Derbysieg dank Eigentor
Das erste Derby des Jahres stand ante portas und trotz relativ kalter Temperaturen waren unsere Jungs heiß auf den Fight mit den Veilchen aus Julbach. Seit 2020 konnten unsere Gäste das Huamabergstadion nicht mehr als Sieger verlassen, nach einer beherzten Vorstellung holten wir nach 90 spannenden Minuten den ersten Dreier des Jahres, setzten die Erfolgsserie gegen Julbach auf eigener Anlage fort und verließen nach einer Runde wieder die Abstiegsränge.
Hälfte Eins:
Im Vergleich zum Kader der Vorwoche gab es nur geringfügige Veränderungen, Stefan Schürz fehlte nach wie vor verletzungsbedingt, Manuel Kainberger stand dieses Wochenende nicht zur Verfügung. Die Anfangsminuten gehörten der Hain-Elf, in Minute 3 wird Jakob Lauss von Kapitän Florian Stadlbauer bedient und schießt ins Außennetz, in Minute 7 muss es dann eigentlich 0:1 stehen. Jakub Chachula und Jakob Lauss kombinieren sich über die rechte Seite in die Box und setzen Leonhard Kroiß mit einem Querpass in Szene. Das Tor ist in der Folge fast frei, nur Michael Kasper steht noch zwischen Leonhard Kroiß und dem Tor und genau dieser wird von Kroiß auch angeschossen. Wir tauchen erstmals in Minute 9 vor Philipp Schneeberger auf, Bernhard Timpner haut den Ball aus ca. 12 Metern aber drüber, wenige Minuten später scheitert zunächst Felix Hofmann nach einem Eckball, kurz darauf kann Adnan Nocic eine Flanke nicht richtig verarbeiten. In der Folge entwickelt sich ein Hin und Her bei den Chancen, in Minute 20 macht Stephan Schinkinger das Spiel mit einem Fehlpass im Strafraum kurz spannend, in Minute 21 prüft Bernhard Timpner Philipp Schneeberger mit einem Schuss und in Minute 29 zieht Michael Kasper vom rechten Fünfereck ab. In Minute 31 gibt es ein Kommunikationsproblem in der Defensive, Philipp Schneeberger kommt aus dem Tor raus und behindert sich mit Jonas Wagner, Bernhard Timpner wäre beinahe völlig frei aus ca. 20 Metern zum Abschluss gekommen. Unsere Nr. 11 hat drei Minuten später die nächste dicke Gelegenheit, Daniel Zauner verpasst eine Maßflanke von Daniel Pils, an der zweiten Stange schießt Bernhard Timpner aber links an der Stange vorbei. Weil ein Schuss von Adnan Nocic zur Ecke geblockt wird und ein Flachschuss von Fabian Pils vom 16er knapp neben das Tor geht, pfeift der souveräne Schiedsrichter Philip Reitinger torlos zur Pause.
Hälfte Zwei:
Der Schuss am Ende der ersten Hälfte von Fabian Pils sollte dann quasi die letzte Offensivaktion der Veilchen sein, wir kommen deutlich besser aus der Kabine und abermals ist es Bernhard Timpner der in Minute 51 nach Vorarbeit von Jakob Pechmann und Daniel Zauner in Philipp Schneeberger seinen Meister findet. Drei Minuten später ist der Bann dann aber gebrochen und wieder ist der Ausgangspunkt eine Flanke von Jakob Pechmann, diese wird perfekt Richtung Fünfereck geschlagen, wo Jonas Wagner der unglückliche Eigentorschütze ist, Martin Schinkinger wäre auch im Rückraum bereit gestanden. Wir halten das Tempo weiter hoch, in Minute 58 klärt Schneeberger vor Pechmann zur Ecke, bei dieser zwingt Bernhard Timpner mit einem Distanzschuss Philipp Schneeberger zur Faustabwehr. In Minute 62 führt Felix Hofmann von der Mittellinie einen Freistoß aus, im Strafraum scheitern Bernhard Timpner und Adnan Nocic. Letzterer ist es auch, der in Minute 71 mit einem wuchtigen Schuss die Querlatte erzittern lässt, fünf Minuten später nutzt Jakob Pechmann sein Tempo und luchst Jonas Wagner am Elferpunkt den Ball ab, zieht leicht nach rechts und scheitert dann an Philipp Schneeberger. Aufregung dann rund um Minute 80, Goalie Schneeberger kommt weit aus seinem Tor heraus und verräumt kurz vor der Mittellinie Jonathan Altendorfer, Schiri Reitinger gibt keine Karte, für den Julbacher Schlussmann wäre es der Platzverweis gewesen, nachdem er in Durchgang Eins bereits wegen einer Unsportlichkeit verwarnt wurde. Kurz vor Schluss gibt es dann nach einer Flanke vom eingewechselten Jonathan Altendorfer noch mehrere Chancen durch Daniel Zauner, Sebastian Traxler und Daniel Pils, zwei Minuten später geht auch ein Kopfball von Felix Hofmann nach Zauner-Freistoß drüber. Nach fünf Minuten Nachschlag erlöst uns dann Schiri Reitinger, wir feiern den ersten Pflichtspielsieg seit Mitte Oktober 2025 und stehen damit bei vier von sechs möglichen Punkten im Jahr 2026.
