Nullerrunde in Oberneukirchen

Auswärtsspiel Nr. 2 der laufenden Saison führte uns wie erst vor wenigen Wochen zur Union Oberneukirchen in den Bezirk Urfahr-Umgebung, wo von der Partie Anfang Juni eher nur das Speisenangebot in guter Erinnerung blieb. Damals fanden wir über 90 Minuten nicht in die Partie und verloren mit 1:0, deswegen wollten unsere Jungs sich am Samstag von ihrer besten Seite zeigen und 1-2-3 Obernei mit dem Punktemaximum verlassen. Geworden ist es aber leider genau das Gegenteil, die Ausreise aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung erfolgte mit dem Punkteminimum.

Hälfte Eins:

Eine Veränderung musste unser Trainer Amarildo Zela vornehmen, Julbach-Doppeltorschütze Jonathan Altendorfer fehlte mit einer Knöchelverletzung, für ihn stand Gregor Mühlparzer in der Startelf. Ob die Schnelligkeit und Bissigkeit von Jonathan Altendorfer an diesem Samstag geholfen hätte, bleibt vage Spekulation, denn das Spiel begann bereits nach wenigen Minuten gegen uns zu laufen. Nach einem Ballverlust wird aus dem Mittelkreis ein hoher Ball Richtung 16er zu Stefan Burgstaller gespielt, er zieht volley ab und überhebt Max zum 1:0. Einige Minuten später war der Ball dann erneut in unserem Tor, nach einem Abstauber von Julian Grasböck wurde aber korrekterweise eine Abseitsstellung angezeigt. In Minute 17 verpasst Julian Grasböck einen Stangler, hier war der Angreifer in der Entstehung wohl im Abseits, die fehlende Anzeige in dieser Szene von Assistent Thomas Schmidinger und auch einige andere strittige und knappe Aktionen erhitzte immer mehr die Gemüter im Lembacher Fansektor. Zehn Minuten später wurde dann endlich auch eine Offensivaktion unsererseits notiert, Daniel Zauner kommt im Strafraum zu einer Doppelchance, sein zweiter Versuch wird dann zur Ecke geblockt. Drei Minuten später ist es dann ein Eckball von Thomas Pammer der für Gefahr sorgt, mehrere Spieler gehen zum Ball, der dann vom Hinterkopf eines Oberneukirchners an die linke Stange klatscht.

Das Spiel wurde dann auch abseits des Rasens hektisch, unser Obmann Robert Dietl war sichtlich unzufrieden mit der Leistung des Oberneukirchner Assistenten Thomas Schmidinger, dies erzählte er auch der betroffenen Person und der Betreuerbank von Oberneukirchen, was auch (wie auch später in der Halbzeit bei Manfred Pils) zu einer Ermahnung bzw. einem Stadionverweis führte. Im Hinblick auf Chancen fanden wir wieder etwas mehr Zugriff aufs Spiel, ein Schuss von Jakob Pechmann nach einem Zauner-Freistoß geht knapp rechts vorbei und Sebastian Traxler probiert es aus der Distanz. Die letzte Gelegenheit in Hälfte Eins gehört Oberneukirchen, der sehr auffällige Stefan Burgstaller schlenzt vom 16er-Eck den Ball über das Tor, damit bleibt es (wie eigentlich immer in diesem Duell) bei einer 1:0 Pausenführung.

Hälfte Zwei:

