Endlich Derbysieger gegen Haslach
Derbytime in Lembach, wir empfingen bei Traumwetter unseren Angstgegner aus Haslach, gegen den wir spätestens seit der Hinrunde eine offene Rechnung (inkl. Verzugszinsen und Mahnspesen) hatten, mussten wir uns doch dort in Schlussviertelstunde nach drei Gegentreffern noch geschlagen geben. Der Abend des 1. Mai gehört vielerorts den örtlichen Musikvereinen, die beim traditionellen Abendgruß durch den Ort marschieren und musikalische Schmankerl zum Besten geben. Während im Laufe der KM-Partie immer mehr Musikantinnen und Musikanten am Sportplatz nach den erledigten Grußbotschaften eintrafen, marschieren wir nach dem ersten Sieg gegen Haslach seit 2001 mit immer größeren Schritten aus dem Tabellenkeller.
Hälfte Eins:
In der Startelf waren wieder Umstellung nötig, Adnan Nocic fehlte verletzt, auch Idris Sakic stand nicht zur Verfügung. Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Oepping-Peilstein war Daniel Zauner aber wieder im Kader, auch Patrick Schürz feierte ein Comeback, nahm aber zunächst auf der Bank Platz, wodurch unsere Elf erneut von Daniel Pils aufs Feld geführt wurde. Die Anfangsphase war noch relativ ausgeglichen und beide Teams fanden ihre ersten (Halb-)Chancen vor. Bereits in Minute 2 tritt Daniel Zauner eine Ecke von links, mehrere Spieler gehen zum Ball, dieser kommt auch aufs Tor, wird aber von Niklas Schwarz gefangen. Zwei Minuten später dann eine strittige Aktion, über Jonathan Altendorfer und Manuel Kainberger wird der Ball Daniel Pils in den Lauf gespielt, der aber nicht ins Spiel eingreift und in seinem Rückraum Jakob Pechmann den Ball überlässt, Assistent Lee signalisiert hier zu früh eine Abseitsstellung. Die Aigner-Elf beginnt ab Minute 10 mit der Torannäherung, dort tritt Christoph Mahringer einen Gewaltfreistoß, den Max mit den Fäusten abwehren muss. Die Haslacher werden dann über zwei Eckbälle gefährlich, bei einer davon köpfelt Kapitän Lukas Feldler knapp über die Querlatte. Unser Coach Amarildo Zela war dann zum frühen Wechsel gezwungen, Markus Hintringer musste nach einer halben Stunde runter, Patrick Schürz kam in die Partie und übernahm die Kapitänsbinde von Daniel Pils. Auch Stefan Schürz war nach einem Treffer von Leotrim Sylaj angeschlagen, konnten aber weiterspielen. Eine Minute nach der Einwechslung von Patrick Schürz war er gleich im Fokus, Max kommt nach einem weiten Ball aus seinem Tor heraus und verfehlt am 16er-Eck den Ball, Julian Friedl möchte der Nutznießer sein, Kapitän Schürz entschärft die Situation mit einer Grätsche. Hatten die Haslacher zu dieser Phase etwas mehr Spielanteile, geht unsere Elf aber durch eine Standardsituation in Führung. Daniel Pils tritt von links einen Freistoß an die zweite Stange, dort bringt Felix Hofmann den Ball per Kopf wird zentral vors Tor, wo Jakob Pechmann goldrichtig steht und staubtrocken einschießt. Zweimal werden die Haslacher noch gefährlich, in Minute 38 haben wir es unserem Schlussmann Markus Schinkinger zu verdanken, dass es nicht 1:1 steht, er lenkt einen Volleyschuss von Christoph Mahringer vom 16er spektakulär über die Querlatte. Bei der letzten Aktion vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Jamak köpfelt Leotrim Sylaj nach einem Freistoß von Aron Racz drüber. Wie im Hinspiel führen wir gegen Haslach mit 1:0, unsere Gäste aber mit einem (Halb-)Chancenplus.
