Hektische Punkteteilung gegen Vorderweißenbach
Freitag, Flutlicht, Heimspiel und unser Lieblingsgegner aus dem Schmankerldorf war zu Gast, den wir in der Vergangenheit schon öfter vernascht haben. Bereits im Vorhinein war aber klar, dass Vorderweißenbach definitiv kein Jausengegner wird, denn die Prihoda-Elf ist solide in die neue Saison gestartet und hat nach drei Runden noch keine Partie verloren und auch erst drei Gegentore kassiert. Unsere Jungs wollten auf heimischer Anlage nach der Niederlage in Oberneukirchen wieder in die Spur zurückfinden, schlussendlich war es so, wie wenn man sich ewig die Speisekarte in einem Restaurant ansieht und dann doch immer das selbe bestellt – zum dritten Mal in Folge endete die Partie 1:1.
Hälfte Eins:
Eine wesentliche Personaländerung wurde Anfang der Woche bekanntgegeben, unser Stürmer Adrian Velaj hat sich nach einem Monat in Österreich aus persönlichen Gründen wieder dazu entschieden in seine Heimat Albanien zurückzukehren. Ebenfalls nicht im KM-Kader war Jonathan Altendorfer, der seit der Julbach-Partie an einer Knöchelverletzung laboriert, für ihn wäre ein Einsatz diese Runde noch zu früh gekommen.

Danke an Franz Rotter, den Obmann der Sektion Stockschützen, für den Matchball!
Ähnlich wie unsere Damen am Donnerstag waren wir in der Anfangsphase präsenter, Jakob Pechmann prüft nach drei Minuten VWB-Schlussmann Dominik Seyr mit einem wuchtigen Schuss, eine Minute später köpfelt der als Mittelstürmer aufgebotene Idris Sakic nach Flanke von Daniel Zauner drüber. Die Gäste tauchen erstmals nach elf Minuten in der Nähe unseres Strafraums auf, einen Aufsitzer-Schuss von Leonhard Ganglberger kann Max nur nach vorne abwehren, dann wird in weiterer Folge geklärt. Die Zahl 13 ist oft eine Unglückszahl, Minute 13 brachte uns am Freitag aber Glück, denn unsere Jungs gehen mit 1:0 in Führung. Daniel Zauner bringt von rechts die Ecke, die den Kopf von Martin Schinkinger findet, er befördert den Ball mit der Stirn als Aufsitzer neben die linke Stange ins Tor. Nur zwei Minuten später dann Elfmeteralarm in unserer Box, nach einer Flanke von Andrii Tsopa wird Wendelin Wolfmayr beim Kopfballversuch leicht im Gesicht getroffen, Schiedsrichter Christoph Desch entscheidet in dieser Situation aber noch nicht auf Strafstoß. Drei Minuten erneut Aufregung in unserem Strafraum, Wendelin Wolfmayr köpfelt nach einer Flanke drüber und reklamiert ein Handspiel von Felix Hofmann, auch hier bleibt die Pfeife des Unparteiischen stumm.
Nach 26 Minuten gibt es bei der dritten strittigen Szene dann doch noch einen Elfmeter für die Schmankerldorf-Kicker, Sebastian Traxler wird aus 1,5 Metern im Strafraum angeschossen bzw. geht der Ball nach einem starken Spielzug der Gäste an seinen Arm, Andrii Tsopa tritt an und verwandelt sicher flach links. Wir ließen uns trotz des Ausgleichs nicht aus dem Konzept bringen, nach einem Zauner-Freistoß köpfelt Stefan Schürz knapp an der Stange vorbei, wenige Minuten später ist es Daniel Zauner, der nach einem Stangler von Jakob Pechmann den Ball nicht richtig trifft. Die bereits letzte Gelegenheit in Hälfte Eins haben die Gäste, nach einem perfekten Lochpass läuft Ondrej Svoboda auf Max zu, scheitert aber im direkten Duell an unserem Keeper. Pausenstand in einer umkämpften und ausgeglichenen Partie 1:1.
Hälfte Zwei:
Während die aktiven Spieler 15 Minuten Pause bekamen, wurden die ehemaligen Spieler in der Halbzeit geehrt, Manuel Schmerda, Thomas Richtsfeld, Thomas Pichler, Stephan Schinkinger, Christian Anreither und Andreas Hofer erhielten neben personalisierten Fotoleinwänden und gravierten Pokalen mit Eckdaten ihrer Karriere einen Frühstücksgutschein von der Bäckerei Pumberger.

