Das verflixte Haslach-Derby

Am 2. Mai steht der traditionelle Vereinsausflug auf die Passauer Dult am Programm und meistens wagen sich dort auch einige in die Geisterbahn. Die dortigen Gruselgestalten, Zombies und Geisterattrappen sorgen im Normalfall nur für ein bedingtes Gruselgefühl, vielmehr läuft einem wohl ein Schauer (Tobias ;)) über den Rücken, wenn man einen Tag vorher gegen Haslach ein Meisterschaftsspiel bestreiten muss und dem Haslacher Logo und Vereinsdress gegenübersteht. Am Tag der Arbeit wartet wohl eine echte Mammutaufgabe für unsere Männer, will man gegen Haslach endlich Punkte einfahren und somit einen 25-jährigen Fluch beenden.

Gegner-Check:

Die Aigner-Elf überwinterte auf dem starken dritten Platz, auf dem man auch nach wie vor liegt, durch die Ergebnisse der letzten Wochen haben die Haslacher aber etwas den Anschluss an das Spitzenduo aus Naarn und St. Oswald/Fr. verloren. Nach der Auftaktniederlage 2026 gegen den Titelkandidaten aus dem Bezirk Perg folgten zwei Kantersiege gegen Freistadt (5:1) und Oberneukirchen (1:4), danach wurden gegen Schweinbach die Punkte geteilt, ehe es zwei violette 1:0 Niederlagen gegen Admira und Julbach gab. Der ansonsten so leistungsstarke Offensivmotor rund um Julian Friedl (Rang 2 der Torjägerliste, 17 von 32 Toren gehen auf sein Konto) ist etwas ins Stottern geraten, defensiv wartet Neo-Goalie Niklas Schwarz nach der schweren Verletzung von Florian Starlinger noch auf seine erste weiße Weste. Unterschätzen darf man unsere Gäste aber niemals, darüber hinaus führt Haslach nach wie vor die Auswärtstabelle mit 19 Punkten an und ist somit in der Fremde immer brandgefährlich.

Historische Bilanz:

Vermutlich kennt jeder die bescheidene Statistik gegen Haslach, vollständigkeitshalber sei sie hier aber dennoch erwähnt – seit dem Aufstieg der Haslacher zur Saison 2023/24 wurden alle fünf Duelle verloren. Der letzte Sieg gegen Haslach stammt noch aus dem Jahr 2001, damals setzten wir uns in beiden Derbys durch und holten am Ende den Meistertitel in der 2. Klasse Nordwest. In besonders bitterer Erinnerung ist noch das Spiel aus der Hinrunde, Ende September 2025 waren wir nach Treffern von Daniel Zauner und Adnan Nocic bis Minute 76 mit 0:2 in Front, ein lupenreiner Hattrick von Julian Friedl ließ uns die Copa Haslana Arena aber erneut punktelos verlassen. Während Haslach mit Julian Friedl (4), Aron Racz (3), Leotrim Sylaj (3) und Tobias Schauer (2) vier Mehrfachtorschützen hat, konnte seit Beginn der elektronischen Datenerfassung kein Lembacher Spieler mehr als einen Treffer gegen Haslach erzielen.

Unsere Formkurve:

Der ungemein wichtige Derbysieg gegen die Oepping-Peilsteiner Steinprofis liegt erst wenige Tage zurück, durch diese drei Punkte haben wir wieder einen Platz gewonnen und stehen nun auf Rang 12 mit 21 Punkten und somit einen Zähler vom Relegationsplatz entfernt. Mittlerweile haben wir auch eine kleine Bezirksderby-Serie gestartet, die letzten drei Derbys (Arnreit, Julbach, Oepping-Peilstein) konnten wir allesamt gewinnen, der krönende Abschluss wäre nun noch ein voller Erfolg gegen die letzte verbleibende Mannschaft aus unserem Bezirk. In der Heimtabelle liegen wir aktuell „nur“ auf Rang 9, mussten uns aber erst in zwei von neun Heimspielen geschlagen geben, die letzte Pleite im Huamaberg-Stadion war die 1:2 Last Minute Niederlage gegen Oberneukirchen Anfang November. Ob ein Einsatz der angeschlagenen bzw. verletzten Daniel Zauner, Adnan Nocic, Alexander Mühlparzer und Patrick Schürz möglich ist, wird sich erst im Laufe der Woche zeigen, Kapitän Patrick Schürz ist neben Idris Sakic und Martin Schinkinger auch einer von drei Spielern, die gelb-vorbelastet ins Derby gehen (würden).