Fazit:
Ein aufgrund vor allem in der zweiten Hälfte völlig verdienter Sieg, die Julbacher hatten im zweiten Durchgang kaum mehr Zugriff aufs Spiel und fanden keine Chancen vor, unsere Jungs zeigten vor allem wieder kämpferisch eine starke Leistung und spielten erstmals seit Anfang April 2025 wieder zu Null. Auch dass wir dieses Mal keinen späten Gegentreffer kassiert haben ist sicher wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen und macht Mut für die kommenden Aufgaben. Einziges kleines Manko war die Chancenverwertung, am Ende spielten die vergebenen Großchancen aber zum Glück keine Rolle.
Reserve:
Mit einer Woche Verspätung stieg auch unsere Reserve wieder in den Meisterschaftsbetrieb ein, und es sollte gleich ein richtungsweisendes Spiel werden, denn die Jung-Veilchen lagen vor der Partie nur einen Platz hinter uns in der Tabelle auf Rang 5. Während im Herbst die Kapitänsbinde oftmals wechselte (Dietmar Höfler, Thomas Richtsfeld, David Wögerbauer, Christian Anreither) wurde nun mit Jakob Bäuchler ein fixer Kapitän installiert. Beim Blick auf die Aufstellung musste man dann zweimal hinsehen, denn mit Andreas Hofer gab unserer langjähriger KM-Spieler aufgrund knapper Personalsituation ein Comeback in der Reserve, weitere Einsätze im Frühjahr sind nicht ausgeschlossen. Die Anfangsphase war wie dann das gesamte Spiel relativ ausgeglichen, Christian Anreither und Niklas Hinterleitner versuchen es bei uns, bei den Gästen kommen Alexander Scheibenzuber und Manuel Brandstätter zu ersten Annäherungsversuchen. Nach 15 Minuten war das Comeback von Andreas Hofer besiegelt, Dominik Gabriel musste früh angeschlagen runter. Offensiv waren dann die Julbacher über Sebastian Märzinger und Alexander Scheibenzuber etwas präsenter, wir näherten uns in Minute 38 dem Julbacher Keeper Benjamin Wurm durch einen Weitschuss von Markus Hintringer und in Minute 43 durch einen Schuss von Christian Anreither aus seitlicher Position im Strafraum. Die letzte Chance im ersten Durchgang haben dann noch die Jung-Veilchen, Klemens Salzinger wagt den Versuch per Direktfreistoß und zwingt Felix Bes zu einer spektakulären Parade.
Im zweiten Durchgang finden wir etwas mehr Gelegenheiten vor, Großchancen waren aber auch zunächst Mangelware. Christian Anreither verpasst in Minute 49 eine Kindlmann-Flanke, ein Schuss von Christian Anreither geht in Minute 52 knapp über das rechte Kreuzeck und in Minute 57 verzieht Alexander Kindlmann aus seitlicher Position. Julbach wird in Minute 65 gefährlich, Felix Bes verschätzt sich bei einem hohen Aufsitzer, kann den Ball aber im zweiten Versuch doch noch zur Ecke abwehren. Zwei gute Chancen gibt es in der Schlussphase noch für die Mannen von Amadeo Zela (der aufgrund der Ausfälle von Moritz Kohel, Manuel Kainberger und Lukas Hackl ab Minute 60 als Spielertrainer agierte). Über die rechte Seite kombinieren sich Alexander Kindlmann und Christian Anreither nach vorne, Andreas Hofer vollendet die Szene in Minute 80 mit einem Schuss ins Außennetz. Bevor Schiri Mayrhofer die Partie dann abpfiff ließ Markus Hintringer mit einem Weitschuss noch die Querlatte zittern. Auch wenn wir dem Sieg am Ende näher waren, geht die Punkteteilung unter dem Strich wohl in Ordnung.
