Uneinnehmbare Festung Copa Haslana
Schier verflucht scheint die Copa Haslana in der Vergangenheit gewesen zu sein, nach zwei klaren Niederlagen waren wir im Vorjahr lange 0:2 in Führung, ehe wir uns noch nach drei Treffern in der Schlussviertelstunde mit 3:2 geschlagen geben mussten. Mit gleichem Kader, aber einem neuen Mann an der Seitenlinie gingen wir ins Spiel gegen Haslach, Jürgen Hötzendorfers Einstand als Cheftrainer einer KM war gleich das so wichtige Haslach-Derby, welches wir aufgrund der Tabellensituation auf keinen Fall verlieren wollten. Leider mussten wir nach 90 Minuten einsehen: Die Copa Haslana bleibt in der KM eine uneinnehmbare Festung.
Hälfte Eins:
Der KM-Kader war im Vergleich zum Unentschieden gegen Vorderweißenbach quasi ident, Jonathan Altendorfer war nach kurzer Verletzungspause wieder einsatzbereit, nahm aber nach seinem Reserve-Einsatz zunächst auf der Bank Platz. Das Spiel begann mit einem vorsichtigen Abtasten und war von Beginn weg sehr ausgeglichen, den ersten Warnschuss gab Haslachs Valentin Fuchs ab, sein Distanzschuss in Minute 6 streift die Querlatte und findet das Netz hinter dem Tor. In Minute 17 dann die erste vorsichtige Annäherung an den Kasten von Niklas Schwarz, Daniel Zauner geht auf der rechten Seite stark dem Ball nach und flankt zur Mitte, der Kopfball von Jakob Pechmann ist aber zu harmlos. In Minute 24 werden die Haslacher wieder gefährlich, Neuzugang Matthias Brunninger bringt einen gefährlichen Stangler zur Mitte, Valentin Mandl klärt in letzter Sekunde, wenige Minuten später ist auf der Gegenseite Schlussmann Niklas Schwarz am 16er knapp vor Alexander Mühlparzer am Ball.
Unsere besten Chancen in Durchgang Eins finden wir rund um Minute 30 vor, zunächst verpasst Jakob Pechmann denkbar knapp einen Querpass von Idris Sakic, kurz darauf schaffen es Stefan Schürz und Idris Sakic an der ersten Stange nicht, dass sie nach einer Zauner-Ecke den Ball über die Linie befördern. In Minute 34 gab es einen kurzer Haslacher Torjubel, nach einer unübersichtlichen Situation mit mehreren Abschlüssen in unserem Strafraum zappelt der Ball plötzlich im Netz, Linienrichter Seval Tihak signalisiert aber eine Abseitsstellung. Weil auch ein Schuss von Marvin Lorenz nach einem Solo über das linke Kreuzeck geht, bleibt es zur Halbzeit beim bis hierhin durchaus leistungsgerechten Unentschieden.
Hälfte Zwei:
Die Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine, den besseren Start mit mehr (Halb-)Chancen erwischten aber wir. Zunächst müssen Standardsituationen herhalten, Martin Schinkinger und Idris Sakic finden bei Eckbällen Gelegenheiten vor, in Minute 57 probiert es dann Idris Sakic aus der Distanz. Die beste Chance in dieser Phase haben unsere Jungs dann in Minute 63, Idris Sakic bedient vom Zentrum aus Alexander Mühlparzer auf der rechten Seite, er bringt den Querpass zur Mitte, wo sich Daniel Zauner dann den Ball annimmt bzw. zurechtlegt, aus der Drehung heraus wird sein Schuss aber noch geblockt. Beide Teams beginnen dann mit ihren Wechseln (Haslach hatte die ungewöhnlich hohe Anzahl von 4 fixen Ersatzspielern), wodurch auch der Spielfluss immer wieder zerstört wurde und kaum nennenswerte Aktionen entstanden. Die Gastgeber waren in Durchgang Zwei noch nicht wirklich gefährlich geworden, als auch hier eine Standardsituation die sonnenseitige gelegene Tribüne in Jubel versetzte. Lukas Feldler mit einem Freistoß von der Mittellinie Nähe der Ersatzbänke, der Ball findet genau den Kopf vom eingewechselten Julian Friedl, der die Kugel gefühlvoll über Max hinweg ins Tor verlängert. Das Phänomen Friedl (fünftes Tor gegen uns) schlägt wieder zu, aufgrund seiner Cobra-Ausbildung stand eigentlich ein Karriereende bzw. Karrierepause im Raum, nach dem schwachen Saisonstart der Haslacher wollte er aber wieder mithelfen und macht das genau mit dem Lucky Punch gegen uns. Nach einem Lochpass von Matthias Brunninger auf Julian Friedl spitzelt der Goalgetter der Aigner-Elf den Ball in der Schlussphase noch knapp neben die rechte Stange, wir finden nach einem Mühlparzer-Eckball in der Nachspielzeit noch eine Chance vor, mehrere Spieler von uns verpassen aber den Ball in der Mitte. Dann pfiff Schiri Dino Bojicic ab, es war wieder einmal ein gebrauchter Nachmittag auf der Copa Haslana.
