Verdienter Derbysieg in Peilstein

„Dinge die wir uns verschwiegen haben“ – so lautet der Titel des Debütromans der jungen Lembacherin Helene Smetschka, der letztes Jahr im Herbst erschienen ist. Und unsere Jungs haben sich im Herbst und zum Teil auch im Frühjahr scheinbar auch einiges verschwiegen, nämlich wie gut sie alle Fußballspielen können. Nach einer vor allem kämpferisch starken Leistung wurde gegen die bisherige Mannschaft des Frühjahrs ein völlig verdienter Derbysieg gefeiert, der für das Selbstvertrauen und den Abstiegskampf extrem wichtig war.

Hälfte Eins:

Ohne den angeschlagenen Kapitän Patrick Schürz eröffneten wir das Match in der Fischer Arena, Sommerneuzugang Daniel Pils führte unser Team erstmals aufs Feld, für Patrick Schürz begann Sebastian Traxler links hinten. In der Innenverteidigung kehrte Felix Hofmann nach Gelbsperre zurück, er bildete das Duo mit Stefan Schürz, zudem feierte Manuel Kainberger sein Startelfdebüt, er begann für Jonathan Altendorfer, der in den Tagen vor der Partie krank war. Mit 20 Minuten Verzögerung (siehe Reserve) konnte das Derby dann angepfiffen werden und die ca. 600 Fans sahen eine sehr chancenarme, aber leider verletzungsintensive erste Hälfte. Der erste Abschluss gehörte unseren Jungs, ein Schuss von Daniel Zauner von außerhalb des Strafraums wird zur Ecke abgefälscht, die dann aber nichts einbringt. In Minute 11 gehen wir mit der ersten echten Chance in Führung, Jakob Pechmann bedient mit einem Lochpass Adnan Nocic, dieser zieht links im Strafraum ab und trifft flach aus ca. 15 Metern ins lange Eck. Die beste Offensive der Liga im Jahr 2026 bleibt in Hälfte Eins viel schuldig, lange Zeit war ein Freistoß von der Mittellinie, der dann wegen Abseits abgepfiffen wurde, die einzig nennenswerte Aktion.

Auffällig war die erste Hälfte dann leider wegen zwei verletzungsbedingter Wechsel, sowohl Daniel Zauner als auch Adnan Nocic mussten angeschlagen raus, vor allem bei Daniel Zauner besteht aber die Hoffnung, dass er gegen Haslach wieder einsatzfähig ist. Torschütze Adnan Nocic griff sich nach einem Sprint an den Oberschenkel, falls sich der Verdacht auf eine Zerrung bestätigt, könnte er leider ein paar Spiele ausfallen. Die Steinprofis werden dann nochmals via Standard gefährlich, ein von Dominik Gruber aus dem Mittelkreis getretener Freistoß springt gefährlich im Strafraum auf, Max kann mit einer Parade klären. Dieser muss als dritter Lembacher Spieler nach einer Zweikampf behandelt werden, kann aber weitermachen und erlebt in der mehrminütigen Nachspielzeit dann das 0:2. Nach einem Einwurf von der rechten Seite wird der Ball verlängert und landet schließlich bei Innenverteidiger Thomas Magauer, der den Ball aus Sicht der Steinprofis zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt per Kopf ins eigene Tor befördert. Kurz darauf pfeift der unter Beobachtung stehende Schiedsrichter Andreas Riegler zur Pause, Halbzeitstand 0:2.

Hälfte Zwei:

In der Pause gab es keine Wechsel, dafür folgten in den ersten zehn Minuten im zweiten Durchgang gleich zwei Schlüsselmomente. In Minute 53 wird von links eine Ecke ausgeführt, Lukas Schaubmayr kommt an der ersten Stange zum Ball und spitzelt diesen Richtung Tor, Max hat den Ball, dieser war aber zuvor bereits hinter der Linie und die Oepping-Peilsteiner verkürzen auf 1:2. Der 2-Tore Vorsprung war aber rasch wieder hergestellt, Daniel Pils schickt Manuel Kainberger in den Strafraum, bei seinem Versuch der Hereingabe spielt Michael Pichler den Ball mit der Hand und Schiri Riegler zeigt auf den Punkt. Ob Elfmeter oder nicht wurde zum Teil etwas kontrovers diskutiert, Idris Sakic legt sich den Ball aber zurecht und trifft souverän flach in die Mitte zum 1:3. Die Steinprofis waren ungewohnt passiv, was von Schiedsrichter Andreas Riegler nicht behauptet werden konnte, auch bei ihm gab es einige kontroverse Szenen, durch die der Spielfluss oft etwas zerstört wurde. In Minute 59 haben wir dann die dicke Chance aufs 1:4, Daniel Pils führt von links einen Freistoß aus, Lukas Fischer kann sich nach einem Kopfballabpraller mit einem Wahnsinnsreflex auszeichnen.

