Punkteteilung zum Jahresauftakt

Erstmals seit Mai 2018 waren wir wieder im Bachlbergstadion zu Gast und dieses Match wurde mit großer Spannung erwartet, war es doch der Beginn einer neuen Trainer-Amtszeit und ein erster echter Gradmesser, wo wir nach insgesamt acht Vorbereitungsspielen wirklich stehen. Die Jahresauftakt-Bilanz der beiden Vorjahre ist positiv, 2024 besiegten wir Haibach auswärts 0:6, 2025 Schweinbach zu Hause mit 3:0. Ohne Gegentor blieben wir 2026 nicht, holten aber nach drei Niederlagen am Ende der Hinrunde zumindest wieder einen Punkt.

Hälfte Eins:

In der ersten Startaufstellung von unserem neuen Coach Amarildo Zela gab es wenig Überraschungen, vom Stammpersonal aus dem Herbst fehlten nur Christian Anreither und Stefan Schürz, rechts hinten begann nach Verletzungspause Martin Schinkinger, als zweiter Innenverteidiger agierte Cousin und Routinier Stephan Schinkinger. Noch ungewohnt war das Bild bei der Platzwahl zu Beginn des Spiels, unser neuer Kapitän Patrick Schürz war hier zum zweiten Mal in seiner Karriere (nach der Haslach-Partie im Herbst 2025) als Stellvertreter unseres Teams im Einsatz.

Fast pünktlich pfiff der junge Schiedsrichter Maximilian Lehner (Jahrgang 2007) die Partie an, er stand unter Beobachtung und hat (so viel kann vorweggenommen werden) seine Sache an diesem Freitagabend sehr gut erledigt. Beide Teams begannen mit vorsichtigem Abtasten, eine Flanke von Alexander Obermühlner findet keinen violetten Abnehmer, ein Distanzfreistoß von Bernhard Timpner führt auch noch zu keiner wirklich gefährlichen Situation. Über Standardsituationen wird im Laufe dieses Berichts noch öfter geschrieben werden, denn vor allem die Eckbälle der Admiraner wurden nahezu immer gefährlich. Paul Morokutti war der Meister der ruhenden Bälle, in Minute 12 findet ein (fast) perfekt getretener Corner keinen Abnehmer, in Minute 16 köpfelt Winter-Neuzugang Laurenz Heigl nach einer weiteren Ecke völlig freistehend am 5er drüber, eine Minute davor war es ebenfalls Laurenz Heigl, der einen Stangler von Kapitän David Köpf nicht entscheidend aufs Gehäuse bekommt.

Wir kamen aber immer besser ins Spiel und hatten in Minute 17 eine erste Chance durch Bernhard Timpner, die aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Und wie im Hinspiel wurden dann kurz darauf Geschenke verteilt. Verteidiger Michael Viehböck will klären, dieser Versucht artet in einen Querschläger aus, der Bernhard Timpner vor die Füße fällt, sein Abschluss geht aber zunächst an die rechte Stange und springt zentral zurück, wo Daniel Zauner vor 2,11m-Hüne Tim Schwandner abstauben kann. Die restliche erste Hälfte war dann im Hinblick auf Chancen relativ ausgeglichen, die Gastgeber aus Linz wurden erneut über zwei Morokutti-Ecken gefährlich, bei der einmal wieder Laurenz Heigl drüberköpfelt, bei der anderen trifft Joas Musongi nur die rechte Stange. Bei uns probiert es zunächst in Minute 24 Jakob Pechmann per Direktabnahme vom 16er, der Ball geht aber drüber. In Minute 33 wäre es beinahe 0:2 gestanden, Jakob Pechmann bringt von den Grundlinie den Ball zur Mitte zu Bernhard Timpner, dieser zieht ab und trifft, Assistent Vitalii Shushura signalisiert aber, dass der Ball bei der Hereingabe bereits im Aus war. Somit blieb es bei der knappen 0:1 Pausenführung.

Hälfte Zwei:

Beide Trainer vertrauten demselben Personal und ca. zehn Minuten passierte relativ wenig, ehe wir in den Minuten 58 und 59 Chancen durch Bernhard Timpner via Freistoß und durch Adnan Nocic nach starker Einzelaktion und Querpass von Daniel Zauner hatten. Während Admira in Minute 60 durch einen Schuss von Alexander Obermühlner in Tornähe kommt, finden unsere Jungs in Minute 67 die in dieser Phase beste Gelegenheit vor. Adnan Nocic verlagert das Spiel von der Nähe der Ersatzbänke auf die andere Seite, dort verstolpert zunächst der gut positionierte Jakob Pechmann und im Anschluss trifft Daniel Pils die Kugel nicht richtig.

