuvor holte sich Martin Schinkinger sein frühzeitiges Saisonende-Papier, nach einem Foul sah er die 5. gelbe Karte der laufenden Spielzeit und fehlt beim letzten Heimspiel gegen Schweinbach. Oberneukirchen war in dieser Phase kaum mehr gefährlich in Tornähe, einen Lochpass auf Stefan Schwarz (der nach der Partie seine Karriere beendet hat) fängt Max ab, spät in der Partie landet noch ein Freistoß von Thomas Pammer am Tornetz. Dazwischen haben wir in Minute 74 die größte Ausgleichschance, Sebastian Traxler tritt einen Freistoß, Adnan Nocic kommt mit dem Kopf an der Ball, der in Folge mehrfach abgefälscht wird, Kapitän Mario Meindl klärt auf der Linie oder kurz davor. Vor allem die zweite Hälfte war überschaubar attraktiv und so endete das letzte Auswärtsspiel der Saison mit einer knappen 1:0 Niederlage.

Fazit:

Wie so oft müssen wir uns auf fremden Rasen geschlagen geben, unsere Spieler waren teilweise auch nicht immer zu 100% konzentriert und haderten mit einigen strittigen Entscheidungen von Schiedsrichter Lukas Schüttengruber, bei einer Punkteteilung hätte sich vermutlich auch keiner beschwert, der Sieg von Oberneukirchen ist aber definitiv nicht unverdient, wir finden im gesamten Spiel wenige offensive Mittel gegen kompakt stehende Hausherren.

Reserve:

Für unsere Reserve ging es im Vorspiel um einen versöhnlichen Saisonausklang und die Absicherung bzw. Fixierung von Platz 4, dafür war am Oberneukirchner Fußballplatz mindestens ein Punkt bei den Gastgebern aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung nötig, die derzeit im Mittelfeld der Tabelle rangieren. Bereits nach wenigen Minuten sollte sich die Partie zu unseren Gunsten entwickeln, nach einer Flanke von Alexander Kindlmann spielt Niklas Stadlbauer den Ball mit der Hand, Oldie Christian Anreither verwandelt halbhoch rechts vom Punkt. Nachdem bei Oberneukirchen ein Schuss von David Pargfrieder zur Ecke abgeblockt wurde und bei Abschlüssen von Niklas Hinterleitner und Niklas Höfler Goalie Matthias Schwentner zur Stelle ist, zeigt Schiedsrichter Denis Babic in Minute 20 erneut auf den Elferpunkt. Tormann Schwentner senst beim Herauslaufen Alexander Kindlmann um, es gibt das selbe Spiel nochmal, Christian Anreither verlädt erneut den Keeper und schnürt den Doppelpack. Die beste Chance der Heimischen hat dann Marco Höllinger nach einer halben Stunde, seinen Abschluss im Strafraum nach Flanke von rechts wehrt aber Felix Bes ab. Nach 43 Minuten klingelt es zum dritten Mal und erneut lässt sich ein Hafner- und Fliesenmeister feiern. Dietmar Höfler schickt Alexander Kindlmann in den Strafraum, der aber wieder an die Strafraumgrenze zurücklegt, dort trifft Christian Anreither sehenswert ins rechte Kreuzeck zum 0:3 Pausenstand.

Wie auch in der KM nahm die Partie nach der Halbzeitpause nur sehr sehr langsam Fahrt auf, die erste echte Chance hat erneut Christian Anreither, der in Minute 69 alleine aufs Tor zuläuft, den Ball aber knapp an der linken Stange vorbeischießt. Nach einem gefährlichen Abschluss von Marco Höllinger, den Felix Bes aber abwehren kann, hat in Minute 80 erneut Alexander Kindlmann seine Beine bei einem Treffer im Spiel. Unsere Nr. 12 legt links im Strafraum zurück zu Niklas Hinterleitner, der flach ins rechte untere Eck zum 0:4 Endstand trifft. Ein fünfter Treffer blieb verwehrt, Christian Anreither hätte in der Schlussphase Jakob Bäuchler noch traumhaft in Szene gesetzt, sein Abschluss landet aber im Außennetz. Durch den klaren und verdienten Auswärtssieg fixieren wir nun endgültig Platz 4 der Tabelle, wodurch wir nach dem Vizemeistertitel in der Vorsaison erneut im Spitzenfeld abschließen.

Damen – Erste Hälfte:

Erst das allerletzte Saisonspiel brachte das absolute Highlight für unsere Damen, die Vizemeisterinnen aus Altenfelden, die kommendes Jahr in der OÖ Liga antreten, waren zu Gast im Huamabergstadion. Im voraussichtlich letzten Derby für mind. ein Jahr (Stand jetzt sind wir nächste Saison das einzige Team aus dem Bezirk Rohrbach in der Landesliga) war noch eine Rechnung aus dem Herbst offen, im Altenfeldner Nebel mussten wir uns trotz kämpferischer Höchstleistung mit 3:0 geschlagen geben. Während für Altenfelden keine Platzveränderung in der Tabelle mehr möglich war, brauchten unsere Damen im Idealfall noch Punkte, um den Ligaverbleib abzusichern. Auf die zweifache Saisontorschützin Emilia Gahleitner mussten wir verzichten, für sie begann Alina Mairhofer, zudem startete Laura Schinkinger anstelle von Sandra Keil. Mit einigen Minuten Verspätung pfiff Schiedsrichter Albert Schauer dann das lang ersehnte Derby vor einem bestens gefüllten Huamabergstadion an und die Vizemeisterinnen erwischten den etwas besseren Start und hatten mehr Spielanteile. Einen Schuss von Flora Reitetschläger aus spitzem Winkel wehrt Leonie Gerstl nach drei Minuten zur Ecke ab, nach 13 Minuten probiert es Emely Zoitl vom linken 16er-Eck, zwei bzw. drei Minuten später ist es jeweils Emma Schlager, deren Abschluss aber einmal zu harmlos ausfällt bzw. einmal der Ball knapp links vorbei geht. Altenfelden hat in dieser Phase zum Teil auch viel Glück bei Pressbällen, oftmals landet der Ball genau vor den Beinen der Angreiferinnen, wir finden in dieser Phase durch Alina Mairhofer eine Chance vor, nach einem weiten Ausschuss von Leonie Gerstl kann sie den Ball aber nicht kontrollieren. Nach etwa einer Viertelstunde fanden unsere Damen dann immer besser in die Partie und von Minute zu Minute merkte man den doch beträchtlichen Unterschied in der Tabelle immer weniger. Die größte Chance der Partie hat dann unsere Kapitänin Lena Ilk in Minute 18, Laura Schinkinger flankt von rechts zu Namenskollegin Laura Kalischko, sie legt im Strafraum nochmal quer zu Lena Ilk, Torfrau und Ex-Lembacherin Theresa Wolfmayr taucht mit einer überragenden Parade ins rechte Eck ab und klärt zum Corner.

In den folgenden Aktionen ist wieder zweimal Laura Kalischko im Fokus, in Minute 27 kommt sie nach Vorarbeit von Hannah Kiesl nicht entscheidend zum Abschluss, auch in Minute 34 wird sie im 16er in Szene gesetzt, hat den Ball aber am falschen Fuß, wodurch die Situation entschärft wird. In dieser starken Phase unserer Damen kassieren wir dann aber ausgerechnet den Gegentreffer. Alisa Gierlinger spielt vom Mittelkreis den hohen Ball an die Strafraumgrenze, dort springt er einmal auf, Mimi Höglinger setzt sich im Kopfballduell gegen Valentina Bauer durch und köpfelt Richtung langes Eck, Leonie Gerstl ist noch dran, der Ball zappelt aber im Netz. Im Frühjahr gerieten unsere Damen öfters in Rückstand, wie beispielsweise gegen St. Oswald/Fr. gelang aber oftmals die prompte Antwort und wie im Mai im Bezirk Freistadt hieß die Antwort auch am Donnerstag Laura Kalischko. Lena Ilk setzt entscheidend gegen Helene Lehner nach und spitzelt den Ball links in den Strafraum zu Laura Kalischko, wo unsere Nr. 21 kompromisslos abschließt und zum Ausgleich ins rechte untere Eck trifft. Dann pfeift Schiedsrichter Albert Schauer zur Pause, die auch ihm gut tat, nicht immer waren seine Entscheidung (auf beiden Seiten) nachvollziehbar.

Damen – Zweite Hälfte:

Altenfelden-Coach Stefan Reisinger war vermutlich nicht ganz zufrieden, zur Pause blieb Juliane Schaubschläger in der Kabine und wurde durch Claire Pröll ersetzt. Unsere in blau spielenden Gäste eröffneten den zweiten Durchgang mit mehreren (Halb-)Chancen u.a. durch Emma Schlager, diese wurden aber von unserer Defensive inkl. Torfrau Leonie Gerstl entschärft. Die erste Chance unserer Ladies wird in Minute 54 notiert, unsere besten Torschützinnen Laura Kalischko und Lena Ilk kombinieren sich nach vorne, der Abschluss unserer Kapitänin landet in den Armen von Theresa Wolfmayr. Die drittbeste Offensive der Liga tat sich gegen unsere perfekt sortierte Verteidigung vor allem in diesem Spielabschnitt weiter schwer, in Minute 63 und 70 kommen die pfeilschnelle Flora Reitetschläger und Mimi Höglinger auch nur zu Halbchancen. Die Schlussviertelstunde sollte nochmal richtig heiß werden und hier wurden dann auch die Chancen wieder größer. In Minute 75 wäre Lena Ilk quasi durch gewesen, sie wird knapp vor der Strafraumgrenze regelwidrig gestoppt, Schiedsrichter Schauer zeigt wie im gesamten Spiel keine Karte (Vorschlag an Familie und Freunde fürs Weihnachtsgeschenk: gelbe und rote Karte, im Set für 10€ bei Amazon erhältlich :)), gibt aber einen Freistoß, den Sandra Keil drüberschießt.

Brenzlig wirds dann in unserem Strafraum in Minute 78 bzw. 79, zunächst stört Carolina Stöttner Mimi Höglinger beim Abschluss noch entscheidend, wenige Augenblicke später serviert sie Flora Reitetschläger den Ball vor die Beine, ihr Abschluss wird von Valentina Bauer noch gefährlich abgefälscht, Leonie Gerstl ist mit einer Wahnsinnsabwehr zur Stelle und verhindert den Rückstand. Einige Minuten später geht es auf der Gegenseite wieder rund, Lena Ilk zieht von links in den Strafraum und bringt das Spielgerät zu Laura Kalischko, der aber in Bedrängnis weder der Abschluss noch die Vorarbeit für die gut positionierte Hannah Kiesl gelingt. Die Nachspielzeit wird noch einmal hektisch, beide Teams werfen alles nach vorne und wollen den Sieg, bei Altenfelden fällt eine Direktabnahme von Kapitänin Juliane Stöttner zu ungefährlich aus, auf der Gegenseite kommt Lena Ilk am 5er nach einem Freistoß spektakulär an den Ball, dieser ist aber schwer zu verarbeiten und landet im Netz hinter dem Tor. Am Ende bleibt es bei der in Summe wohl gerechten Punkteteilung, beide Teams hatten noch Chancen auf den Siegtreffer, der aber keinem Team mehr gelingen wollte. Wir holen damit erstmals in einem Derby einen Punkt, wodurch wir uns auf Platz 8 festsetzen, der für den Landesliga-Verbleib mit ziemlicher Sicherheit reicht. Für den Fall, dass Wallern/Krenglbach die Relegation in die 2. Bundesliga verliert, bleiben acht Teams in der Landesliga (Platz 3 bis 10, inkl. 2 Aufsteigerinnen ergibt zehn Teams, aus der OÖ Liga gibt es keine Absteigerinnen), sollte Wallern/Krenglbach die Relegation gewinnen, würde sogar Platz 11 die Liga halten, auf den wir gar nicht mehr abrutschen können.