Fazit:
Wie auch das Fazit vieler Besucherinnen und Besucher nach der Partie war – ein Unentschieden wäre nach einer von uns kämpferisch und taktischen starken Leistung wohl gerecht gewesen, aber wenn man vorne die Tore nicht macht, bekommt man sie eben hinten. Und auch wenn er derzeit nur in der Aushelfer-Rolle ist, so ist ein Julian Friedl immer gefährlich und für einen Treffer gut und genau das hat er gegen uns unter Beweis gestellt. Ein Spielertyp wie er bzw. ein Knipser fehlt uns leider aktuell, weil ein Nachbessern in Form eines Stürmers frühestens in der Winterpause möglich ist, braucht es in den restlichen Partien weiter Lösungen aus den eigenen Reihen. Das Spiel an sich war aber definitiv nicht schlecht, wir standen vor allem defensiv kompakt, was vielleicht schon die ersten Zeichen der Handschrift von Jung-Trainer Jürgen Hötzendorfer sind.
Reserve:
Viele Ausfälle musste unser neuer Reserve-Trainer Manfred Pils kompensieren, neben Kapitän Moritz Kohel fehlten u.a. auch Dominik Gabriel, Dietmar Höfler, Niklas Höfler und Alexander Kindlmann. Dafür standen mit Julian Schram, Thomas Höltschl und Matthias Peherstorfer wieder drei Aushilfskräfte aus Kirchberg sowie Routinier David Wögerbauer zur Verfügung, von den Kirchbergern durfte Matthias Peherstorfer sogar beginnen. Ebenfalls in der Startelf war Jonathan Altendorfer, der nach kurzer Verletzungspause sein Comeback gab. Er setzte auch das erste Ausrufezeichen mit seinem Schuss in Minute 11, die beiden folgenden Ecken brachten aber nichts ein. Nach einer Ecke wird auch Jan Pötscher einige Minuten später gefährlich, sein Schuss geht knapp drüber, knapp vorne war zwei Minuten später Matthias Peherstorfer nach einem schönen Spielzug über Marlon Grobner und Niklas Hinterleitner, die folgerichtige Entscheidung war Abseits. Während bei Haslach wenn dann nur Florian Pröll Gefahr ausstrahlte, zeichnet sich unsere Führung immer mehr ab, in drei Situationen zwischen Minute 22 und 31 scheitert Jonathan Altendorfer entweder an Schlussmann Teufelsbrucker oder an sich selbst, weil er den Ball nicht entscheidend trifft. Deutlich besser macht es unser quirliger Angreifer dann in Minute 36, Marlon Grobner bekommt nach einem Corner zum zweiten Mal den Ball und flankt diesen perfekt auf die Stirn von Jonathan Altendorfer, der mit dem Kopf Schlussmann Valentin Teufelsbrucker bezwingt.
Nach einer flachen Freistoßvariante von Jan Pötscher über Matthias Peherstorfer verpasst Jonathan Altendorfer an der zweiten Stange, kurz vor der Pause kommt es dann zum Doppelschlag und der Vorentscheidung. Marlon Grobner bedient Matthias Peherstorfer, der sich ca. 11 Meter vor dem Tor die Kugel zurechtlegt und eiskalt unter die Latte einschießt. Die Jung-Haslacher wissen nicht so recht wie ihnen geschieht, denn nur eine Minute später zieht Niklas Hinterleitner flach Richtung langes Eck ab, der Ball geht via rechter Innenstange ins Tor zur 0:3 Pausenführung.
Nach der Pause blieben wir am Drücker, nach 52 Minuten dann das 0:4, nach einem weiten Ball in den Strafraum zieht Goalgetter Jonathan Altendorfer ab und lässt Valentin Teufelsbrucker kein Chance. Keine drei Minuten später gibt es den zweiten Doppelpack des Tages, der eingewechselte David Wögerbauer schickt am rechten Flügel Marlon Grobner, Matthias Peherstorfer kommt an der zweiten Stange angesprungen und verwertet den Stangler unserer Nr. 8. Jonathan Altendorfer verpasst noch einen Flugkopfball nach Vorlage von Bruder Laurin in Minute 57, dann werden die Haslacher plötzlich gefährlicher. Paul Feldler köpfelt nach einer Ecke von Jonas Engleder an die Querlatte, drei Minuten später lässt der auffälligste Haslacher Florian Pröll Manuel Pichler und Patrick Schürz im Strafraum aussteigen und schießt zum 1:5 ein. Ähnliche Situation dann in Minute 74, dieses Mal ist es Michael Becker der sich in unserer Defensive gegen mehrere Verteidiger durchsetzt und schlussendlich auch noch Felix Bes tunnelt, neuer Spielstand 2:5. Die letzte Chance dann in Minute 90, Markus Hintringer schickt Laurin Altendorfer, der mit seinem Flachschuss aber nur die linke Stange trifft. In Summe aber ein verdienter Sieg und gelungener Einstand für Neo-Coach Manfred Pils.
Damen:
Unsere Damen hatten dieses Wochenende spielfrei, weiter geht es am kommenden Samstag, 19. September um 17:00 Uhr mit einem Heimspiel gegen Maria Neustift.
Ausblick:
Unsere Herren kehren wieder auf die eigene Anlage zurück und wollen eine lange Serie fortsetzen, denn unser nächster Gegner St. Oswald/Fr. hat seit 2011 (!) nicht mehr in Lembach gewinnen können. Gespielt wird am Freitag, 18. September um 17:30 Uhr (Reserve) + 19:45 Uhr (KM).
U16:
Ein Rückblick auf die ersten beiden Saisonspiele unserer U16 ist im Vorbericht zur Haslach-Partie enthalten. Die Vollert-Jungs stehen nach zwei Runden bei vier Punkten und treffen am Mittwoch, 16. September 2026 um 19:30 in St. Peter auf die SPG St. Peter/Arnreit/Neufelden.