Hälfte Zwei:
Die erste Großchance in Durchgang Zwei gehört uns, am linken Flügel kombinieren Daniel Pils und Jakob Pechmann, den Querpass unserer Nr. 9 bekommt Jonathan Altendorfer an der ersten Stange serviert, er schießt aber über das linke Kreuzeck. In Minute 57 kommen dann die ganz großen Emotionen (und auch Parallelen zum Hinspiel), wie Ende September 2025 erhöhen wir in Minute 57 auf 2:0. Wieder entsteht die Chance über die linke Seite, Sebastian Traxler bedient Jakob Pechmann, seine Maßflanke findet die Stirn von Martin Schinkinger, der am langen Pfosten zum 2:0 einnickt. Eine Minute später quasi eine Kopie des zweiten Treffers, nach Flanke von Jakob Pechmann kommt nun Jonathan Altendorfer zum Kopfball, findet aber seinen Meister in Niklas Schwarz. Haslach kämpft vor allem in Hälfte Zwei mit vielen Abseitsstellungen, bei einer Großchance von Florian Pröll links im Strafraum ist die Fahne von Assistent Samuel Jase Lee oben, Max wäre aber auch zur Stelle gewesen. Eine Minute später dann die Doppelchance auf der Gegenseite, wieder war der sehr auffällige Jakob Pechmann der Flankengeber, Manuel Kainberger vergibt in der Mitte, wenige Augenblicke später setzt sich Sebastian Traxler gegen mehrere Gegenspieler stark durch und vergibt nur um Zentimeter per Flachschuss. Bei Haslach muss Sebastian Straußberger nach einem selbst verursachten Foul verletzt runter (Gute Besserung an dieser Stelle!), Chancen gab es bis Minute 80 dann keine echten mehr, dort probiert es Daniel Pils mit einem Weitschuss, der aber kein Problem für Goalie Schwarz ist. Eine Minute später die nächste Großchance aufs 3:0, Jonathan Altendorfer setzt sich in seiner bekannten Manier gegen mehrere Haslacher durch, beim Abschluss stehen sich aber er und Manuel Kainberger im Weg, wodurch der Ball neben das Tor geht. Haslach versucht mit langen Bällen nochmal alles nach vorne zu werfen, ein Weitschuss von Tobias Schauer geht noch drüber, zudem wehrt Max noch einen Aufsitzer-Flachschuss zur Ecke ab, danach ist Schluss. Grenzenloser Jubel, nach (viel zu) langer Zeit ist der Haslach-Fluch endlich abgelegt und wir feiern drei wichtige Punkte, die auch noch ausgiebig in der Kantine nachbesprochen wurden.
Fazit:
Wir nutzen die aktuelle Krise der Haslacher (mittlerweile drei Zu-Null Niederlagen in Folge) eiskalt aus und feiern den ersten Derbysieg gegen Haslach seit 2001, in der heurigen Saison den vierten Derbysieg in Folge. Die drei Punkte waren für die Tabelle und vor allem für das Selbstvertrauen enorm wichtig, dadurch haben wir uns etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft, wir dürfen uns aber weiterhin nicht ausruhen und müssen fokussiert für die kommenden Spiele bleiben.