Nachwuchs – U15:

Nach dem Punktgewinn gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen gab es für unsere Nachwuchskicker wieder einen Dämpfer, zu Hause bzw. in der Raiffeisen-Arena der TSU Kirchberg mussten sie sich gegen die SPG Herzogsdorf-Neußerling/St. Veit/Niederwaldkirchen mit 1:2 geschlagen geben. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte brachte Lucas Lang die Vollert-Elf mit einem satten Schuss mit 1:0 in Front. Die Freude währte aber nicht lange, unsere U15 wird wie zuletzt öfters nach dem Führungstor nervös bzw. unkonzentriert und nur zwei Minuten später stellt Leonhard Erlinger alles wieder auf Anfang. Weitere sechs Minuten später ist das Spiel dann endgültig gedreht, nach einem schweren Fehler unseres rechten Verteidiger Florian Haider bringt Fabian Panholzer die bis dorthin eher harmlosen Gäste mit 1:2 in Front. Die Unkonzentriertheit im Spiel sollte sich fortsetzen, es kam zudem auch noch Pech dazu, zwei Stangenschüsse von Simon Schmidhofer bzw. eine starke Parade von Gäste-Tormann Julian Haslmayr verhindern weitere Treffer, es bleibt bei der 1:2 Heimniederlage.

Das Spiel wurde in Summe dann doch verdient verloren, der anvisierte zweite Tabellenrang rückt in immer weitere Ferne. Diese Partie offenbarte wieder einige Schwächen und Mängel, u.a. kritisierte Trainer Kurt Vollert, dass die Trainingsinhalte bzw. die vor dem Spiel besprochenen Taktiken und Spielstrategien nicht umgesetzt werden können und unser Kicker oft unnötig nervös und hektisch agieren. Die Konzentration und Zweikampfbereitschaft (kaum Kopfballduelle, ca. 70% der Zweikämpfe wurde verloren) ließ zu wünschen übrig, auch die Spielvorbereitung mit permanenter Beschäftigung mit dem Handy und lautstarker Ballermann Musik ist sicher ausbaufähig. Positiv hervorzuheben waren am Mittwoch aber Niklas Höfler, unser auffälligster Offensivspieler Lucas Lang aus Altenfelden sowie Leo Altenhofer, der beherzt im Mittelfeld kämpfte.

Ausblick:

Kommenden Samstag wird die Zielflagge für die aktuelle Bezirksliga-Saison geschwenkt und während wir die Partie völlig entspannt in Angriff nehmen können, steckt unser Gegner, die Union Schweinbach, noch mitten drin im Kampf um den Relegationsplatz. Drama und Action ist somit vorprogrammiert und die Rot-Weißen Gäste werden mit 100%iger Wahrscheinlichkeit am Spielfeld nochmals alles geben, im ihre Chance auf den Ligaverbleib zu wahren. Wer sich dieses spannende Match nicht entgehen lassen will – gespielt wird am Samstag, 13. Juni um 14:45 Uhr (Reserve) + 17:00 Uhr (KM). Wir freuen uns auf euren Besuch beim letzten Spiel der Saison 2025/26.

Auswärts in 1-2-3 Obernei

So schnell man 1-2-3 Obernei sagen kann, so schnell ist die Saison 2025/26 auch schon wieder (fast) vorbei, am kommenden Freitag geht es für unsere Mannschaft zum bereits letzten Auswärtsspiel und wie gegen Admira, Katsdorf, Oepping/Peilstein und Naarn sind wir auf einer Anlage zu Gast, auf der wir schon länger nicht mehr gespielt haben. Den Fußballplatz in Oberneukirchen kennen die meisten wohl nur aus Erzählungen, das letzte Spiel auf der dortigen Anlage fand vor ca. 15 Jahren statt, vom damaligen KM-Kader sind nur mehr Markus Schinkinger, Andreas Hofer, Thomas Richtsfeld und Michael Lindorfer mehr oder weniger aktiv. Während das Spiel gegen Oberneukirchen knapp nicht mehr als Bezirksderby durchgeht, wartet für unsere Damen in ihrem letzten Saisonspiel das absolute Highlight auf eigener Anlage – die Ladies aus Altenfelden werden zum Derbytanz gebeten und sollen, wenn es nach dem Geschmack unseres Teams geht, das Huamabergstadion ohne Punkte verlassen.

Gegner-Check:

Während in der kommenden Runde die ersten Entscheidungen hinsichtlich Auf- und Abstieg fallen könnten, gehen die Gastgeber genau wie wir völlig entspannt in das Duell in Runde 25. Der Aufsteiger spielt eine starke  Bezirksligasaison und hat den Klassenerhalt trotz kleiner Durchhänger im Frühjahr (u.a. eine 7:2 Niederlage in Peilstein Ende März 2026) mit aktuell Rang 5 und 34 Punkten ebenfalls bereits in der Tasche. Nach zuletzt nur einem Punkt in drei Runden gab es vergangenen Samstag wieder einen vollen Erfolg, im Julbacher Meranstadion wurde ein 2:4 Auswärtssieg gefeiert. Im eigenen Stadion ist die Bilanz sehr ausgeglichen, sechs Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber, nur in einer Partie wurden zu Hause die Punkte geteilt, auch insgesamt hat Oberneukirchen hinter Oepping-Peilstein die zweitwenigsten Unentschieden der Liga (4). Der beste Torschütze mit neun Saisontreffern hört auf den Namen Stefan Burgstaller, in den letzten beiden Partien fehlte er allerdings. Dahinter waren aber auch Thomas Pammer und Johann Huemer mit je sieben Toren sehr erfolgreich. Wenn man den Blick von der Offensive zur Defensive richtet, fällt auf, dass die Meindl-Elf trotz Rang 5 eine negative Tordifferenz aufweist und gemeinsam mit uns die zweitschwächste Defensive der Liga mit 45 Gegentoren hat.

Historische Bilanz:

Unsere 1:2 Heimniederlage Anfang November 2025 war die erste Pflichtspielniederlage gegen Oberneukirchen in der jüngeren Vergangenheit. Seit Beginn der elektronischen Datenerfassung zur Saison 2003/04 gab es aber bisher erst fünf Pflichtspiele in Bezirksliga und 1. Klasse zwischen uns und Oberneukirchen, von diesen konnten wir drei gewinnen, eine Partie endete Unentschieden und die einzige Niederlage gab es wie erwähnt vergangenen Herbst. Ähnlich wie vor zwei Wochen gegen Naarn ist der Vergleich aber nur bedingt aussagekräftig, denn die meisten dieser Duelle gab es in den Jahren 2008-2012 und liegen somit schon relativ lange zurück. Letztmals in Oberneukirchen spielten wir am 6. November 2011, damals feierten wir dank eines Treffers von Sascha Berger einen knappen 0:1 Auswärtssieg.

Unsere Formkurve:

Seit 29. Mai 2026 um 21:32 Uhr steht fest, dass wir endgültig für die neunte Bezirksligasaison in Folge planen können, der 3:1 Erfolg gegen Freistadt war der fünfte Sieg in den letzten sechs Runden. Durch die Niederlage von St. Oswald/Fr. gegen die Oepping-Peilsteiner Steinprofis führen wir auch wieder die Rückrundentabelle an und haben 2026 zwei Runden vor Schluss bereits acht Tore mehr erzielt als noch im gesamten Herbst. Unser Trainer Amarildo Zela hat in den letzten Monaten eine Mannschaft geformt, die es mit jedem Team aufnehmen kann und durch die völlig verrückten Ergebnisse der letzten Wochen ist zwei Runden vor Schluss auch Platz 3 nur zwei Punkte entfernt. Sucht man das Haar in der Suppe, findet man es am ehesten noch bei unserer Auswärtsbilanz, nach bisher nur drei Siegen in der Fremde liegen wir in dieser Wertung nur auf Rang 11 mit ebenso viel gesammelten Punkten. Auf eine wichtige Offensivkraft und den Mann der ruhenden Bälle müssen wir Freitag verzichten, Daniel Zauner fehlt gelbgesperrt.

Schiedsrichter:

Seinen vierten Einsatz mit Lembacher Beteiligung hat Referee Lukas Schüttengruber am kommenden Freitag. Unter seiner Leitung konnten wir bisher noch nicht gewinnen, die Duelle gegen Gramastetten im März 2017 und gegen St. Oswald/Fr. im Mai 2025 endeten 2:2, zudem pfiff er unsere 0:5 Heimniederlage im Juni 2018 gegen Naarn. Oberneukirchen hat etwas weniger Erfahrung mit Lukas Schüttengruber, das letzte Spiel 2025 gegen die SPG Katsdorf endete 3:3, das erste Aufeinandertreffen war im August 2014, als die freitägigen Gastgeber Rottenegg zu Hause mit 2:0 schlugen. Seine Assistenten sind Erich Kraml und Denis Babic.

Reserve:

Die Bilanz in der Reserve gegen Oberneukirchen ist völlig ausgeglichen mit je zwei Siegen und einem Unentschieden, diese eine Punkteteilung gab es im Herbst nach Treffern von Jakob Bäuchler bzw. Samuel Eibensteiner. Im Frühjahr ist mittlerweile irgendwie die Luft heraußen, in den letzten fünf Runden gab es nur einen Sieg, in der Tabelle liegen wir dennoch nach wie vor auf Rang Vier, ein Abrutschen bis auf Platz 6 wäre theoretisch noch möglich. Ein Team, welches uns noch verdrängen kann, sind unsere Gegner aus Oberneukirchen, die mit sechs Zählern weniger derzeit auf Platz 6 sitzen. Um Platz 4 hinter den drei Top-Teams Freistadt, Schweinbach und Altenberg endgültig zu fixieren, muss unser Offensivmotor wieder mehr zünden als zuletzt, in den letzten beiden Partien gelang uns nur ein Treffer durch Kirchberg-Leihgabe Gregor Mühlparzer. Wie groß die Gefahr der jungen Blau-Weißen tatsächlich ist, bleibt abzuwarten, denn die Grasböck-Jungs haben die letzten vier Spiele zum Teil klar verloren, u.a. gegen Schweinbach mit 6:1 und gegen Vorderweißenbach mit 4:1.