Die nächste Szene wurde abgepfiffen, ehe eine echte Chance daraus hätte werden können, Jakob Pechmann wird eigentlich gefoult, schickt aber noch den eingewechselten Jonathan Altendorfer , der sich auf den Weg Richtung Tor macht, Schiri Lehner pfeift den Vorteil aber ab und entscheidet auf Freistoß auf Höhe der Mittellinie. Wir waren aber immer noch knapp in Front und so richtig entspannt war nach den Geschehnissen im Herbst und den vielen späten Gegentreffern keiner. Und so kam es wie es kommen musste und es war tatsächlich ein Eckball, der den Ausgleich bringen sollte. Paul Morokutti legt sich bei der rechten Eckfahne den Ball zurecht, wieder kommt das Spielgerät brandgefährlich ins Zentrum und wir schaffen es nicht, an den Ball zu gelangen und zu klären. Über mehrere Zwischenstationen und Kopfbälle landet der Ball am Ende beim eingewechselten Maximilian Abpfolter, der den Ball über die Linie bugsiert. Laut einigen Zusehern soll im Laufe dieser doch unübersichtlichen Situation eine Abseitsstellung vorgelegen haben, Schiedsrichter Lehner entschied mit seinem Team aber auf Treffer und verwarnte unseren Reserve-Trainer Amadeo Zela, der in dieser Szene zu heftig reklamierte. In der Schlussphase kam es zu keinen nennenswerten Torraumszenen mehr, somit lautete der Endstand 1:1.

Fazit:

Nach drei Niederlagen am Stück im Herbst holen wir endlich wieder einen Punkt gegen ein in der Tabelle deutlich besser positioniertes Team. Auch wenn wir lange in Führung waren, geht das Remis in Summe in Ordnung bzw. hatte Admira mehr und zum Teil bessere Torchancen. Positiv war aber jedenfalls unser kämpferischer Einsatz, den man im Herbst in einigen Spielen nicht wirklich gesehen hatte. Das Herausspielen und vor allem verwerten von Torchancen ist nach wie vor ein Manko, um das sich unser Trainerduo in den kommenden Wochen aber sicher kümmern wird.

Reserve:

Unsere Reserve war spielfrei und steigt (sofern es das Wetter zulässt) nächste Woche am Samstag, 28. März 2026 um 14:15 gegen Julbach in den Spielbetrieb ein.

Damen:

Unsere Ladies eröffneten unseren Sportplatz im Jahr 2026 mit einem Heimspiel gegen Aspach-Wildenau und brauchten aufgrund der Verkleinerung der Landesliga auf zehn Teams dringend einen Sieg, um die Chance auf den Klassenerhalt noch zu wahren. Die Erinnerungen an Aspach-Wildenau waren positiv, in der Hinrunde gelang gegen das Team aus dem Bezirk Braunau der bisher einzige Saisonsieg. Eine Torschützin aus dem Hinspiel fehlte am Samstag allerdings, Hannah Kiesl war ebenso wie Sandra Keil, Leonie Gerstl, Lara Pühringer und Anita Erbler nicht im Kader. Laura Kalischko feierte hingegen ein Comeback, nachdem sie große Teile der Vorbereitung verletzt verpasste, mit Lejla Hozanovic nahm auch erstmals eine Spielerin aus St. Peter auf der Bank Platz. Nach wenigen Spielminuten gab es den ersten Torjubel, Lena Ilk bedient Alina Mairhofer, die am 5er den Stangler verwertet, Linienrichter und KM-Kapitän Patrick Schürz hat die Fahne aber oben. Vor allem in der ersten Hälfte wurden mehrere Chancen aufgrund einer Abseitsstellung zunichte gemacht, nach einem Lochpass auf Lena Ilk ist die Fahne wieder oben, ebenso in Minute 20, als Laura Kalischko aber im 1 gegen 1 an Torfrau Wageneder gescheitert wäre. In Minute 28 ist dann aber alles regelkonform und unsere Damen belohnen sich für eine starke Anfangsphase. Laura Kalischko schickt Lena Ilk mit dem Laufpass aus dem Zentrum auf die Reise, unsere Topstürmerin wartet relativ lange und scheitert mit dem ersten Versuch noch an Alena Wageneder, den zweiten Ball schießt sie dann aber überlegt an der Schlussfrau vorbei ins dann quasi leere Tor. Fünf Minuten später ist es erneut Lena Ilk die sich feiern lassen darf. Sie setzt engagiert nach und erobert sich den Ball, wodurch sie alleine auf Schlussfrau Wageneder zuläuft und souverän per Flachschuss Richtung linkes Eck trifft.