Damen:
Unsere Ladies absolvierten ebenfalls ein Derby, die Reise führte in die Hoga-Arena zur Union St. Stefan, den vor der Partie Tabellenzweiter waren. Die Ausgangslage war klar, die Damen aus St. Stefan waren die klaren Favoritinnen, sind zu Hause ungeschlagen und haben mit 55 Volltreffern die mit Abstand beste Offensive der Liga. Das logische Ziel war so lange wie möglich die „Null“ zu halten, dafür war auch in dieser Runde Julia Kepplinger zuständig, die ein voraussichtlich letztes Mal die verletzte Leonie Gerstl vertrat. Personell musste Julia Peer kurzfristig absagen, Hannah Kiesl und Sandra Keil waren wieder retour, zudem debütierte am linken Flügel die 14-jährige Emilia Gahleitner. Das Spiel verlagerte sich von Beginn weg erwartungsgemäß in unsere Hälfte, Großchancen blieben aber zunächst aus, Halbchancen von Lena Zeinhofer, Nora Hetzmannseder und Julia Wolkerstorfer vereitelt unsere Torfrau Julia Kepplinger. In Minute 19 ist der Bann aber gebrochen, Lisa Feilmayr wird vom Zentrum ausgehend rechts in den Strafraum geschickt, macht den Schritt zurück und trifft an Julia Kepplinger vorbei ins lange Eck. Nach einer kurzen Verschnaufpause kommt es rund um Minute 30 zu mehreren Chancen der Gastgeberinnen durch Lena Zeinhofer, Nora Hetzmannseder und Julia Wolkerstofer, diese werden aber alle entschärft oder landen im Außennetz. Unsere Damen standen defensiv kompakt und brachten oft noch einen Fuß entscheidend dazwischen, offensiv gab es durchaus Akzente, die aber selten in einem Abschluss mündeten. Einziger Torschuss war in Minute 43 durch Ronja Schlager aus der Distanz. Trotz kämpferischem Einsatz unserseits müssen unsere Ladies kurz vor der Pause den zweiten Gegentreffer hinnehmen, Sophie Keplinger legt sich in der Nähe des rechten Strafraumecks den Ball zurecht und trifft per Direktfreistoß ins lange Eck.
Die erste Chance in Hälfte Zwei gehört der besten Ligaschützin Nora Hetzmannseder, ihren Schuss entschärft Julia Kepplinger (wie einige Male an diesem Abend) mit dem Fuß. Unsere erste Chance setzt in Minute 52 Laura Schinkinger neben das Tor, nachdem sich zuvor Emilia Gahleitner, Laura Kalischko und Lena Ilk nach vorne kombinierten. In Minute 55 fällt dann die endgültige Entscheidung, Ulrike Eggerstorfer bringt von links die Ecke, der Ball kann von uns nicht aus der Gefahrenzone befördert werden und Elisa Leibetseder verwertet den zweiten Ball via Drop-Kick. In Minute 67 schnürt die zur Pause eingewechselte Elisa Leibetseder den Doppelpack, sie zieht von rechts in den Strafraum und schießt, der Ball senkt sich über Julia Kepplinger zum 4:0. Das Spiel wurde von unseren Gegnerinnen zum Teil dann auch (wie für ein Derby üblich) etwas härter geführt, was auch zu zwei gelben Karten führte, Torszenen hatte vor allem noch Nora Hetzmannseder, ihr sollte an diesem Tag aber kein Treffer gelingen. Dieser gelang dafür der eingewechselten Julia Koblmiller in Minute 90, zum dritten Mal an diesem Abend führte eine Standardsituation zum Erfolg, dieses Mal schlug eine Ecke von links direkt im Tor ein. Die Niederlage geht aufgrund der Spielanteile und Chance auf alle Fälle in Ordnung, bitter war aber, dass drei Treffer aus Standardsituationen fielen, die zum Teil vermeidbar gewesen wären. St. Stefan war aber nicht unbedingt das Team, gegen das Punkte eingeplant waren, deutlich wichtiger werden die nächsten Spiele gegen zum Teil direkte Abstiegskonkurrentinnen.
Ausblick:
Während unsere Damen nächste Woche spielfrei haben (Wochenende ist für Cup-Partien reserviert), sind unsere Herren am selben Tag und zur selben Uhrzeit gefordert. Das Aufeinandertreffen mit den Schmankerldorf-Kickern aus Vorderweißenbach wird definitiv nochmal richtungsweisend, denn die Prihoda-Elf ist ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt. Gespielt wird am Samstag, 4. April 2026 um 14:15 Uhr (Reserve) + 16:30 Uhr (KM).
Einen Tag später findet dann das Cornhole-Turnier am Sportplatz statt, Beginn am Ostersonntag, 5. April ist um 14:30 Uhr. Es sind noch Plätze frei, Anmeldungen bitte bei Jonas Hofmann (+43 660 762 55 33) vornehmen.

Große Erleichterung nach dem ersten Sieg seit Mitte Oktober

Danke an den 1. FC Hanrieder Ghetto (in Vertretung Thomas „Gust“ Höltschl“) für den sehr erfolgreichen Matchball

Ebenfalls Danke an Helmut Zauner für den zweiten Derby-Matchball!