Spielort und Uhrzeit:

Das letzte Auswärtsspiel der Saison steigt am Freitag, 5. Juni 2026 um 17:00 Uhr (Reserve) + 19:00 Uhr (KM) am Fußballplatz in Oberneukirchen. Unterstützt unsere Elf noch ein letztes Mal in dieser Saison auf fremder Anlage!

Damen:

Das. Spiel. Des. Jahres. Anders kann man die Partie unserer Damen gegen die Nachbarinnen aus Altenfelden nicht ankündigen. Im Hinspiel sahen die ca. 630 Zuseherinnen und Zuseher im Altenfeldner PanoramaPark Stadion (sofern es der Nebel und die Pyrotechnik zugelassen haben) eine unfassbar beherzte Partie unser Ladies, der Kampfgeist wurde am Ende leider nicht belohnt, nach Treffern von Emma Schlager, Claire Pröll und der Ex-Lembacherin Juliane Stöttner gab es im letzten Spiel 2025 eine 3:0 Auswärtsniederlage. Über mögliche Auf- und Abstiegsszenarien in den Damenligen wurde in den letzten Wochen in den Berichten genug philosophiert, derzeit stehen unsere Damen auf Rang 8, der egal in welchem Szenario für den Landesligaverbleib reichen würde. Diesen zu verteidigen wird aber unter Umständen schwierig, denn beispielsweise empfängt am letzten Spieltag Windischgarsten das abgeschlagene Schlusslicht LSC Linz und würde im Falle eines Sieges an uns vorbeiziehen, falls wir gegen Altenfelden keinen Dreier einfahren. Drei Punkte gegen Altenfelden wären für unsere Damen eine Premiere, noch nie gelang in einem Pflichtspiel ein Sieg gegen ein Team aus dem Bezirk Rohrbach, der erste Derbysieg wäre daher eigentlich überfällig.

Die Damen von Cheftrainer Stefan Reisinger sind die Vizemeisterinnen der heurigen Saison und haben hinter der SPG Antiesenhofen die zweitbeste Defensive der Liga, nur 16x mussten die Torfrauen Theresa Wolfmayr und Elisa Hofbauer hinter sich greifen. Allerdings zeigten sich Damen aus der Nachbargemeinde im Frühjahr verwundbarer als im Herbst, während man in der Hinrunde ohne Niederlage blieb und zehn von elf Partien gewinnen konnte, liegen die Altenfeldnerinnen in der Rückrundentabelle „nur“ auf Platz 4, gegen St. Stefan und St. Oswald/Fr. (mit den Heiligen gibt es in Altenfelden scheinbar Probleme ;)) kassierten unsere Gäste die ersten Liganiederlagen in der noch jungen Vereinsgeschichte. Die gefährlichsten Angreiferinnen sind Mimi Höglinger mit 15 bzw. Flora Reitetschläger mit 13 Saisontoren.

Nur einen Treffer weniger als die zweitbeste Altenfeldner Torschützin hat unserseits Lena Ilk, die ihr Torkonto gegen Lochen auf zwölf hochgeschraubt hat. Unser gesamtes Team hat sich nach einem schwierigen Herbst glücklicherweise wieder erfangen und zuletzt immer wieder unter Beweis gestellt, dass man völlig zurecht in der Landesliga spielt. In der Rückrundentabelle ist die Gierlinger-Elf sogar noch einen Platz besser klassiert als in der Gesamttabelle, in den letzten vier Runden wurden fünf Punkte eingefahren, im Frühjahr musste man sich bisher nur dreimal (gegen St. Stefan, die SPG Antiesenhofen und die SPG Wallern/Krenglbach 1b) geschlagen geben. Mit einem vollen Erfolg könnte das Abstiegsgespenst endgültig vertrieben werden und dafür ist eure Unterstützung auf den Rängen nötig – gespielt wird am Donnerstag, 4. Juni 2026 um 16:00 Uhr in Lembach am Sportplatz. Die Fronleichnamsprozessionen sind alle am Vormittag, das Wetter wird nicht warm genug für das Freibad oder den Badesee und Rasen mähen ist am Feiertag verboten – es gibt also keine Ausreden, alle ins Huamabergstadion und unsere Damen zum Derbysieg anfeuern! Und für den unvorstellbaren Fall, dass wirklich wer nur eines der Grundbedürfnisse der Maslowschen Bedürfnispyramide befriedigen will – es wird am Donnerstag auch gegrillt, Speisekarte siehe Herrenheimspiele!

Nachwuchs – U15:

Nach dem Punkt gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen trifft unsere U15 nun auf die SPG Herzogsdorf-Neußerling/St. Veit/Niederwaldkirchen, gegen die es im Hinspiel einen 2:3 Auswärtssieg gab. Platz 2 ist das Ziel von Trainer Kurt Vollert, dafür braucht es eine ähnlich starke Leistung wie zuletzt in der ersten Hälfte gegen Feldkirchen. Gespielt wird am Mittwoch, 3. Juni 2026 um 19:00 Uhr in der Raiffeisen Arena in Kirchberg. Unsere Nachwuchskicker freuen sich auf euren Besuch!

Bezirksliga-Saison 2026/27 eingeloggt

Klassenerhalt, der. Wortart: Substantiv, maskulin. Gebrauch: Sport. Häufigkeit: 3 von 5. Bedeutung: das Verbleiben in einer bestimmten Spielklasse (Duden, 2026). Die zuletzt immer kleiner werdenden Sorgen bzgl. Abstiegs- und/oder Relegationsplatz haben sich am Freitagabend endgültig in Luft aufgelöst, nach einer überzeugenden Vorstellung gegen den SV Freistädter Bier fixieren wir endgültig den Ligaverbleib und haben uns (in der wie immer sehr engen Liga) sogar plötzlich in die vordere Tabellenhälfte vorgeschoben.

Hälfte Eins:

Zwei wichtige Personalien kehrten auf den Rasen zurück, Adnan Nocic war nach Rotsperre wieder einsatzberechtigt, Vizekapitän Daniel Pils stand nach kurzer Verletzungspause ebenfalls wieder zur Verfügung. Nicht dabei war dafür Manuel Kainberger, der mit einer Schulterzerrung das Spiel vom Balkon aus verfolgte. Für ihn begann Jonathan Altendorfer und dieser sollte bereits nach wenigen Sekunden im Mittelpunkt stehen, nach von der Veo-Kamera aufgezeichneten 18 Sekunden war der Ball im Tor (@Gerhard Past, der Rekord mit 16 Sekunden für dein Tor 2007 in der Landesliga gegen Sierning bleibt bestehen ;)). Die Freistädter hatten Anstoß, den Ball eroberten sich unsere Jungs aber sehr rasch, Idris Sakic schickt Jakob Pechmann auf der rechten Seite, dieser bringt die flache Hereingabe, an der zweiten Stange lauert Jonathan Altendorfer und schießt den Ball scharf ins linke Kreuzeck zur Führung. Keinem Spieler hat man diesen Treffer wohl mehr vergönnt, zuletzt hat unsere Nr. 12 oft gute Gelegenheiten ausgelassen, hier hat er seinen Torriecher endlich wieder unter Beweis stellen können. Unsere Elf hatte Blut geleckt und war sofort weiter präsent. Nach einem schönen Spielzug über Adnan Nocic, Daniel Zauner und Jonathan Altendorfer entschärft Alexander Schwingshandl einen Stangler, in Minute Sieben scheitert Jakob Pechmann im Strafraum nach traumhafter Vorarbeit von Daniel Zauner. Freistadt fand nur schwer in die Partie, wenn dann wurde die Mannschaft von Trainer Michael Wolm nur über Distanzschüsse oder Standardsituationen gefährlich, die Versuche von den auffälligsten Offensivkräften Raphael Thürriedl und Paul Grabner in den Minuten 24 und 29 waren aber zu harmlos. In Minute 32 sagt Daniel Zauner „Heeee“ zu Schiedsrichter Boldaji und sieht dafür die 5. gelbe Karte der laufenden Spielzeit, er fehlt somit im vorletzten Saisonspiel in Oberneukirchen. Dass es dort nicht mehr um den Klassenerhalt geht, haben wir unter anderem Jonathan Altendorfer zu verdanken, der sein drittes KM-Tor bejubelt. Wieder hat der in den letzten Wochen sehr auffällige Jakob Pechmann seine Beine im Spiel, von rechts bringt er den Ball flach zur Mitte, dort verpasst Daniel Zauner noch, wenige Meter dahinter lauert Jonathan Altendorfer, der ins linke untere Eck zum 2:0 einschießt.

In der Schlussphase der ersten Hälfte wurden die Kicker aus der Braustadt etwas gefährlicher, erneut war es Raphael Thürriedl der aus der Distanz und nach einem Freistoß gefährlich wurde, zudem war der Ball durch Muhamet Hajdari nach einer Ecke in unserem Tor, die Szene wurde zuvor aber bereits wegen Abseits abgepfiffen. Unsere beste Chance nach dem 2:0 hatte noch Daniel Zauner, er zieht halblinks im Strafraum ab, trifft mit seinem gut angetragenen Schuss aber Adnan Nocic. Verdienter Pausenstand somit 2:0.

Hälfte Zwei:

Während der zuletzt leicht angeschlagene Daniel Pils in der Kabine blieb und durch Martin Schinkinger ersetzt wurde, wechselte Gäste-Coach Michael Wolm gleich doppelt, ca. zehn Minuten nach Wiederanpfiff hat mit Simon Würzl ein Einwechselspieler eine gute Gelegenheit, sein Schuss geht aber über die Querlatte. In Minute 54 machen wir unseren Gegner plötzlich wieder stark und wie könnte es anders sein, nachdem unsere Viererkette wieder nicht zu knacken war, zieht Muhamet Hajdari aus der Entfernung ab, Max fängt den Ball zuerst, dann rutscht er ihm aber durch die Beine und kullert über die Linie. Drei Minuten später steht dann der Freistädter Schlussmann Alexander Schwingshandl getreu dem Motto „Wer nicht hören will muss fühlen“ im Mittelpunkt. Vor Ausführung eines Eckballs geht nach einem Schubser vom Keeper Stefan Schürz zu Boden, Schiri Boldaji ermahnt den Schlussmann und bittet zum zweiten Mal um Ausführung der Ecke. Wieder schwingt Schwingshandl sein Handl (sorry für den schlechten Scherz) zu hektisch und reißt Stefan Schürz zu Boden, Schiedsrichter Boldaji zögert keine Sekunde und zeigt auf den Punkt. Unser Elfmeterschütze Adnan Nocic legt sich den Ball zurecht und trifft halbhoch rechts und stellt den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Eine Minute später schraubt sich Jonathan Altendorfer nach Maßflanke von Daniel Zauner am 5er hoch, sein Kopfball landet aber bei der Eckfahne. Wir verlagern uns dann eher in die eigene Hälfte, die Freistädter haben in der restlichen Partie die größere Anzahl an Chancen.