Mit Simon Hofer haben die Steinprofis ebenfalls einen Top-Freistoßschützen in ihren Reihen, bei einem Aufsitzer-Flatterball in Minute 66 kann Max nur nach vorne abprallen lassen, gemeinsam wird die Situation dann geklärt. Unsere beste Chance im restlichen Spiel entsteht dann zwei Minuten später, nach einem Querschläger von Lukas Fischer setzt Jonathan Altendorfer energisch nach und kommt aus kurzer Distanz zum Abschluss, Goalie Fischer ist aber noch entscheidend dran und es gibt knapp Ecke und nicht Treffer Nummer Vier. Wir bleiben weiter am Drücker und sind dem Tor näher als die Gastgeber, nach einer schönen Kombination ist Lukas Fischer wieder entscheidend vor Jonathan Altendorfer am Ball, nach einer Pils-Ecke köpfelt Martin Schinkinger völlig freistehend drüber. In Minute 88 können die Hausherren beinahe noch verkürzen, Kevin Rachinger bringt von links die Flanke, Simon Hofer vergibt an der zweiten Stange, sein Kopfball landet im Außennetz. Alexander Kindlmann feiert in der Nachspielzeit noch sein KM-Debüt, weil in Minute 95 Felix Hofmann nach einem Freistoß noch vergibt, bleibt es beim völlig verdienten 1:3 Auswärtssieg.

Fazit:

Der Sieg war völlig verdient, wir ließen uns auch von zwei verletzungsbedingten Wechseln nicht aus der Spur bringen und feierten den dritten Derbysieg in Folge sowie den zweiten Auswärtssieg der Saison und fügen den Gastgebern die erste Niederlage 2026 zu. In der Tabelle verbessern wir uns um einen Platz und stehen nach der Niederlage von Vorderweißenbach gegen Freistadt nun auf Rang 12 mit 21 Punkten. Erfreulich war vor allem die Leistung der „Ersatzleute“ Sebastian Traxler und Manuel Kainberger, die beide eine bärenstarke Leistung gezeigt haben.

Reserve:

Im Vorbericht habe ich noch erwähnt, dass sich die Personalsituation wieder etwas entspannt, durch einige verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle war die Spielersuche aber alles andere als einfach, St. Martin 1b Trainer Michael Lindorfer half aus, zudem war Ex-Kapitän David Wögerbauer nach längerer Zeit wieder im Kader, nahm aber zunächst auf der Bank Platz. Nach einem vorsichtigen Abtasten entstehen nach einer Viertelstunde die ersten Szenen, sowohl Simon Gabriel als auch Christian Anreither finden im 1 gegen 1 ihre Meister in den jeweiligen Torhütern. Danach sind unsere Jungs besser im Spiel, Alexander Kindlmann schiebt nach perfekter Vorarbeit von Moritz Kohel den Ball knapp an der Stange vorbei, bei einem Volley von Markus Hintringer wird Schlussmann Naderer zu einer Parade gezwungen. In Minute 27 dann die Belohnung für das engagierte Spiel, nach einer Ecke von Manuel Schmerda ist wie in der Vorwoche Moritz Kohel in der Mitte zur Stelle, dieses Mal trifft er spektakulär per Hüfte. Die Führung sollte nicht lange halten, Markus Schaubmaier wird links in den Strafraum geschickt und trifft flach ins lange Eck zum Ausgleich. Nicht einmal zwei Minuten später holt Schlussmann Maximilian Naderer Alexander Kindlmann von den Beinen, Manuel Schmerda verwandelt den fälligen Strafstoß. Wieder nur vier Minuten später sind die Heimischen aber wieder da, Ecke von Lukas Zoidl, an der ersten Stange verwertet Kapitän Simon Pernsteiner per Kopf zum 2:2 Pausenstand.