Über 1.000 Spiele absolvierte dieses Sextett für Lembach, am Freitag war Zeit „DANKE“ zu sagen
Die zweite Hälfte konnte spielerisch dann nicht mehr mit dem ersten Durchgang mithalten, die Partie wurde intensiver und hektischer geführt und die vielen kleinen Fouls mündeten in fast noch mehr gelben Karten. Zwischendurch hatte man auch das Gefühl, dass Schiedsrichter Christoph Desch die Partie etwas entglitt, die Abschlüsse von Andrii Tsopa übers rechte Kreuzeck und der scharfe Ball von Daniel Pils in die Spitze, der von einem Verteidiger gefährlich zur Ecke abgefälscht wurde, waren dabei fast nur Randnotizen. Der erste Höhepunkt der Kartenorgie war dann der Platzverweis von Andrii Tsopa, der innerhalb von fünf Minuten für zwei ähnliche Vergehen (Trikot ziehen bzw. taktische Fouls) vom Feld musste. Chancen waren trotz unserer Überzahl auf beiden Seiten Mangelware, Jakob Pechmann probiert es mit einem Schuss aus der Drehung, auf der Gegenseite schießt Philipp Haiböck im Rutschen knapp an der Stange vorbei.
In der Schlussphase war es nochmal Jakob Pechmann der aus kurzer Distanz Dominik Seyr anspitzelt, ein Stangler von Jakob Pechmann wird in der Nachspielzeit noch von einem Verteidiger knapp vor dem eingewechselten Valentin Mandl geklärt. Bei Vorderweißenbach wird nur mehr Philipp Haiböck gefährlich, sein Schuss im Strafraum wird aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit zur Ecke abgefälscht. Negatives Hightlight dann noch die zweite Ampelkarte in der Nachspielzeit, nach einer Unsportlichkeit muss mit Ondrej Svoboda auch ein zweiter Legionär frühzeitig duschen, nach 94 Minuten ist dann Schluss, Endstand 1:1. Zum dritten Mal in Folge ist dies das Endergebnis in diesem Duell, Vorderweißenbach bleibt weiterhin ungeschlagen, wir holen den vierten Punkt der Saison. Ebenfalls noch erwähnenswert die Fortsetzung in der Reality Show „Aufstand der Obmänner“, war es letzte Woche in Oberneukirchen unser Obmann Robert Dietl der aus dem Stadion verwiesen wurde, war es diese Woche Vorderweißenbachs Obmann Harald Birngruber, der sofort bei Abpiff das Feld stürmte und einige Worte an Schiri Desch richten wollte, er konnte nur von mehreren eigenen Spielern zurückgehalten werden. Dass die Emotionen dann doch relativ rasch wieder abgebaut wurden zeigte sich dann in der Kantine, wo dann bis spät in die Nacht hinein gemeinsam gefeiert bzw. das Spiel nachbesprochen wurde.
Fazit:
Die Partie war vor allem in Hälfte Zwei relativ hektisch, wodurch kaum mehr nennenswerte Chancen entstanden, trotz einem bzw. in den letzten Minuten zwei Mann mehr können wir keinen Profit daraus schlagen und dürfen wohl von zwei verschenkten Punkten sprechen. Vorderweißenbach machte uns das Leben aber auch unglaublich schwer und nutzte vor allem die individuelle Klasse der Offensivspieler, die immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchten. Weiterhin ganz oben auf der To-Do Liste dürfte das Herausspielen und vor allem verwerten von klaren Torchancen stehen, hier gibt es nach wie vor Verbesserungspotential.