In Minute 65 wird erneut eine Standardsituation gefährlich, es kommt zu mehreren Abschlüssen und Versuchen u.a. durch Torschütze Hajdari, gemeinsam wird die Situation dann aber geklärt. Die wohl größte Chance hat die Wolm-Elf in Minute 78, Paul Grabner beweist mit einem Lochpass auf Edis Salkic Übersicht, der beste Freistädter Saisontorschütze spitzelt den Ball an Max vorbei, Idris Sakic kann kurz vor der Linie noch retten. Eine Minute später probiert es Raphael Thürriedl noch mit einem Schuss von der rechten Seite, dann erliegen aber die großen Freistädter Offensivbemühungen. Die letzte echte Torgelegenheit geht noch auf unser Konto, Alexander Mühlparzer behauptet sich stark im Strafraum, im 5er angekommen zieht er ab, trifft aber nur die linke Stange. Nach einer Eckballserie der Freistädter in der Nachspielzeit ist Schluss, wir feiern im 22. Spiel gegen Freistadt den vierten Sieg und fixieren endgültig den Klassenerhalt.

Fazit:

Nach einem Ausreißer gegen Naarn knüpfen wir gegen Freistadt wieder an die starken Leistungen der Vorwochen an und befinden uns nun endgültig im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, bis Rang 3 hinauf scheint sogar noch alles möglich in den letzten zwei Runden. Die Entwicklung der Mannschaft im Frühjahr ist sehr erfreulich, waren wir zur Winterpause noch Abstiegskandidaten, haben wir nun fünf der letzten sechs Spiele gewonnen und diese Serie soll in den beiden restlichen Spielen noch ausgebaut werden, sowohl gegen Oberneukirchen (2 späte Gegentreffer) und Schweinbach (deutliche 3:0 Auswärtsniederlage) gibt es noch offene Rechnungen.

Reserve:

Wie so oft in der Reserve gab es einen durchaus bunt zusammengewürfelten Kader, der diese Runde aufgrund des spielfreien Wochenendes von Kirchberg auch überdurchschnittlich hohe blau-weiße Anteile hatte. Neben Laurin Altendorfer, der ohnehin im Frühjahr regelmäßig für unsere Reserve aufläuft, waren u.a. auch Julian Weidinger (erstmals seit Oktober 2023), Gregor Mühlparzer (erstmals seit November 2025) sowie Emilian Rabeder (Premiere im Lembacher Dress) im Einsatz. Darüber hinaus waren mit Michael Lindorfer und David Wögerbauer zwei Routiniers wieder an Bord, die nur mehr aushilfsweise dem runden Leder nachjagen. Eine Kombination aus jungen Spielern und Routiniers war auch gefordert, war doch der Reserve-Meister zu Gast, der bisher nur zwei Saisonspiele verloren hat. Nach je einer Halbchance auf beiden Seiten eröffnen unsere Gäste in Minute 15 das Toreschießen. Nach einem Einwurf von rechts springt der Ball im Strafraum deutlich höher auf als es Kapitän Moritz Kohel einkalkuliert hat, in seinem Rückraum kommt Michael Bamberger an den Ball und zieht ab, der Ball schlägt links unten ein. Die Antwort gelang fast im Gegenzug, nach einem zu kurzen Ball von Tormann Ardel Korkmaz spielt Gregor Mühlparzer den Doppelpass und zieht von knapp außerhalb des 16ers ab, der Ball geht Richtung linkes Kreuzeck zum Ausgleich. Ca. 15 Minuten passierte dann relativ wenig, ehe der Reservemeister sich in Minute 31 wieder in Führung setzt. Stefan Hayböck bringt von rechts die flache Hereingabe, Theo Kreisel zieht am ersten Pfosten ab, scheitert an Bes, Michael Bamberger fällt der Abpraller vor die Füße, den er nur mehr ins Tor einschieben muss. Eine Chance geht dann noch auf unser Konto, Gregor Mühlparzer zaubert mit dem Außenrist und setzt Emilian Rabeder in Szene, er scheitert aber an Keeper Korkmaz. Pausenstand 1:2.

Die erste Aktion in Hälfte 2 geht auf das Konto der Freistädter, Matthias Haiböck zieht von der rechten Seite ab, Felix Bes wehrt mit dem Fuß ab, den Nachschuss vom 16er vergibt Michael Heumader deutlich. In Minute 60 dann die Großchance für unsere Jungs, Kirchberg-Aushelfer Julian Weidinger zieht von rechts in den Strafraum, lässt alle Verteidiger aussteigen, sein Schuss geht aber knapp an der linken Stange vorbei. Während wir noch etwas mit dieser vergebenen Chance hadern, spielt wenige Minuten später Michael Heumader den Lochpass aus dem Mittelkreis, Theo Kreisel läuft auf Felix Bes zu und bleibt eiskalt und legt die Kugel flach ins linke untere Eck an unserem Tormann vorbei zur 1:3 Führung. Torchancen finden wir trotz 2-Tore Rückstand weiter vor, Dietmar Höfler chippt Emilian Rabeder den Ball in den Lauf, er findet aber in Ardel Korkmaz seinen Meister, in Minute 78 hat der Freistädter Schlussmann, der im Herbst gegen uns in der KM im Tor stand, einen Schuss von Christian Anreither im Nachfassen. Zwei Minuten später ist die Partie aufgrund mangelhafter Kommunikation endgültig entschieden. Felix Bes kommt nach einem weiten Ball an die Strafraumgrenze heraus, dort blockiert er sich mit Stephan Schinkinger und der eingewechselte Alexander Larndorfer steht alleine vor dem Tor und braucht nur mehr einschieben. Kurz vor Ende der Partie erzielen die jungen Bierkicker dann beinahe den fünften Treffer, ein Freistoß von Michael Heumader landet an der linken Stange, Lukas Schmid kann den Abpraller-Kopfball am 5er dann nicht mehr richtig platzieren. Eine Minute später ist es Melih Sahin der knapp am langen Eck vorbeischießt, nach einem Weitschuss von Christian Anreither ist die Partie dann zu Ende, wir nutzen unsere Chancen nicht, während Freistadt vor dem Tor eiskalt bleibt und verdient die drei Punkte mit nach Hause nimmt.

Damen:

Unsere Herren fixierten am Freitag den Klassenerhalt, am Samstag gab es die Chance für unsere Damen, den Ligaverbleib (nach aktueller Kenntnis der Auf- und Abstiege in den Damenligen) endgültig zu besiegeln. Zu Gast war die Union Lochen, die zuletzt drei Zu-Null Niederlagen in Serie kassierte und bei den bisherigen beiden Auftritten in Lembach (jeweils im OÖ Ladies Cup) den Platz als Verlierer verlassen musste. Im Vergleich zur 3:1 Auswärtsniederlage in Krenglbach in der Vorwoche stellte Gerhard Gierlinger auf zwei Positionen um, Julia Peer und Sandra Keil rückten in die Startelf, Marlene Schneeberger und Laura Schinkinger nahmen auf der Bank Platz. Nach Anpfiff von Schiedsrichter Leonhartsberger (der noch am Montag Linienrichter bei der KM in Naarn war und selbst noch aktiv spielt, wie er beim Gaberln kurz vor Beginn der zweiten Hälfte mit unserer Kapitänin Lena Ilk unter Beweis stellte) entwickelte sich eine chancenarme Anfangsphase, in der die erste echte Chance die Damen aus Lochen vorfanden. Nach einem Eckball-Gestochere kann unsere Defensive aber gemeinsam klären. Anschließend waren die Damen aus Lochen weit weg vom Einnetzen und es wurden vor allem unsere Ladies gefährlich, auch wenn zunächst noch die Präzision bzw. Abseitspositionen einen Torjubel verhinderten. In Minute 24 ist eine Flanke von Laura Kalischko zu ungenau, Lena Ilk verpasst am ersten Pfosten, eine Minute später sucht unsere Kapitänin mittels Stangler Emilia Gahleitner, auch hier findet das Spielgerät die geplante Abnehmerin nicht. Es entwickelte sich eine echte Druckphase unserer Damen, in Minute 29 schießt Sandra Keil nach einer Ecke den Ball genau in die Arme von Torfrau Schorn, eine Minute später bedient Ronja Schlager Lena Ilk, ihr Schuss wird zur Ecke geblockt. In Minute 33 legt Lena Ilk im Strafraum zurück zur 16er-Linie zu Laura Kalischko, diese zieht ab, der Ball geht aber knapp über die Querlatte. Es war in dieser Phase fast wie verhext, in Minute 35 spielt Carolina Stöttner den langen Ball aus dem Mittelkreis auf Lena Ilk, erneut bringt eine Verteidigerin den Fuß dazwischen und es gibt nur Eckball. In Minute 42 entscheidet sich Laura Kalischko nach starker Einzelaktion im Strafraum gegen den Abschluss und für das Aufspielen zu Ronja Schlager, unsere Außenverteidigerin kommt aber nicht zum Schuss. Und dann wird es zum ersten Mal an diesem Tag richtig bitter, denn plötzlich führt Lochen und keiner weiß wieso. Von der rechten Seite kommt die Flanke, Sara Gratzei setzt sich gegen Ronja Schlager in der Box durch und zieht ab, der Ball geht rechts unten ins Tor. Hannah Kiesl probiert es noch einmal vom 16er, dann pfeift Schiri Leonhartsberger beim Stand von 0:1 zum Pausentee.