Schiedsrichter:

Ein Schiedsrichter, der erst seit der Saison 2023/24 aktiv ist und mit dem beide Teams keine Pflichtspiel-Erfahrungen haben, sorgt am Staatsfeiertag für Recht und Ordnung. Für Ing. Tarik Jamak wird es das erst sechste Bezirksliga-Spiel als Unparteiischer sein, bei dem er noch dazu von Karl Hütter beobachtet wird. Seine Assistenten am Freitag sind Hossein Shabazi Boldaji und Samuel Jase Lee.

Reserve:

Nach wie vor stehen die Jungs von Amadeo Zela auf Rang 4, nach der Niederlage gegen Oepping-Peilstein dürfte dies in der heurigen Saison das Maximum sein, die drittplatzierten Schweinbacher liegen (bei einer Partie mehr) bereits neun Punkte voraus. Die historische Bilanz ist seit Beginn der elektronischen Datenerfassung völlig ausgeglichen, beide Teams konnten zwei Partien gewinnen, im Herbst gab es das einzige Unentschieden in der jüngeren Vergangenheit, beim 2:2 in der Copa Haslana Arena erzielte Jonathan Altendorfer beide Treffer. Noch angespannter als in der KM ist die Personalsituation in der Reserve, nachdem zuletzt mit Michael Lindorfer und David Wögerbauer zwei Comebacker mit an Bord waren, wird sich im Laufe der Woche erst wieder entscheiden, wie der finale Reservekader aussehen wird.

Spielort und Uhrzeit:

Zum zweiten Mal im Jahr 2026 treten wir an einem Freitag an, gespielt wird am 1. Mai 2026 um 16:45 Uhr (Reserve) + 19:00 Uhr (KM). Wir freuen uns am Staatsfeiertag über eure Unterstützung auf den Rängen!

Damen:

Auch auf unsere Damen wartet eine wohl schwierige Partie, diese reisen in den Bezirk Ried und treffen dort auf die drittplatzierte SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach, die 2026 noch ohne Niederlage sind und in der Rückrundentabelle auf Platz Zwei stehen. Auffällig ist die Heimstärke der Gastgeberinnen, im heimischen Antiesenstadion ist man in dieser Saison noch ungeschlagen, drei Siege stehen vier Remis gegenüber. Wie auch in der Vorwoche gegen Windischgarsten gibt es auch gegen die SPG Antiesenhofen/Ried/Weilbach historisch nur wenig zu berichten, Anfang Oktober 2025 gab es zum ersten Mal dieses Duell, unsere Damen mussten sich zu Hause mit 0:3 geschlagen geben. Verstecken brauchen sich unsere Ladies aber definitiv nicht, nur eine von fünf Partien wurde 2026 verloren, in der Rückrundentabelle liegt die Gierlinger-Elf sogar auf Platz 6. Durch unser Unentschieden gegen Windischgarsten und der Niederlage der SPG Aschach/Steyr/St. Ulrich/Ternberg gegen Aspach-Wildenau hat sich die Situation im Tabellenkeller wieder zusammengeschoben, derzeit haben wir aber den rettenden 8. Platz inne und wollen diesen auch verteidigen. Wer eine Alternative zum traditionellen Maibaumaufstellen sucht – gespielt wird am Donnerstag, 30. April um 19:30 im Antiesenstadion in Antiesenhofen.