In den ersten 20 Minuten in Hälfte Zwei passiert bis auf einen Schuss vom mittlerweile eingewechselten David Wögerbauer wenig, in Minute 65 laden wir dann die Gastgeber zum Toreschießen ein. Nach einem Ball in den 5er patzt unser Schlussmann Felix Bes, Simon Gabriel braucht aus kurzer Distanz nur mehr einschieben. Fünf Minuten später kann sich unser Keeper aber wieder auszeichnen, im 1 gegen 1 gegen Simon Gabriel wartet er lange, schnappt sich aber am Boden liegend dann den Ball. Unschöne Szenen dann ab Minute 75, nach einem Zweikampf geht unser Kapitän Jakob Bäuchler zu Boden und muss lange behandelt und schlussendlich sogar mit der Rettung abtransportiert werden, der Verdacht auf Schienbeinbruch bestätigte sich nach einer Untersuchung im Krankenhaus zum Glück nicht. Nach einer ca. 20-minütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt und die jungen Steinprofis schaffen die Vorentscheidung, Sebastian Heinzl wird aus dem Zentrum bedient und lupft den Ball über Felix Bes zum 4:2. Beinahe wäre es aber nochmal spannend geworden, Manuel Schmerda trifft wenige Minuten vor Ende das linke Kreuzeck, zwei Minuten später zündet er den Turbo und setzt auch gegen Schlussmann Naderer energisch nach, bis er nur mehr ins leere Tor einschieben muss. Endstand 4:3

Damen:

Sind es bei den Herren die Oepping-Peilsteiner die im Frühjahr wie der Phönix aus der Asche aus dem Tabellenkeller emporsteigen, haben in der Frauen-Landesliga unsere Damen diese Rolle inne, vor der Partie gegen Windischgarsten waren wir in der Rückrundentabelle das beste Team der fünf potentiellen Abstiegskandidaten und somit auch die leichten Favoritinnen gegen die Damen aus dem Bezirk Kirchdorf. Vorsicht war aber geboten, im Hinspiel fanden unsere Ladies nicht in die Partie und mussten sich geschlagen geben, waren am Freitagabend aber auf Revanche aus. Eine Änderung gab es in der Startelf, Marlene Schneeberger war wieder retour und ersetzte Julia Peer, die auf der Bank Platz nahm. Die ersten 25 Minuten waren relativ ausgeglichen und chancenarm, Laura Kalischko musste dafür 2x ordentlich einstecken. In Minute 9 hat unsere Torfrau Leonie Gerstl einen Freistoß im Nachfassen, der erste Abschluss unserer Ladies war ein Schuss von Hannah Kiesl in Minute 20, der aber kein Problem für Gäste-Schlussfrau Tanja Stevanovic war. Die beste Chance in dieser Phase hat dann Sarah Schöngruber für Windischgarsten, über die rechte Seite kommt der Ball ins Zentrum, ihren Abschluss pariert Leonie Gerstl überragend, Valentina Bauer entschärft die Situation dann endgültig. Wir nähern uns aus der Ferne dem Gehäuse, in Minute 30 versucht es Elisa Hofer aus der Distanz, Tanja Stevanovic kann die Szene aber klären. Zwei Minuten später kommt der Abschluss dann von innerhalb der Box und die Hausdamen (danke für die Wortkreation Patrick Schürz!) führen. Sandra Keil bedient Lena Ilk, die sich am 16er den Ball leicht quer legt und ihr Tempo nutzt und an allen vorbeizieht und links im Strafraum dann ins lange Eck zum 1:0 trifft. In der letzten nennenswerten Aktion im ersten Durchgang ist die Torschützin dann die Vorbereiterin, Sandra Keil zieht nach Vorarbeit von Lena Ilk vom rechten Strafraumeck ab, der Ball senkt sich über das linke Kreuzeck ins Aus, Pausenstand 1:0.