Trainer Gerhard Gierlinger stellt in der Halbzeitpause um, Laura Schinkinger ersetzte Sandra Keil und es war eine relativ ausgeglichene Anfangsphase, in der wir in Minute 59 alles wieder auf Anfang stellen. Nach einem schnellen Kalischko-Einwurf kommt der Ball zu Emilia Gahleitner, die den Ball zur alleingelassenen Lena Ilk spielt, die sich den Ball mitnimmt und vor Torfrau Schorn überlegt flach einschiebt. In Minute 63 fällt eine Schuss von Emilia Gahleitner nach perfekter Vorlage von Valentina Bauer zu harmlos aus, fünf Minuten später gehen unsere Damen in Führung. Hannah Kiesl verlagert vom Zentrum das Spiel auf die linke Seite, Laura Kalischko lässt durch, in ihrem Rückraum kommt Lena Ilk angelaufen, die sich den Ball mitnimmt und auf Torfrau Schorn zuläuft und via linker Innenstange zum 2:1 trifft. Unsere beste Saisontorschützin wird in Minute 74 erneut gesucht, dieses Mal von der eingewechselten Laura Schinkinger, der Ball geht aber knapp über die Querlatte. Und anschließend wurde in Minute 78 ein verfrühtes Weihnachtsfest gefeiert, denn wir verteilen gleich mehrere Geschenke an die Damen aus Lochen, die in die Kategorie „Verkettung unglücklicher Umstände“ eingeordnet werden können. Zunächst schenken wir unseren Gästen einen Einwurf, anschließend erwischt Carolina Stöttner den Ball nicht richtig, wodurch es Eckball gibt, bei diesem vergessen alle auf Yasmin Eichinger, die an der zweiten Stange viel zu viel Platz hat und einköpfelt. Unsere Damen lassen aber die Köpfe nicht hängen und sind sofort wieder da, Lena Ilk mit der Vorarbeit auf Alina Mairhofer, ihr Abschluss geht an die Querlatte und dann ins Toraus. Einmal wird Lochen auch noch gefährlich, bei einem Schuss von Antonia Zele in Minute 82 taucht Leonie Gerstl schnell ins linke Eck ab und entschärft die Situation. Nach einem Abseitstor von Lena Ilk und einem Versuch von Laura Schinkinger dann die ganz große Siegchance in der Nachspielzeit. Alina Mairhofer chippt Lena Ilk den Ball in den Lauf, wie bei ihren beiden Treffern nutzt sie ihr Tempo und läuft alleine auf Torfrau Schorn zu, der Ball geht nur um Zenti- oder Millimeter an der linken Stange vorbei. Kurz darauf ist Schluss, durch den Punkt schieben sich unsere Damen auf Rang 8 vor, der schlechtestmögliche Endrang wäre Platz 10, da wir das direkte Duell gegen die aktuell Elfplatzierte SPG Aschach gewonnen haben, die derzeit drei Punkte weniger haben. Stand jetzt sollte im Falle des Abrutschens am letzten Spieltag auf Rang 10 dieser Platz wohl reichen für den Klassenerhalt, endgültige Gewissheit wird es aber vermutlich erst Mitte Juni geben.

Nachwuchs – U15:

Unsere U15 erlebte einen Spieltag mit gemischten Gefühlen, als sie am vergangenen Mittwoch auf den Tabellenführer aus Feldkirchen trafen, gegen die es im Hinspiel eine 5:1 Auswärtsniederlage gab. Der Auftakt ins Match war sehr vielversprechend, unsere Nachwuchskicker waren ab Anpfiff von Schiedsrichter Klaus Wolfmayr selbstbewusst und leicht feldüberlegen und kommen mit Fortdauer auch immer besser ins Spiel. In Minute 42 fiel dann der viel umjubelte Führungstreffer, Lucas Lang zieht halblinks im Strafraum ab und trifft mit einem satten Schuss zur Führung. Der zweite Treffer fiel nur fünf Minuten später und das in ähnlicher Manier, dieses Mal zieht Simon Schmidhofer wieder aus linker Position ab und lässt Tormann Luca Gierlinger keine Chance. Die Vollert-Jungs waren nach der Pause ebenfalls besser im Spiel und hatten den Favoriten aus dem Badesee-Ort gut im Griff, beinahe fiel in dieser Phase auch das 3:0. Diese vergebene Chance sollte uns noch teuer zu stehen kommen, denn nach einem Patzer unserer Defensive verkürzen unsere Gäste quasi aus dem Nichts in Minute 68 durch Jacob Nobis auf 2:1. Unsere U15 wurde durch diesen Gegentreffer sowohl offensiv als auch defensiv aus dem Konzept gebracht, wir agieren plötzlich hektisch und nervös und lassen eine gute Gelegenheit auf die Vorentscheidung zum 3:1 aus.

Feldkirchen wird immer stärker, einige Gelegenheiten kann unser Schlussmann Valentin Niederleitner noch entschärfen, in Minute 76 schlägt aber Jacob Nobis ein zweites Mal zu und stellt alles wieder auf Anfang. Die Schlussphase wurde dann noch hektisch, zwei blaue Karten von Ahmed Avdic und Konstantin Rabeder verdeutlichen den Leistungsabfall, vor allem im Mittelfeld verlieren wir fast alle Zweikämpfe und wirken wohl auch aufgrund der hohen Temperaturen erschöpft, wir bringen aber den einen Punkt gegen den Tabellenführer verdient über die Zeit.

Fazit unseres Coachs Kurt Vollert: „Ich habe mich vorerst einige Minuten so richtig über den Leistungsabfall meines Teams geärgert und dann nach kurzer Nachdenkphase folgendes festgestellt: Das Hinspiel haben für 5:1 verloren, Feldkirchen ist Tabellenführer und hat einen 20 Mann Kader und 4 Spielerbetreuer. Mit der Leistungssteigerung der Jungs seit Beginn meiner Trainertätigkeit bin ich zufrieden, wir werden von Spiel zu Spiel stärker. Vor allem wirkt sich auch die Trainingsunterstützung von Reinhard Richtsfeld positiv aus, der seit zwei Wochen im Training dabei ist und sich professionell vor allem um das Defensivverhalten unserer U15 kümmert. Die Jungs weiterhin kommen brav ins Training und setzen von Spiel zu Spiel immer mehr um. Aber Luft nach oben ist noch viel vorhanden Vor allem mental müssen wir wesentlich stärker werden, eine 2-Tore-Führung darfst Du nicht so einfach aus der Hand geben. Daran werden wir verstärkt arbeiten. Mein Ziel ist es, den 2. Tabellenplatz am Ende der Meisterschaft zu fixieren.“

Das nächste Spiel findet am Mittwoch, 3. Juni 2026 um 19:00 Uhr in Kirchberg gegen die SPG Herzogsdorf-Neußerling/St. Veit/Niederwaldkirchen statt.

Ausblick:

Kommende Woche steht bereits nahe der Wochenmitte das letzte Derby der Saison am Programm und dabei handelt es sich nicht um irgendein Spiel, sondern um das Kräftemessen unserer Damen mit den Nachbarinnen aus Altenfelden. Das Hinspiel im November 2025 war vor 630 Besucherinnen und Besucher im Altenfeldner PanoramaPark Stadion ein echtes Highlight, in dem sich unsere Ladies nach aufopferungsvoller Leistung mit 3:0 geschlagen geben mussten. Auf eigener Anlage möchte man die Saison aber natürlich im Idealfall mit drei Punkten und einem ersten echten Derbysieg beenden. Gespielt wird am Donnerstag (Fronleichnam), 4. Juni 2026 um 16:00 Uhr in Lembach.

Einen Tag später wartet für unsere Herren das letzte Auswärtsspiel der Saison, erstmals seit November 2011 sind wir am Oberneukirchner Fußballplatz zu Gast und wollen dort unsere Auswärtsbilanz beim Aufsteiger der Vorsaison noch etwas aufbessern. Gespielt wird am Freitag, 5. Juni 2026 um 17:00 Uhr (Reserve) + 19:00 Uhr (KM). Unsere Teams freuen sich auf eure Unterstützung an beiden Tagen!

Heimspielwochenende gegen Freistadt und Lochen

Am 29. Mai 1953 fand die Erstbesteigung des Mount Everest durch den Neuseeländer Edmund Hillary und den nepalesischen Sherpa Tenzing Norgay statt. Am 29. Mai 2026 geht sich die Besteigung des ersten Platzes in der Tabelle der Bezirksliga Nord für uns nicht mehr ganz aus, wir haben dafür aber die nächste Chance, den Klassenerhalt endgültig zu fixieren und uns von den Talstationen der Tabelle nachhaltig zu entfernen. Dabei gibt es einige Statistiken die für uns sprechen (u.a. Platz 2 in der Rückrundentabelle), der Gegner spricht aber eher dagegen, denn der SV Freistädter Bier ist eine Mannschaft, die uns in der Vergangenheit immer wieder Probleme bereitet hat.

Gegner-Check:

Freistadt gelang vergangene Runde mit dem 2:0 gegen Julbach (erster Zu-Null Sieg seit November 2025) wohl der endgültige Befreiungsschlag, nach einem schwachen Start ins Jahr 2026 mit vier Niederlagen in Folge (u.a. 5:1 auswärts in Haslach und eine 0:2 Derbyniederlage im Holzhaider-Stadion gegen St. Oswald/Fr.) holten unsere Gäste zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen und gaben dadurch auch die rote Laterne in der Rückrundentabelle ab. In der Gesamttabelle hat sich die Wolm-Elf im nach wie vor sehr engen Mittelfeld auf Rang 6 mit 31 Punkten vorgeschoben, auswärts sind die Bierkicker aber ähnlich wie wir verwundbar, sechs von elf Partien in der Fremde wurden bisher verloren. Für unsere Defensive wartet wieder ein Duell mit einem der Top-Torschützen der Liga, Edis Salkic liegt gemeinsam mit Arnreits Kevin Aiglstorfer und St. Oswalds Benjamin Krempl mit elf Treffern auf Rang 3 der Torschützenliste.

Historische Bilanz:

Jedes Team hat Gegner, gegen die es lieber und gegen die es weniger gerne spielt. Gegen die Bierkicker treten wir definitiv nur ungern an, denn gegen kaum ein anderes Team haben wir eine derart schlechte Bilanz vorzuweisen als gegen Freistadt. In 21 direkten Duellen waren unsere Gäste 12x erfolgreich, während wir nur drei Partien gewinnen konnten, letztmals im März 2024, als wir uns nach Treffern von Stefan Schürz, Stefan Hinterleitner und Fabian Lohr mit 3:0 durchsetzen konnten. Im Hinspiel mussten wir uns in Freistadt, wo wir bereits seit 2006 auf einen Sieg warten, mit 3:1 geschlagen geben, unseren Ehrentreffer erzielte Adnan Nocic. Diese oftmals ernüchternden Spiele führen oftmals auch zu Frust bei unseren Spielern, mit Andreas Hofer (1x rot), Idris Sakic (2x gelb-rot) und Felix Hofmann (1x gelb-rot) gab es auch bereits überdurchschnittlich oft einen Platzverweis für unsere Elf.

Unsere Formkurve:

Nach zwölf Punkten in den letzten vier Runden gab es am Pfingstmontag wieder einen kleinen Dämpfer, beim Tabellenführer aus Naarn mussten wir uns nach einer sehr durchwachsenen Leistung bei hohen Temperaturen mit 3:1 geschlagen geben. Drei zum Teil wieder vermeidbare Gegentreffer verdeutlichen auch eines unserer Hauptprobleme in dieser Saison, mittlerweile 44 Gegentore sind der zweitschwächste Ligawert, nur Katsdorfs Schlussmänner mussten noch zweimal öfter hinter sich greifen. In der Tabelle haben wir wieder drei Plätze verloren und stehen nun auf Rang 9, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt drei Runden vor Schluss aber noch komfortable sieben Punkte. Mit Adnan Nocic kehrt ein wichtiger Spieler wieder ins Team zurück, auch Daniel Pils könnte nach seiner Pause gegen Naarn ein Comeback geben. Offen bzw. eher unwahrscheinlich ist hingegen der Einsatz von Manuel Kainberger, der sich im Spiel gegen Naarn eine Schulterzerrung zugezogen hat.