Reserve:
Auch in der Reserve gab es wieder den ein oder anderen Ausfall, diese Runde standen u.a. Laurin Altendorfer und Niklas Höfler nicht zur Verfügung, Markus Hintringer wurde in den KM-Kader hochgezogen. Aufgrund der dünnen Personaldecke gab es auch wieder Unterstützung aus Kirchberg, Thomas „Gust“ Höltschl, Fabian Hintringer und Leonhard Fierlinger durfte Trainer Amadeo Zela im Kader begrüßen. Im Vorspiel fanden die jungen Schmankerldorf-Kicker besser in die Partie, die ersten Gelegenheiten gehörten der Elf von Josef Prihoda, der neben der KM auch die Reserve in Vorderweißenbach betreut. Victor Wakolbinger, Rafael Lehner und Paul Raab finden zunächst nicht das Ziel bzw. ihren Meister in Felix Bes. Unsere erste gute Gelegenheit geht auf das Konto von Marlon Grobner, der im 1 gegen 1 an Goalie Weichselbaum scheitert, beim Abpraller behindern sich Dietmar Höfler und Niklas Hinterleitner. Nach 18 Minuten belohnen sich die Gäste für die starke Anfangsphase, Raphael Ringler bringt von rechts die Flanke in den Strafraum, dort übernimmt Kevin Wohlschlager am 5er direkt und trifft sehenswert ins rechte Kreuzeck zur Führung. Das Tor war für beide Mannschaften dann in der restlichen ersten Hälfte wie vernagelt, 2x Kevin Wohlschlager, Felix Lummerstofer und Manuel Eckerstorfer haben Torabschlüsse auf Seiten der Gäste, unsererseits gibt es noch zwei Topchancen zu vermerken. Marlon Grobner tänzelt Goalie Weichselbaum aus, seinen Querpass trifft Niklas Hinterleitner vor dem quasi leeren Tor im Fallen nicht richtig, in Minute 36 lenkt der Gäste-Keeper einen platzierten Schuss von Manuel Pichler über die Querlatte.
Zu Beginn der zweiten Hälfte fällt dann bereits die Vorentscheidung, zunächst trifft Victor Wakolbinger in Minute 47 nur die Querlatte, zwei Minuten später fällt das 0:2. Victor Wakolbinger zieht aus 18 Metern ab, der Ball senkt sich via Unterkante der Latte ins Tor, abermals keine Chance für unseren Schlussmann Felix Bes. Wieder nur drei Minuten später der dritte Treffer des Tages, Raphael Ringler steht rechts im Strafraum und bringt den Ball flach zur Mitte, dort wir der Ball noch umgelenkt und ist plötzlich vor den Beinen von Manuel Eckerstorfer, der am 5er goldrichtig steht und nur mehr einschieben muss. In Minute 64 dann zumindest ein kleines Erfolgserlebnis, wir fügen dem Tabellenführer den ersten Gegentreffer der Saison zu, nach einem Freistoß von Moritz Kohel vom eigenen 16er springt der Ball über Goalie Luca Weichselbaum hinweg, der eingewechselte Kirchberg-Aushelfer Fabian Hintringer ist schneller am Ball und muss nur mehr ins leere Tor einschießen. Beide Teams haben sich dann in weiterer Folge mit dem Ergebnis abgefunden, eine einzige Situation nach einem Konter über Felix Lummerstorfer und Kaspar Atzmüller ist noch erwähnenswert, der ebenfalls eingewechselte Adam Schimpl vergibt vom 5er-Eck. Der Tabellenführer war an diesem Tag eine Nummer zu groß, einige gute Chancen ließen wir ungenutzt, in Summe gehen die drei Reserve-Punkte durchaus verdient in den Bezirk Urfahr-Umgebung.
Damen:
Die erste Auswärtsreise in der Liga führte unsere Damen in den Bezirk Freistadt, genauer gesagt nach St. Oswald/Fr., wo das einzige Mühlviertler-Duell im Herbst auf dem Programm stand. Einige längerfristig geplante Ausfälle mussten kompensiert werden, neben den Urlauberinnen Elisa Hofer, Marlene Schneeberger, Emilia Gahleitner und Olivia Brandstetter fehlten u.a. weiterhin die verletzten Laura Kalischko und Lara Pühringer. Beide Teams starteten mit Zu-Null Siegen in die Liga und wollten dies natürlich auch am zweiten Spieltag fortsetzen, mit drei Punkten aus Runde Eins konnten beide auch relativ befreit aufspielen. Der Wettergott meint es mit unseren Damen in letzter Zeit nicht gut, wie auch in Runde 1 öffnete der Himmel eine halbe Stunde vor Spielbeginn seine Schleusen und sorgte für nasskalte Verhältnisse und einen schnellen Rasen. Mit diesem kamen wir zu Beginn deutlich besser zurecht, die Gastgeberinnen fanden nur schwer in die Partie und wir waren klar überlegen. Nach zwei Minuten schickt Sandra Keil Lena Ilk in die Tiefe, Torfrau Karrer spielt mit und ist am 16er knapp vor unserer Kapitänin am Ball, die aufgrund ihres Auslandsemesters am vergangenen Donnerstag bereits ihr letztes Spiel 2026 bestritt. St. Oswald/Fr. weiß weiterhin nicht wie ihnen geschieht, eine flache Ecke spielt Lena Ilk wieder zu Sandra Keil zurück, ihre Maßflanke findet an der zweiten Stange Alina Mairhofer, die per Direktabnahme an Elena Karrer aus kurzer Distanz scheitert. Nach 14 Minuten bringt Sandra Keil einen hohen Ball seitlich in den Strafraum, Lena Ilk kommt zum Pressball und der Ball ist an Torfrau Karrer quasi vorbei, ihren Abschluss entschärft Stefanie Pupeter in höchster Not zur Ecke.