Zur Halbzeit wurde doppelt getauscht, Amarildo Zela brachte Alexander Mühlparzer und Adrian Velaj für Gregor Mühlparzer und Valentin Mandl, wir waren dann nach Wiederanpfiff auch die aktivere Mannschaft. Aus dem Spiel heraus taten wir uns dennoch schwer, daher musste eine Standardsituation für den Ausgleich herhalten. Daniel Zauner legt sich zentral vor dem Tor den Ball zurecht, aus ca. 20 Metern wird der Ball noch von der Mauer abgefälscht und schlägt unhaltbar für Goalie Timo Ruckendorfer im Netz ein. Eine Minute später die nächste Großchance, Alexander Mühlparzer und Jakob Pechmann treffen nach einem schnellen Umschaltspiel und einem Stangler den Ball aber nicht (richtig). Oberneukirchen war in dieser Phase relativ passiv und hatte wenig Zugriff aufs Spiel, Niklas Maureder und Tobias Wollendorfer sorgen mit Distanzschüssen aber zumindest für kurze Entlastungsphasen. 15 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit dann erneut große Aufregung und wieder steht eine Entscheidung von Linienrichter Thomas Schmidinger im Mittelpunkt. Nach einem Freistoß von links köpfelt Stefan Burgstaller an der zweiten Stange den Ball zurück ins Zentrum, dort verwertet der aufgerückte Tobias Wollendorfer per Kopf, heftige Proteste unserer Defensivreihe Richtung Assistent Schmidinger und Schiedsrichter Auböck blieben unerhört. Schiedsrichter Tobias Auböck (erstes Bezirksligaspiel) suchte nicht wie ansonsten oft üblich das Gespräch mit dem Vereinsassistenten sondern ließ die Szene unkommentiert. Ein herber Rückschlag, von dem wir uns auch nicht mehr wirklich erholen konnten, in der restlichen Spielzeit wurden weder bei uns noch bei Oberneukirchen Chancen notiert, es blieb bei der knappen 2:1 Auswärtsniederlage, wodurch wir seit über 15 Jahren auf einen Sieg gegen Oberneukirchen warten müssen.

Fazit:

Eine strittige Entscheidung führte zu unserem frühen Rückstand, wie die Partie verlaufen wäre, wenn der Treffer nicht gegeben worden wäre, lässt sich natürlich nicht mehr feststellen. Unabhängig davon taten wir uns vor allem in der Offensive wieder schwer (erster Abschluss nach 27 Minuten) und hatten phasenweise unsere Probleme in Oberneukirchen. Aufgrund der starken zweiten Hälfte wäre aber in Summe wohl ein Unentschieden verdient gewesen, die strittigen Torentscheidungen gaben der Partie leider einen fahlen Beigeschmack. Dieses Spiel sollten wir aber möglichst schnell abhaken, besser machen können wir es gleich am kommenden Freitag zu Hause gegen Vorderweißenbach.

Reserve:

Im Reservekader gab es kleinere Anpassungen, Gregor Mühlparzer wurde aufgrund der Verletzung von Jonathan Altendorfer in die KM hochgezogen, Markus Hintringer fehlte ganz (Happy Birthday an Freundin Christina zum 30er!), dafür war Niklas Höfler nach einer Woche berufsbedingter Pause wieder retour. Die ersten Minuten fallen in die Kategorie Traumstart, denn bereits nach wenigen Minuten führen wir mit 0:2. Zunächst wird Marlon Grobner rechts im Strafraum angespielt, er hat viel Platz, den er mit einem überlegten Schuss ins lange Eck auch perfekt nützt, eine Minute später will Alexander Kindlmann den Ball vom linken Strafraumeck ins Zentrum bringen, dieser wird länger und länger und schlägt hinter Goalie Schwentner im Kreuzeck ein. Es entwickelte sich im Anschluss ein Munteres Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten, Moritz Dollhäubl und Konstantin Mühleder scheitern an Felix Bes bzw. verziehen, im Obanei-Strafraum kommen Moritz Kohel per Kopf und Simon Schmidhofer per Flachschuss zu Gelegenheiten. Nach 21 Minuten verkürzen die Gastgeber aber bereits, Tino Hopf spielt eine Ecke flach von rechts an den 16er zurück, über eine weitere Station kommt der Ball zu Ronald Maureder, der sich aus 16 Metern ein Herz nimmt und abzieht, keine Chance für Felix Bes. Wenige Minuten später setzt sich Ronald Maureder gegen Jakob Bäuchler durch, schießt aber knapp links vorbei. Vorbei mit der Führung ist es dann in Minute 28, Samuel Eibensteiner kommt nach einer Hereingabe in der Box zum Schuss und versenkt das Spielgerät wuchtig in den Maschen. Die restlichen Chancen in Hälfte Eins gehen wieder auf unser Konto, einen Freistoß von Marlon Grobner lenkt Goalie Schwentner über die Latte, ein Weitschuss von Manuel Pichler geht vorbei und bei einem klaren Foul an Laurin Altendorfer blieb die Pfeife von Schiedsrichter Andres Aichhorn stumm.