Schiedsrichter:

Eine Premiere wird es beim Schiedsrichter geben, Hossein Shabazi Boldaji war bereits öfter als Linienrichter bei unseren Partien im Einsatz, am kommenden Freitag wird er aber erstmals unsere Elf (und auch jene von Freistadt) als Hauptschiedsrichter aufs Feld führen. Unterstützung erhält er an den Seiten von Khahrman Omar und Andreas Eckhart.

Reserve:

Nach einer Woche Spielpause wartet für die Elf von Amadeo Zela eine ganz schwere Prüfung, der überlegene Reserve-Tabellenführer und mittlerweile Reserve-Meister Freistadt kommt ins Huamabergstadion und machte im Herbst beim 6:1 (Nachtragsspiel) kurzen Prozess, den Ehrentreffer besorgte damals Thomas Richtsfeld, bereits zur Pause ist es 5:1 gestanden. Dieses Ergebnis ist auch ein Indiz für die wie in der KM sehr überschaubare historische Bilanz, auch unserer Reserve gelangen in 21 Aufeinandertreffen nur drei Siege, Freistadts Reserve war 17x erfolgreich. Freistadt hat diese Saison 17 von 19 Spiele gewonnen, nach dem fixierten Meistertitel der Freistädter ist aber evtl. (hoffentlich) die Luft etwas heraussen und unsere Jungs können vielleicht eine kleine Überraschung schaffen. An das letzte Heimspiel gegen Freistadt gibt es zumindest noch beste Erinnerungen, im September 2024 schickten wir die jungen Bierkicker nach Treffern von 2x Thomas Richtsfeld, David Wögerbauer, Nico Wögerbauer, Jakob Bäuchler und Manuel Kainberger mit 6:1 nach Hause. In der Tabelle stehen wir derzeit auf Rang 4, nach wie vor mit sechs Punkten Vorsprung auf Oberneukirchen auf Platz 5.

Spielort und Uhrzeit:

Das vorletzte Heimspiel der Saison steigt am Freitag, 29. Mai 2026 um 17:30 Uhr (Reserve) + 19:45 Uhr (KM). Wir freuen uns über eure Unterstützung auf den Rängen!

Damen:

Unsere Damen gegen die Union Lochen bedeutet was? Vorprogrammierte Action und Drama, so wie ein Blick in die historische Bilanz beweist. Die beiden bisherigen Heimspiele gegen Lochen waren Partien im OÖ Ladies Cup, beim ersten Aufeinandertreffen ging es nach einem 1:1 ins Elfermeterschießen, wo Laura Kalischko nach ihrem Treffer im Spiel auch vom Punkt cool blieb und Valentina Bauer den entscheidenden Elfmeter zum 2:0 verwerte, während bei Lochens Damen alle Nerven versagten. Ein halbes Jahr später stand es nach Treffern von Lena Ilk bzw. Michaela Bermadinger lange 1:1, ehe uns Olivia Brandstetter mit ihrem bis heute einzigen Treffer in Minute 86 erlöste und uns in Rund 2 schickte. Das Hinspiel war ebenfalls dramatisch, Lena Ilk gelang zweimal der Ausgleich, ehe unsere Damen in der Schlussviertelstunde noch drei Treffer kassierten und sich mit 5:2 in der Lasco-Arena geschlagen geben mussten.

Die Union Lochen steht aktuell auf Rang 7 mit 25 Punkten und damit irgendwie im Niemandsland der Tabelle mit vielen Punkten Rückstand nach vorne und Vorsprung nach hinten und evtl. ist deswegen auch die Luft bereits etwas heraussen, zuletzt gab es drei Zu-Null Niederlagen in Folge. Unsere Damen liegen derzeit auf Rang 9 mit 16 Zählern und haben in der Rückrunde fünf Punkte mehr gesammelt als die Gegnerinnen aus dem Bezirk Braunau. Zu Hause sind wir vor allem im Frühjahr zudem noch etwas höher einzuschätzen als auswärts, zehn der 16 Punkte wurden vor heimischer Kulisse eingefahren. Wie im letzten Vorbericht angekündigt ist die Situation bzgl. Auf- und Abstieg nach etwas unsicher, Rang 10 sollte aber für den Landesliga-Verbleib vermutlich reichen, auf Rang 11 (Windischgarsten) beträgt der Vorsprung aktuell vier Punkte. Unterstützt unsere Damen bei diesem Spiel, bei dem hoffentlich ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht werden kann. Gespielt wird am Samstag, 30. Mai um 14:00 Uhr. Im Anschluss wird in der Kantine das Champions League Finale übertragen (Anstoß 18:00 Uhr).

Und bereits eine Vorankündigung – das letzte Meisterschaftsspiel der Saison 2025/26 ist das große Derby gegen die Nachbarinnen aus Altenfelden. Gespielt wird hier an Fronleichnam, Donnerstag 4. Juni 2026 um 16:00 Uhr in Lembach. Termin unbedingt vormerken und unsere Damen im Derby anfeuern!

Nachwuchs – U15:

Auf unsere Nachwuchskicker wartet ein herausforderndes Spiel, die Vollert-Jungs treffen am Mittwoch, 27. Mai 2026 um 19:00 Uhr zu Hause auf den Tabellenführer aus Feldkirchen. Das Hinspiel Mitte April in Feldkirchen endete mit einem 5:1 für die damaligen Gastgeber, unseren Ehrentreffer erzielte damals Jonas Kaindlbinder. Unsere U15 freut sich auf euren Besuch bei diesem Heimspiel!

Siegserie endet beim Tabellenführer

Pfingstmontag um 17:00 Uhr nach Naarn – eine etwas unglückliche Ansetzung, die aber aufgrund der Copa Pele im Naarner Donauwell-Stadion am Pfingstsamstag aus Sicht der Gastgeber alternativlos war. Für alle Fans rollte aber immerhin erstmals in diesem Jahr ein Fanbus und machte die Anreise bequem und unkompliziert. Beim ersten Montagspflichtspiel seit fast genau 20 Jahren (Heimspiel im Juni 2006 gegen ebenfalls Naarn) trafen wir als beste Rückrundenmannschaft auf den Tabellenführer, der nach dem Sieg von St. Oswald/Fr. dringend Punktezuwachs brauchte. Alles war angerichtet für das Spitzenspiel, welches aufgrund der hohen Temperaturen aber nur schleppend in die Gänge kam und uns die erste Niederlage nach vier Siegen brachte.

Hälfte Eins:

Personell fehlte neben dem gesperrten Adnan Nocic auch Vizekapitän Daniel Pils, der leicht angeschlagen war (also verletzungsbedingt, ansonsten war er topfit!), die Reise nach Naarn aber mit dem Bus als Fan antrat. Bei schon hochsommerlichen Temperaturen suchte unser Coach Amarildo Zela bewusst die wenigen schattigen Stellen im Donauwell-Stadion für das Aufwärmprogramm, besser ins Spiel fanden aber dennoch die Gastgeber, wenn auch nur sehr langsam. In Minute 10 wird ein erster Vorstoß über Daniel Schützenberger und Florian Mairböck notiert, der Konter wird aber schließlich von Patrick Schürz unterbunden. Auch in Minute 18 folgt noch kein Abschluss, Max fängt einen Stangler von Florian Mairböck ab, nachdem dieser zuvor Felix Hofmann auf der linken Seite stehen gelassen hat. Der erste tatsächliche Abschluss geht auf unser Konto, Sebastian Traxler probiert es mit einem Weitschuss Richtung rechtes Kreuzeck, der Ball geht aber über das Tor. Es war irgendwie eine ganz seltsame Partie, beide Mannschaften kämpften verständlicherweise mit der Hitze und es kam kaum ein Spielfluss zustande, mehr Ballbesitz hatten aber die Heimischen, die in zwölf Heimspielen erst fünf Gegentreffer kassiert haben. In Minute 31 wehrt Max einen Direktfreistoß von Oliver Peterseil zur Ecke ab, zwei Minuten später war die Fahne von Assistent Josip Lukic ob, nachdem Florian Mairböck quasi alleine vor unserem Tor aufgetaucht ist. Zuvor wurde unser Trainer Amarildo Zela bereits zum Wechseln gezwungen, Manuel Kainberger fiel nach einem Zweikampf unglücklich auf die rechte Schulter und wurde von Alexander Mühlparzer ersetzt.

Vor allem unsere Offensive tat sich an diesem Pfingstmontag sehr schwer und es fehlte ein Spielertyp wie Adnan Nocic, der den Ball auch einmal halten bzw. seinen Körper gegen die großgewachsenen Verteidiger einsetzen kann. Und so war es dann irgendwie nicht verwunderlich, als wir in Minute 36 das 1:0 kassieren. Der quirlige Julian Kollingbaum zieht auf Höhe 16er von der rechten Seite zur Mitte und bringt den Flachschuss, den Max seitlich abwehrt, wo Paul Hintersteininger abstauben will, es aber zu einem Pressball mit Patrick Schürz kommt, wodurch der Ball zentral vor dem Tor und vor den Beinen von Florian Mairböck landet, der nur mehr einschieben muss. Wir werden nur mehr über eine Standardsituation gefährlich, nach einem Zauner-Freistoß von der rechten Seite verpasst Felix Hofmann an der zweiten Stange. Pausenstand 1:0.

Hälfte Zwei:

Die zweite Hälfte begann dann nahezu wie der erste Durchgang, es gab kaum Torraumszenen und wenn dann vor allem über ruhende Bälle, so wie in Minute 56, als Stefan Taferner wie Felix Hofmann am Ende der ersten Hälfte an der zweiten Stange einen Freistoß von rechts verpasst. In Minute 64 dann eine vorentscheidende Szene, Florian Mairböck macht die perfekte Spielverlagerung auf die rechte Seite, Julian Kollingbaum schießt, Sebastian Traxler blockt den Ball zur Ecke, wo uns die Gastgeber dann aussehen lassen, als ob wir bereits einen Sonnenstich hätten. Wir verschlafen komplett, dass der Corner von rechts kurz abgespielt wird, Daniel Schützenberger lässt relativ einfach Alexander Mühlparzer aussteigen, Max verpasst den Stangler und Oliver Peterseil braucht das runde Leder aus zwei Metern nur mehr über die Linie drücken. Naarn war den drei Punkten schon relativ nahe, allerdings nur kurzzeitig, denn quasi aus dem Nichts gelingt unserer Elf auch der erste Treffer des Tages, der gleichzeitig auch unser erstes Tor im Donauwell-Stadion seit 20. August 2005 war. Daniel Zauner führt von rechts einen Freistoß aus, der im Strafraum von Florian Mairböck per Kopf an die zweite Stange verlängert wird, wo sich Idris Sakic gegen seinen Gegenspieler durchsetzt und ins lange Eck einschießt.