Nach dem 2:0 schienen wir auf einem guten Weg, brachten unsere Gäste aus Aspach-Wildenau durch ein Eigentor aber wieder zurück ins Spiel. Valentina Bauer spielt einen Rückpass zurück aufs Tor, aufgrund der vorherigen Situation ist Ersatz-Schlussfrau Julia Kepplinger (Leonie Gerstl fehlt mit einer Daumenverletzung) noch nicht richtig positioniert und das Spielgerät rollt über die Linie zum Anschlusstreffer. Unmittelbar darauf entsteht aber bereits die nächste Chance für uns, Alina Mairhofer zieht vom 16er ab, der Ball geht knapp neben das Tor. Die beste Torchance in der restlichen ersten Hälfte haben dann noch unsere Gäste, die in Minute 38 bereits zweimal wechselten und diese Spielerinnen waren maßgeblich beteiligt. Vanessa Pögl bringt rechts am 16er den Ball zur zweiten Stange, dort köpfelt Jana Machtlinger relativ freistehend den Ball Julia Kepplinger genau in die Arme. Halbzeitstand 2:1.

In Durchgang Zwei passierte dann die ersten 15 Minuten wenig, ehe es in Minute 59 eigentlich 3:1 stehen muss. Laura Schinkinger geht am rechten Flügel tief und spielt den idealen Stangler, Lena Ilk kommt im 5er angelaufen und trifft nur die Querlatte, am langen Pfosten kann Alina Mairhofer den Abpraller nicht verarbeiten. In der Folgephase wird Aspach-Wildenau immer stärker und in Minute 68 zeigt Schiedsrichter Raphael Wagner nach einem Foul von Elisa Hofer auf den Punkt. Stefanie Baier tritt an, schießt den Ball aber scharf an der linken Stange vorbei. Großes Glück in dieser Situation für unsere Damen, auch weitere Chancen von Vanessa Auer und Sophia Puttinger in den folgenden Minuten gehen jeweils links am Tor vorbei. Großchancen unsererseits gibt es dann nur mehr wenige, eine Hereingabe von Lena Ilk erreichen weder Laura Kalischko noch Laura Schinkinger, ein Distanzschuss von Ronja Schlager geht neben das Tor. Aspach-Wildenau wirft in der Schlussphase nochmal alles nach vorne und kommt auch zu mehreren Abschlüssen, der Ball will aber aus unserer Sicht zum Glück nicht mehr ins Tor bzw. kann Julia Kepplinger die Situationen immer entschärfen. Ein unglaublich wichtiger Sieg gleich zum Auftakt der Rückrunde, nachdem es voraussichtlich vier Absteiger geben wird. Der Rückstand auf den definitiv rettenden achten Platz beträgt nun nur mehr zwei Punkte.

Ausblick:

Nach der Auftaktpartie gegen Admira sehen wir auch kommendes Wochenende violett, denn auch die Julbacher Veilchen sind eng mit dieser Farbe verbunden. Für uns wird es das erste Derby und das erste Heimspiel des Jahres, dieses steigt am Samstag, 28. März 2026 um 14:15 (Reserve) + 16:30 (KM).

Auch für unsere Damen heißt es Derbytime, mit den Ladies aus St. Stefan ist noch eine größere Rechnung aus dem Herbst offen, damals mussten sich unsere Damen zu Hause mit 0:10 geschlagen geben. Gespielt wird am Freitag, 27. März 2026 um 19:30 in der Hoga-Arena in St. Stefan/Walde.

An beiden Tagen freuen sich unsere Teams (trotz voraussichtlich bescheidenem Wetter) über viele Fans!

 

Der Spieler mit den wohl häufigsten Fotoanfragen der Bezirksliga Nord – Admiras 2,11m Schlussmann Tim Schwandner mit unserem Tormann Markus Schinkinger