Ab Minute 20 geben wir die Partie aber leider immer mehr aus der Hand und die Mitfavoritinnen auf den Titel aus St. Oswald/Fr. werden stärker. Zwei Abschlüsse von Nadine Ecker entschärft Leonie Gerstl, einen Stangler von Anna Winkler klärt Laura Schinkinger. In Minute 31 nahm das Schicksal an diesem Donnerstag dann seinen Lauf, Elena Karrer mit dem weiten Ausschuss, den Valentina Bauer nicht richtig mit dem Kopf erwischt, Nadine Ecker schnappt sich rechts am Flügel den Ball und spielt quer an den 16er zu Lea Pilgerstorfer, die gefühlvoll über Leonie Gerstl zum 1:0 abschließt, die in dieser Situation etwas zu weit vor der Linie stand. Zweimal tauchen die in dunkelblau spielenden Heimdamen noch vor dem Tor auf, ein Schuss von Annika Karrer geht knapp vorbei, einmal entschärft Ronja Schlager nachdem Stefanie Pupeter mehrere Gegenspielerinnen aussteigen ließ. Hälfte Zwei beginnt dann mit dem Sprichwort „Wenn man die Tore vorne nicht macht, bekommt man sie hinten“. Lena Ilk setzt sich zunächst im Zweikampf stark durch und bringt den Querpass zu Alina Mairhofer, ihr Schuss fällt aber in dieser Szene zu harmlos aus. Nur wenige Sekunden später dann leider Jubel auf der anderen Seite. Nach einem Lochpass setzt sich Nadine Ecker im Laufduell gegen Valentina Bauer durch und chippt vom 16er den Ball an Leonie Gerstl vorbei. Unsere Damen sind in der Folge vor allem in der Defensive gefordert, Valentina Bauer, Leonie Gerstl und Caro Stöttner schaffen es aber in verschiedenen Situationen, die Abschlüsse von St. Oswald/Fr. zu verhindern.
Die Vorentscheidung dann in Minute 76, Lea Pilgerstorfer spielt vom linken 16er-Eck Nadine Ecker den Ball in den Lauf, sie ist knapp vor Leonie Gerstl am Ball und spitzelt den Ball ins rechte untere Eck zur 3:0 Führung. In der Schlussphase kommt Lena Ilk (schönes Auslandssemester, wir freuen uns jetzt bereits auf deine Rückkehr auf den Rasen im Frühjahr 2027!) noch zweimal aus seitlicher Position zum Abschluss, beide Male entschärft Torfrau Elena Karrer. St. Oswald/Fr. hat auch noch eine Großchance aufs 4:0, Kristina Danner setzt sich im 16er durch und spielt links von der Grundlinie quer an die zweite Stange, dort verstolpert die eingewechselte Jana Stöcklegger aus ca. einem halben Meter. Nach einer starken Anfangsphase gab es berechtigte Hoffnungen auf Auswärtspunkte, die Gastgeberinnen kamen aber immer besser ins Spiel und nutzten ihre individuelle Klasse und behielten die drei Punkte im Bezirk Freistadt. Die nächsten drei Spiele finden alle in Lembach vor Heimpublikum statt, dort sollen die Punkte dann natürlich ebenfalls beim Heimteam bleiben.
Ausblick:
Während unsere Damen kommendes Wochenende spielfrei haben, heißt es für unsere Herren zum zweiten Mal in dieser Saison Derbytime – nach dem Heimsieg im Frühjahr gegen Haslach wollen wir nun auch endlich auf der Copa Haslana erfolgreich sein. Gespielt wird am Samstag, 12. September um 13:45 Uhr (Reserve) + 16:00 Uhr (KM).