Wir können aber das Momentum nicht nutzen (obwohl von der Tribüne viel energetische Unterstützung ausgegangen ist, Thomas „Gust“ Höltschl trug nämlich erstmals das neue Trikot vom 1. FC Hanrieder Ghetto mit pranatischem Hauptsponsor), vielmehr war unser Treffer die letzte notierte Chance im restlichen Spiel. Die Gastgeber werden dafür vier Minuten nach unserem Anschlusstreffer über den eingewechselten Noah Pilz gefährlich, sein Abschluss geht aber deutlich drüber. Doppelchance dann rund um Minute 75 für die Schwarz-Weißen, zunächst prüft Julian Kollingbaum mit einem wuchtigen Schuss von der Seite Max, wenige Augenblicke später verpassen Noah Pilz und Florian Mairböck nach Flanke von Kapitän Alexander Grinninger. Bestens aufgelegt in 1 gegen 1 Situation war an diesem Montag unser Schlussmann Markus Schinkinger, der mit gewissen Aktionen für kleine Herzinfarkte im Lembacher Fansektor sorgte. In Minute 86 geht es beinahe schief, nach einem riskanten Einsatz gegen Julian Kollingbaum am rechten Sechzehnereck kann unser Schlussmann den Abschluss von der Seite aber doch noch entschärfen. Mit dem Schlusspfiff macht er aber dann den einen Haken zu viel, Noah Pilz schnappt sich den Ball, Max versucht den Stürmer noch zu Fall zu bringen, der junge Naarner Angreifer strauchelt zwar, bleibt aber auf den Beinen und muss den Ball nur mehr ins leere Tor zum 3:1 Endstand einschieben.

Fazit:

Unsere Siegesserie ist gerissen, nach vier vollen Erfolgen müssen wir den Platz wieder als Verlierer verlassen und können weiterhin in Naarn nicht gewinnen. Nach dem langen Wochenende und den hohen Temperaturen war es von beiden Teams ein überschaubar gutes Bezirksligaspiel, der zweite und dritte Treffer von Naarn wäre aber vermeidbar gewesen. In Summe geht der Sieg von Naarn aber definitiv in Ordnung, wir waren vor allem in der Offensive viel zu harmlos. Das Spiel sollte möglichst schnell abgehakt werden und viel Zeit bleibt ohnehin nicht, denn bereits am Freitag wartet mit dem SV Freistädter Bier der nächste Gegner bei vermutlich angenehmeren Temperaturen, wo wir hoffentlich an unsere kämpferische und spielerische Hochform der vergangenen Wochen wieder anschließen können.

Reserve:

Weil die Reserve von Naarn in der 2. Klasse Nordost aktiv ist, gab es diese Runde kein Reservespiel, weiter geht es dann am kommenden Freitag um 17:30 Uhr gegen den Tabellenführer aus Freistadt.

Damen:

Unsere Damen waren ein bereits letztes Mal in dieser Saison das Auswärtsteam, am Samstag wurde die Reise in den Inno-Aktiv Park vom SV Krenglbach angetreten. Die dortigen Gegnerinnen, die SPG Wallern/Krenglbach 1b war wie so oft schwer einzuschätzen, wie bei 1b Teams so üblich gab es auch hier im Vorfeld die Befürchtung, dass einige Spielerinnen aus der OÖ Liga „herunterspielen“ und die Punktemitnahme aus dem Bezirk Wels-Land ein schwieriges Unterfangen werden könnte. Dies bestätigte sich glücklicherweise nicht (vermutlich auch deswegen, weil die KM von Wallern/Krenglbach Relegation in die zweite Bundesliga spielt und hier die Verletzungsgefahr zu groß gewesen wäre), die Gastgeberinnen erwischten aber dennoch den besseren Start. Nach zwei Minuten bringt Joseline Mistlbacher von rechts einen Corner, Sabrina Feischl befördert den Ball mit der Stirn an die Querlatte, den Abpraller klärt Elisa Hofer quasi in die Arme von Leonie Gerstl. Die schnelle und beste Saisontorschützin Ayoka Morgan zieht in Minute 7 im Strafraum ab, Leonie Gerstl wehrt mit den Fäusten ab, Sabrina Feischl will den Abpraller verwerten, Marlene Schneeberger blockt aber diesen Ball. Zwei Minuten später entwischt die pfeilschnelle Lena Ilk am rechten Flügel ihre Bewacherin, ihren Querpass auf Emilia Gahleitner erwischt aber eine Verteidigerin und klärt die Situation. Bei zumindest gefühlt hochsommerlichen Temperaturen hat die SPG Wallern/Krenglbach 1b die nächsten Halbchancen, einen Schuss von Sabrina Feischl fälscht Hannah Kiesl zur Ecke ab, nach einem Solo von Melanie Hudler stoppt Carolina Stöttner die Flügelspielerin im Strafraum. In Minute 29 ertönte dann erstmals „Your Love“ von The Outfield im Stadion, Melanie Hudler mit der perfekten Spielverlagerung über unsere Defensive auf die rechte Seite, dort nimmt sich Anna Hötzmanseder den Ball mit und trifft flach ins linke untere Eck. Das Gegentor war ein Weckruf für unsere Damen, die ab sofort besser ins Spiel fanden, in Minute 32 steht Lena Ilk nach starker Vorarbeit von Laura Kalischko aber im Abseits, zwei Eckbälle rund um Minute 40 führen leider auch zu keinem Torjubel unsererseits. Dafür erwischen uns die Heimischen konträr zu den Temperaturen vor der Pause eiskalt, zunächst haben wir Glück, dass Melanie Hudler nach einem Ballverlust von Marlene Schneeberger zu überhastet abschließt, eine Minute später faustet Leonie Gerstl einen Eckball weg, über Umwege bekommt Joseline Mistlbacher die zweite Chance und bringt leider die perfekte Flanke in die Schnittstelle, wo Sabrina Feischl per Kopf zuschlägt. Bitterer Pausenstand: 2:0.

Der Beginn der zweiten Hälfte war dann ein Hin und Her, zunächst blockt unsere Mauer einen Freistoß von Joseline Mistlbacher, direkt im Gegenzug hat Torfrau Jasmin Brunmayr einen Schuss von Lena Ilk erst im Nachfassen, Emilia Gahleitner kommt nicht mehr an den Abpraller. Eine Minute später bedient Laura Schinkinger Lena Ilk mustergültig im 16er, ihr Schuss wird aber in der Box von einer Verteidigerin geblockt. Bei einem Schuss von Melanie Hudler in Minute 53 ist Carolina Stöttner noch entscheidend dazwischen, ehe dann zehn Minuten keine Chancen notiert werden. Die nächste Gelegenheit führt dann aber zum viel umjubelten Anschlusstreffer, nach einem Einwurf von Hannah Kiesl wird der Ball von Emilia Gahleitner und Lena Ilk quer gespielt, ehe Sandra Keil am 5er den Ball kompromisslos verwertet. Für die erste Torschützin der Lembacher Vereinsgeschichte ihr erstes Saison- und zweites Landesligator. Eine Minute später bringt Hannah Kiesl wieder über die linke Seite die Flanke, Lena Ilk steht aber im Abseits. Nach dem Treffer gab es chancentechnisch zehn Minuten Leerlauf, ehe Sarah Schiffelhuber eine Flanke bringt, die Leonie Gerstl noch entscheidend erwischt, wodurch die zur Halbzeit eingewechselte Emma Kreindl an der zweiten Stange nicht an den Ball kommt. Unsere Torschützin tritt in Minute 78 einen Eckball, Elisa Hofer ist etwas in Rücklage und kann den Ball nicht entscheidend Richtung Tor bringen. Eine Minute fällt dann die Vorentscheidung, nach einem weiten Ball in die Spitze trifft die herauslaufende Leonie Gerstl Ayoka Morgan beim Klärungsversuch, diese erwischt den Ball noch kurz vor der Grundlinie und zieht scharf von rechts ab, Leonie Gerstl kann im Zurücklaufen den Ball nur mehr ins eigene Tor abwehren. Im Anschluss versuchen es die beiden eingewechselten Anna-Sophie Berger und Magdalena Pouillard noch mit Schüssen, die aber beide Leonie Gerstl entschärfen kann. Die letzte Aktion gehört unseren Damen, Sandra Keil bedient mustergültig Lena Ilk, ihr Schuss wird aber zur Ecke geblockt, die dann nichts mehr einbringt. Im vierten Pflichtspiel leider die vierte Niederlage gegen die SPG Wallern/Krenglbach 1b, wie im Hinspiel wären aber auch am Samstag Punkte evtl. möglich gewesen. Kopf hoch, die nächste Chance gibt es bereits kommenden Samstag vor Heimpublikum gegen Lochen.

Nachwuchs – U15:

Unsere U15 hatte Pause, weiter geht es mit einem Heimspiel am Mittwoch, 27. Mai 2026 um 19:00 Uhr gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen.

Ausblick:

Bereits am kommenden Freitag steht das nächste Match auf dem Programm, unsere Mannschaften treffen zu Hause auf einen kleinen Angstgegner, gegen den SV Freistädter Bier haben wir historisch betrachtet eine eher überschaubare Bilanz. Wie man Angstgegner bezwingt, haben wir aber heuer im Frühjahr beim verdienten Derbysieg gegen Haslach eindrucksvoll unter Beweis gestellt und nach der Niederlage in Naarn wollen unsere Jungs sicher eine Reaktion zeigen. Gespielt wird am Freitag, 29. Mai 2026 um 17:30 Uhr (Reserve) + 19:45 Uhr (KM). Einen Tag später bestreiten unsere Damen ebenfalls ihr vorletztes Heimspiel der Saison, zu Gast im Huamabergstadion sind die Ladies aus Lochen, die bisher zweimal für Cupspiele in Lembach waren und diese Partien beide verloren haben. Gespielt wird am Samstag, 30. Mai um bereits 14:00 Uhr. Im Anschluss bzw. am Abend wird das Champions League Finale in der Kantine übertragen. Wir freuen uns auf euren Besuch an diesen beiden Tagen!

Zweitweiteste Auswärtsfahrt der Saison

Erneut müssen etliche Kilometer zurückgelegt werden, um unseren nächsten Matchort zu erreichen, nach der weitesten Auswärtsfahrt der Saison gegen St. Oswald/Fr. (ca. 76 km) vor zwei Wochen geht es am Pfingstmontag ins ca. 73 km entfernte Naarn im Bezirk Perg. Aber Moment mal – Montag?! Ja richtig gelesen, weil Naarn am Wochenende die Copa Pele zu Gast hat, spielen wir am statistisch betrachtet seltensten Wochentag, der Montag musste zuletzt vor fast genau 20 Jahren bei einem Pflichtspiel unserer Kampfmannschaft als Spieltag herhalten. Und jetzt wird es fast ein bisschen skurill (oder kitschig): Der damalige Spieltag? Pfingstmontag, 5. Juni 2006. Der damalige Gegner? Ausgerechnet die Union Naarn. Das Endergebnis? Ein 3:1 Heimsieg nach Treffern von Ernst Richtsfeld, Marek Kroneisl und Stefan Hinterleitner. Wir hätten nichts dagegen, wenn wir diese „Montag-Siegesserie“ fortsetzen könnten, der Gegner ist aber der aktuelle Tabellenführer der Bezirksliga Nord, der in mehreren Statistiken die klare Nr. 1 ist.