Wie in der Vorwoche gegen Peuerbach ließen sich unsere Ladies zu Beginn der zweiten Hälfte dann hinten reindrücken und kassieren ein frühes Gegentor. Nach einer von links ausgeführten Ecke verlängert Laura Schinkinger den Ball per Kopf ins Tor, Karrieretreffer Nr. 3 von unserer Nr. 18 ist somit ein Eigentor und der Ausgleich zum 1:1. Die fast zwei Stunden angereisten Gäste versuchten weiterhin am Drücker zu bleiben und haben in dieser Phase auch mehr Spielanteile, echte Torchancen entstehen aber wenige, eine davon unterbindet Hannah Kiesl in Minute 60 mit einer perfekten Grätsche. Während in der Lembacher Skyline ein Feuerwerk gezündet wurde, ist es in Minute 63 ein ruhender Ball, der ganz heiß wird. Sandra Keil legt sich das Spielgerät zurecht, ihr Freistoß geht aber denkbar knapp über das rechte Kreuzeck. Rund um Minute 75 haben die in violett spielenden Windschgarstnerinnen dann die Entscheidung auf dem Fuß, nach einem Freistoß von der Mittellinie und einer Kopfballverlängerung von Ronja Schlager laufen zwei Angreiferinnen aufs Tor zu, der Querpass ist aber zu ungenau, Valentina Bauer klärt (nicht ganz ohne Herzklopfen ;)) zur Ecke. Der erste Versuch wird zur erneuten Ecke geklärt, bei der zweiten geht der Ball knapp neben die rechte Stange. Kurz vor Ende kann sich Leonie Gerstl nach einer Flanke nochmal auszeichnen, am Ende bleibt es aber bei der wohl gerechten Punkteteilung. Drei Punkte wären natürlich wünschenswert gewesen, aber derartige 6-Punkte Spiele sind immer schwierig zu bestreiten. In die nächsten beiden Spiele gegen die Spitzenteams der SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach und St. Oswald/Fr. gehen wir aber sicher mit deutlich weniger Druck und als Außenseiterinnen rein und können nur positiv überraschen.

Nachwuchs – U15:

Unsere U15 traf auswärts auf die im Frühjahr noch ungeschlagene SPG Herzogsdorf-Neußerling/St. Veit/Niederwaldkirchen, die vor der Partie auf Rang 2 lagen. Von Beginn weg zeichnete sich ein schnelles und kampfbetontes Match ab, in dem wir durch Lucas Lang bereits in Minute 10 in Führung gehen. In Minute 26 passierte unserem letztwöchigen KM-Debütanten Niklas Höfler ein unglücklicher Ausrutscher, wodurch die Heimelf durch Valentin Schiffler den Ausgleich erzielt. Die Vollert-Jungs ließ der Gegentreffer aber weitestgehend kalt und übernahmen wieder das Spielkommando und erarbeiteten sich mehrere gute Torchancen, der Ball will in dieser Phase aber nicht mehr ins Tor, auch ein von Moritz Höllinger geschossener Elfmeter geht am rechten Kreuzeck vorbei. Pausenstand trotz klarere spielerischer Vorteile 1:1.

Unsere Nachwuchskicker kamen aggressiv aus der Kabine und stellen in Minute 58 durch den zweiten Treffer bzw. einen Traumschuss von Lucas Lang auf 1:2, sechs Minuten später verwandelt Niklas Höfler den zweiten Elfmeter des Tages ins linke Eck zur vermeintlich komfortablen 1:3 Führung. Denn in Minute 78 patzt Schlussmann Valentin Niederleitner, Fabian Panholzer bringt die SPG wieder auf 2:3 heran. Nach langer Feldüberlegenheit unsererseits sind die Hausherren plötzlich tonangebend und drücken auf den Ausgleich. Unsere Jungkicker lassen einige gute Chancen zu, begehen einige unnötige Fouls und haben bei zwei Freistößen knapp außerhalb des Strafraums Glück, dass schlussendlich das 2:3 über die Zeit gebracht wird. In Summe aber ein verdienter und hart erarbeiteter Auswärtssieg, wodurch unsere U15 auf Rang 2 springt und auch Trainer Kurt Vollert zufrieden nach Hause fahren ließ. Im Vergleich zur Vorwoche war es sowohl kämpferisch als auch spielerisch eine klare Steigerung, die auch an der hohen Trainingsbeteiligung liegt. Optimierungsbedarf gibt es aber noch bei der Abgebrühtheit, damit künftig ein 2-Tore Vorsprung ohne nervliche Belastung über die Zeit gebracht wird.

Ausblick:

Eine etwas kürzere Verschnaufpause als sonst gibt es vor der kommenden Runde, unsere Damen bestreiten ihr nächstes Spiel bereits am Donnerstag, 30. April 2026 um 19:30 auswärts gegen die SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach und gehen aufgrund der Tabellensituation als Außenseiterinnen ins Match. Auch unsere Herren sind am Freitag, 1. Mai definitiv nicht die Favoriten gegen Haslach, hier lässt sowohl die Tabellensituation als auch die historische Bilanz ein äußerst schwieriges Spiel für unsere Jungs vermuten. Das kleine Derby beginnt um 16:45 Uhr (Reserve), die Kampfmannschaften stehen sich ab 19:00 Uhr gegenüber. Wir freuen uns auf eure Unterstützung bei den Spielen!