Nur wenige Sekunden waren in Hälfte Zwei absolviert, als zum dritten Mal die raketenhafte Tormusik ertönte, unsere Defensive bekommt den Ball nicht entscheidend weg, Fabian Getzinger fällt der Ball vor die Beine, er staubt aus kurzer Distanz zum 3:2 ab. Wenn bei uns offensiv Gefahr ausging dann vor allem über Marlon Grobner, in Minute 50 geht sein Schuss aber knapp am Kreuzeck vorbei. In Minute 61 lässt Kapitän Matthias Schwarz mit einem Weitschuss die Querlatte zittern, fünf Minuten später zeigt Schiedsrichter Andreas Aichhorn nach einer unübersichtlichen Situation auf den Punkt, es war nicht klar erkennbar ob Handspiel oder Foul. Fabian Ganglberger legt sich den Ball zurecht und trifft halbhoch links, Felix Bes war in der falschen Ecke. Die letzte nennenswerte Torszene war dann ein Schuss von Marlon Grobner in Minute 73, den Tormann Matthias Schwentner im zweiten Anlauf auf der Linie entschärfen kann. Nach einem 9:1 Kantersieg gegen Julbach und einer verspielten 0:2 Führung sind wir wieder etwas am Boden der Tatsachen angekommen, am Samstag haben wir es ganz klar verpasst dranzubleiben und den Deckel draufzumachen, Oberneukirchen wäre auf keinen Fall unschlagbar gewesen.

Damen:

Bereits am Freitag fand das erste Meisterschaftsspiel unserer Damen gegen die SPG Eberstalzell/Pettenbach/Ried i. Trkr. statt, die als Aufsteigerinnen neu in der Landesliga sind. Elisa Hofer musste kurzfristig absagen, ihren Platz im Mittelfeld übernahm Carolina Stöttner, die aber aufgrund des Kooperationsvertrags mit Altenfelden nur eine Halbzeit spielen durfte. Nicht dabei waren u.a. auch die langzeitverletzten Laura Kalischko und Lara Pühringer, Julia Kepplinger und Christina Engleder standen ebenfalls nicht zur Verfügung. Trotz des ein oder anderen Ausfalls von wichtigen Spielerinnen entwickelte sich die Partie rasch in unsere Richtung, die ersten Chancen haben auch unsere Damen, ein Schuss von Jana Bogner wird zur Ecke abgeblockt, Alina Mairhofer wird beim Abschluss entscheidend gestört und ein Weitschuss von Sandra Keil rutscht Torfrau Hörtenhuemer beinahe durch. Der Untergrund war äußerst schwierig, ca. 25 Minuten vor Spielbeginn zog ein Sturm mit Starkregen über Lembach, wodurch auch das Aufwärmprogramm unterbrochen werden musste. Die Gäste aus dem Bezirk Wels-Land versuchten in einzelnen Aktionen mit langen und schnellen Bällen auch daraus Profit zu schlagen, die auffälligste Gäste-Spielerin und beste Torschützin der Vorsaison Tamara Kaufmann blieb aber in Durchgang 1 (und dann auch im weiteren Spiel) unglücklich vor dem Kasten. In Minute 23 belohnen sich unsere Damen dann für den starken Auftritt, Innenverteidigerin Ronja Schlager bringt von der Mittellinie den hohen Ball Richtung 16 der genau zwischen zwei Verteidigerinnen durchgeht, Jana Bogner läuft richtig ein und trifft rechts im Strafraum flach ins lange Eck, im zweiten Pflichtspiel gleich ihr erster Pflichtspieltreffer.