Gegner-Check:

Die Kragl-Elf führt als Landesliga-Absteiger die Tabelle der Bezirksliga Nord an, hat die wenigsten Niederlagen der Liga, die mit Abstand wenigsten Gegentore kassiert und liegt auch in der Heimtabelle auf Platz 1, dort mit fünf Punkten Vorsprung auf St. Oswald/Fr. Der Herbstmeister ist aber im Frühjahr doch etwas verwundbarer als noch in der Hinrunde, in der Rückrundentabelle liegen die Schwarz-Weißen „nur“ auf Rang 5, drei der vier Saisonniederlagen (gegen St. Oswald/Fr., Arnreit und Julbach) kassierte man 2026. Besonders empfindlich war die 5:2 Auswärtsniederlage letzte Runde im „kleinen“ Julbacher Meranstadion, noch dazu mussten die Naarner dort auch auf Stammtorhüter Michael Froschauer verzichten. Ebenfalls erwähnenswert ist die für einen Tabellenführer verhältnismäßig unauffällige Offensive, 35 erzielte Treffer sind in der Liga max. ein Durchschnittswert, selbst der Tabellenelfte aus Vorderweißenbach hat zwei Tore mehr erzielt. Wie erfolgreich man aber auch mit eher weniger eigenen Treffern sein kann, untermauert aber der aktuelle Tabellenplatz der Gastgeber, die besten Torschützen sind Daniel Schützenberger und Florian Mairböck mit je fünf Saisontoren. Defensiv ist das Donauwell-Stadion eine schwer einnehmbare Festung, in sieben von zwölf Heimspielen spielten die Hausherren zu Null, mehr als ein Gegentor hat man in dieser Saison zu Hause noch nicht kassiert, logischerweise soll diese Serie auch im bereits letzten Naarner Heimspiel des Jahres fortgesetzt werden.

Historische Bilanz:

Nur bedingt aussagekräftig ist die historische Bilanz, in der Naarn mit vier Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen aus neun Partien leichte Vorteile hat. Wenig aussagekräftig deswegen, weil das 1:1 Remis im Herbst 2025 das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit ca. 7,5 Jahren war und die Mannschaften somit wenig vergleichbar sind. Der letzte Sieg von Naarn im direkten Duell war unsere 0:5 Heimniederlage im Juni 2018 am Ende unserer damaligen Landesliga-Saison, unser letzter Sieg liegt fast 20 Jahre zurück, im September 2007 setzten wir uns nach einem Eigentor von Naarns Josef Huber und einem Treffer von Stefan Hinterleitner ebenfalls in der Landesliga zu Hause mit 2:1 durch. Im Donauwell-Stadion war das Tor bei unseren letzten Auftritten aber wie verriegelt, in den letzten drei Spielen in Naarn (2:0 Niederlage im November 2017, 3:0 Niederlage im April 2008, 0:0 im Juni 2007) gelang uns kein Treffer, der letzte Torschütze in Naarn ist (wer könnte es anderes sein) Stefan Hinterleitner, der bei unserer 3:1 Niederlage im August 2005 den Ehrentreffer erzielte. Die besten Torschützen im direkten Duell sind Cem Aygün und Mario Pfeiffer bzw. Stefan Hinterleitner und Marek Kroneisl mit je drei Treffern, einziger noch aktiver Torschütze auf unserer Seite ist Jakob Pechmann, der beim 1:1 im Hinspiel erfolgreich war.

Unsere Formkurve:

Vier Siege in Folge haben uns im Abstiegskampf etwas Luft verschafft, weil aber fast alle Mannschaften aus dem Tabellenkeller ebenfalls regelmäßig punkten, dürfen wir uns trotz 30 Zählern weiterhin nicht ausruhen, Platz 12 liegt nach wie vor nur drei Punkte entfernt. Dasselbe gilt aber auch fast für die andere Richtung, derzeit fehlen nur fünf Punkte auf die drittplatzierten Haslacher, die aber bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben. Verstecken brauchen wir uns aber 2026 definitiv nicht, wir führen derzeit sogar die Rückrundentabelle an und können hier durchaus beeindruckende Statistiken vorweisen, die nach der bescheidenen Herbstsaison kaum einer für möglich gehalten hätte. Vier Runden vor Schluss haben wir bereits sechs Punkte mehr gesammelt als im gesamten Herbst, gemeinsam mit Vorderweißenbach haben wir die wenigsten Niederlagen 2026 (nur je eine), mit 22 Toren verfügen wir auch über die gefährlichste Offensive im neuen Jahr. Eine wichtige Offensivkraft fehlt aber in Naarn, unser bester Saisontorschütze Adnan Nocic wurde nach seinem Ellbogencheck gegen Arnreit für ein Spiel gesperrt und ist somit erst in Runde 24 bei der Partie gegen Freistadt wieder einsatzberechtigt. Aufpassen im Saisonendspurt heißt es indessen für Patrick Schürz, Martin Schinkinger und Idris Sakic, die alle bei aktuell vier gelben Karten stehen.

Schiedsrichter:

Ein für beide Teams völlig unbekannter Schiedsrichter wurde mit der Spielleitung betraut, Marinko Golub sorgt am Pfingstmontag für die Einhaltung der Spielregeln. Seine Assistenten werden Philipp Leonhartsberger und Josip Lukic sein.

Reserve:

Weil die Reserve von Naarn in der 2. Klasse Nordost aktiv ist, entfällt das Vorspiel, weiter geht es für die Mannschaft von Amadeo Zela mit dem Heimspiel gegen den überlegenen Tabellenführer aus Freistadt am Freitag, 29. Mai um 17:30 Uhr.

Spielort und Uhrzeit:

Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison steigt am Pfingstmontag, 25. Mai 2026 um 17:00 Uhr im Donauwell-Stadion von Naarn. Egal ob mit dem Fanbus (Abfahrt 14:15 Uhr am Marktplatz in Lembach – Anmeldungen bei Michael Rotter), dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß (;)), wir freuen uns auf eure Unterstützung im Bezirk Perg beim Tabellenführer.

Damen:

Ist es für unsere Herren erst das vorletzte Auswärtsspiel, sind unsere Damen kommendes Wochenende bereits ein letztes Mal in dieser Saison auf fremdem Terrain gefordert, diese reisen in den Bezirk Wels-Land und treffen in Krenglbach auf die SPG Wallern/Krenglbach 1b. Noch mysteriöser als die Frage wer Jack The Ripper war, wo das Bernsteinzimmer ist oder wo Atlantis versunken liegt, ist jedes Jahr die Frage, wie viele Auf- und Absteigerinnen es in den jeweiligen Damenligen gibt. Und hier gibt es durchaus positive Informationen für unsere Ladies, wodurch ein Landesliga-Verbleib immer wahrscheinlicher wird. Die Ligagröße in der OÖ Liga und der Landesliga soll nächste Saison zehn Teams betragen, laut aktuellen Informationen ziehen sich die LASK Juniors, die Absteigerinnen aus der OÖ Liga (die heuer „nur“ eine 9er-Liga ist/war), vom Spielbetrieb zurück und stellen eine U16, wodurch von der OÖ Liga kein neues Team in die Landesliga hinzukommt. Weil auch in der OÖ Liga nächste Saison zehn Teams sein sollen, wird es bereits ziemlich sicher zwei Aufsteigerinnen geben (aktuell St. Stefan und Altenfelden), sollte OÖ Liga Meister Wallern/Krenglbach die Relegation gewinnen, würden sogar drei Teams (aktuell auch noch die SPG Antiesenhofen) aus der Landesliga in die OÖ Liga aufsteigen.

Durch die zwei bzw. drei Aufsteigerinnen und weil auch aus den beiden Frauenklassen voraussichtlich nur je ein Team aufsteigt, würde sich folglich auch die Anzahl der Absteigerinnen von der Landesliga in die Frauenklasse reduzieren und mittlerweile reicht ziemlich sicher Platz 9 (den unsere Damen derzeit inne haben) oder 10 bzw. im Fall des Aufstiegs von Wallern/Krenglbach auch unter Umständen Rang 11 für den Klassenerhalt. Rang 10 hat derzeit übrigens Windischgarsten inne, wo die sportliche Zukunft ähnlich wie bei LSC Linz noch nicht final geklärt ist. Endgültige Gewissheit wird es aber erst mit 1. Juni (Nennschluss für alle Teams für die kommende Saison, in den letzten Jahren kam es auch öfters zu einem Aufstiegsverzicht, der aktuell nicht vorhersehbar bzw. einplanbar ist) bzw. Mitte Juni nach den Relegationsduellen geben. Die Situation bleibt noch etwas vage, unsere Damen können aber mit weiterem Punktezuwachs am Samstag diese Diskussion ohnehin beenden und damit widmen wir uns den kommenden Gegnerinnen.

Die SPG Wallern/Krenglbach 1b steht auf Platz 5 der Tabelle, hat mit einem Torverhältnis von 34:29 aber „nur“ die siebtbeste Offensive der Liga, die besten Torschützinnen sind Ayoka Morgan und Anna Wastlbauer mit je sieben Saisontoren. Historisch betrachtet zogen unsere Damen in allen vier bisherigen Duellen den Kürzeren, drei der vier Partien verloren wir zu Null, den bis heute einzigen Treffer gegen die Buchner-Elf erzielte Lena Ilk beim ersten Aufeinandertreffen im August 2024 bei unserer 1:4 Heimniederlage. Im Herbst waren wir knapp am ersten Punktgewinn dran, ein später Treffer von Anna-Sophie Berger führte aber zu einer 0:1 Niederlage vor eigenem Publikum. In der Rückrundentabelle stehen die Gastgeberinnen aber auf Rang 3 und gaben nur gegen die Top 3 der Gesamttabelle Punkte ab. Unsere Ladies haben sich im Frühjahr aber im Mittelfeld der Landesliga festgesetzt und stehen in der Rückrundentabelle auf dem guten 6. Platz, nur vier Punkte hinter der SPG Wallern/Krenglbach 1b. Die einzigen beiden Niederlagen 2026 kassierte man auswärts gegen die beiden Topteams aus St. Stefan und gegen die SPG Antiesenhofen, im fünften Anlauf soll nun der erste Auswärtssieg des Jahres eingefahren werden. Offensiv wird wieder vieles von Kapitänin Lena Ilk abhängen (zehn der 19 Saisontore gehen auf ihr Konto), zuletzt haben aber auch Laura Kalischko und Premierentorschützin Emilia Gahleitner gezeigt, dass im Angriffsdrittel mit ihnen zu rechnen ist. Gespielt wird am Samstag, 23. Mai um 15:30 Uhr im Inno-Aktiv Park vom SV Krenglbach. Unsere Damen freuen sich über Unterstützung beim letzten Auswärtsspiel der Saison!

Nachwuchs – U15:

In der Pfingstwoche pausiert unsere U15, weiter geht es für die Vollert-Elf am Mittwoch, 27. Mai 2025 um 19:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Feldkirchen.