Zehn Minuten später muss die Vorbereiterin in höchster Not klären, nach einem weiten Ball kommt es am 16er zum Missverständnis zwischen Laura Schinkinger und Leonie Gerstl, Ronja Schlager klärt vor dem leeren Tor knapp vor Tamara Kaufmann. Zwei Chancen findet dann Lena Ilk in ihrem bereits letzten Heimspiel 2026 noch vor, innerhalb von zwei Minuten kann sich aber Schlussfrau Lisa Hörtenhuemer auszeichnen, wodurch es mit einem knappen, aber verdienten 1:0 in die Kabine geht.

Marlene Schneeberger ersetzt zur Pause Carolina Stöttner und nimmt ihre gewohnte Position als Linksverteidigerin ein, Julia Peer wechselt in Durchgang Zwei von der Seite ins Zentrum. In der ersten Viertelstunde in Hälfte Zwei sind die Traunviertlerinnen präsenter, bis auf eine flache Freistoßvariante, die an allen vorbeigeht, gibt es aber wenig nennenswerte Torraumszenen. In Minute 63 dann der erste Abschluss unsererseits, die mittlerweile eingewechselte Hannah Kiesl mit einer Mischung aus Flanke und Schuss, Lisa Hörtenhuemer hat den Ball im kurzen Kreuzeck im Nachfassen. Ab Minute 73 werden die Torchancen wieder mehr, Tamara Kaufmann probiert es für die SPG Eberstalzell aus spitzem Winkel, drei Minuten später trifft Alina Mairhofer nach Querpass von Lena Ilk den Ball nicht richtig. Die beste Chance in dieser Phase gehört dann Gästespielerin Ida Sperrer, nach einem Pass in die Spitze läuft sie alleine auf Leonie Gerstl zu, zieht aber glücklicherweise für uns etwas zu früh ab und knallt den Ball vom 16er an die Querlatte. In Minute 84 dann die Vorentscheidung im Huamabergstadion und mit kaum einer Spielerin hat man sich so sehr über den Treffer mitgefreut wie mit der eingewechselten Olivia Brandstetter. Marlene Schneeberger schickt über die linke Seite Lena Ilk in die Spitze, Torfrau Hörtenhuemer kommt raus, unsere Kapitänin entscheidet sich für den Querpass auf Olivia Brandstetter, die aus bereits leicht spitzem Winkel den Ball aber in den Maschen versenkt, nach fast genau drei Jahren und dem Siegestor im Cup gegen Lochen ihr zweiter Pflichtspieltreffer.

Zwei Chancen von Tamara Kaufmann blieben am Ende noch ungenutzt, auch unsere Damen hätten noch drei gute Gelegenheiten auf einen Treffer gehabt, zweimal wird Olivia Brandstetter innerhalb weniger Sekunden von Lena Ilk bedient und einmal ist es unsere Kapitänin, die alleine auf die Gäste-Torfrau zuläuft, im 1 gegen 1 dann aber scheitert. Dann war Schluss, wie in der Vorsaison eröffnen unsere Damen die Saison mit einem 2:0 Sieg, der aufgrund der Spielanteile und Chancen völlig in Ordnung geht. Die Druckphase Anfang der zweiten Hälfte meisterte unsere Defensivreihe souverän und dank einer geschlossenen Teamleistung blieben die drei Punkte zurecht in Lembach.

Ausblick:

Auch in der kommenden Woche heißt es „Ladies first“, weil am Samstag die gemeinsam Fahrt auf die Passauer Dult geplant ist, spielen unsere Damen bereits am Donnerstag, 3. September 2026 um 20:00 Uhr ihr Auswärtsmatch in St. Oswald/Fr. Einen Tag später, am Freitag, 4. September treffen unsere Herren zu Hause auf die Schmankerldorf-Kicker der Union Vorderweißenbach, wo die Matches für 17:45 Uhr (Reserve) + 20:00 Uhr (KM) geplant sind.