Großer Jubel nach dem ersten Derbysieg gegen Haslach seit 25 Jahren
Reserve:
Nach einer Woche Pause war Alexander Mühlparzer wieder im Reservekader zu finden, auch Thomas Richtsfeld war seit längerer Zeit wieder im Aufgebot, zudem erneut die Kirchberg-Aushelfer Laurin Altendorfer und Jan Pötscher sowie St. Martin 1b Trainer Michael Lindorfer. Einen Wechsel gab es auch bei der Kapitänsbinde, Moritz Kohel vertrat den verletzten Jakob Bäuchler. Die erste Aktion gehörte unserer Elf, Manuel Schmerda kann einen Kopfball nach Mühlparzer-Flanke aber nicht entscheidend aufs Tor bringen. Im Anschluss fanden die Jung-Haslacher etwas besser ins Spiel, ein Schuss von Florian Hörezeder wird abgefälscht, einen Schuss von Kapitän Alexander Pröll entschärft Felix Bes. In dieser kleinen Haslacher Druckphase gehen die Gäste auch in Führung, Michael Becker stellt mit einem Traumtor von weit außerhalb des Strafraums in Minute 25 auf 0:1. Der Gegentreffer war eine kleine Initialzündung, die restlichen Chancen in Hälfte Eins gehen alle auf unser Konto, sowohl Manuel Schmerda, Alexander Mühlparzer als auch Laurin Altendorfer bringen den Ball aber nicht im Tor unter.
Keine zwei Minuten waren dafür in Durchgang Zwei gespielt, als Samuel Wolfesberger zum ersten und einzigen Mal hinter sich greifen muss. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld ist Thomas Richtsfeld an der ersten Stange per Kopf zur Stelle und bejubelt beim Comeback sein erstes Tor im Frühjahr. Beide Teams drücken dann in den folgenden Minuten aufs nächste Tor, ein Schuss von Michael Becker geht drüber, Niklas Hinterleitner scheitert nach perfekter Vorarbeit von Manuel Schmerda an Schlussmann Wolfesberger. Der Haslacher Keeper leistete sich in Minute 53 dafür einen fast fatalen Fehler, nach einem Luftloch kommt Alexander Mühlparzer beinahe an den Ball und wäre vor dem leeren Tor gestanden. Nach 20 chancenarmen Minuten findet Christian Anreither nach einem Lochpass von Manuel Schmerda eine gute Gelegenheit vor, Wolfesberger wehrt mit den Füßen ab. Die Haslacher drücken in der Schlussphase etwas mehr auf den Führungstreffer, Chancen von Alexander Pröll und Matthias Engleder sind aber zu harmlos und bringen nichts mehr ein. Gegen den Tabellenneunten müssen wir uns somit mit einem Punkt begnügen, der wohl in Ordnung geht.
Damen:
Nachdem es zuletzt gegen einige Gegnerinnen aus der benachbarten Tabellenregion ging, wartete mit der Auswärtspartie am 30. April in Antiesenhofen wieder eine deutlich schwierigere Partie für unsere Damen, waren doch die Gastgeberinnen auf Rang 3 der Tabelle und diese Saison zu Hause noch ohne Niederlage. Personell gab es einige Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche, während die leicht angeschlagene Laura Kalischko aus studentischen Gründen erst zur zweiten Halbzeit aus Salzburg anreiste, stand Julia Kepplinger aus kulinarischen Gründen nicht zur Verfügung. Alina Mairhofer nahm vorerst auf der Bank Platz, dafür rutschten Ronja Schlager und Emilia Gahleitner in die Startelf und erlebten von Beginn weg dominierende Gastgeberinnen. Bereits in Minute 4 nahm das Unheil seinen Lauf, eine Flanke von Magdalena Bauer wehrt Leonie Gerstl mit dem Fuß ab, am 16er steht Susanne Bauer goldrichtig und trifft ins linke Eck. Kurze Zeit später bereitete wie so oft im Frühjahr ein Eckball Kopfzerbrechen, dieser wird von rechts getreten und es kommt im Zentrum zum Kopfballduell zwischen Elisa Hofer und Kapitänin Lisa Gurtner, von wo der Ball an die erste Stange verlängert wird und beim Klärungsversuch von Ronja Schlager im Netz landet. Nach 31 Minuten passiert unserer im Frühjahr an sich sehr soliden Defensive ein Schnitzer, Julia Szekely läuft dadurch alleine aufs Tor zu und bedankt sich mit einem Schuss ins linke untere Eck zum 3:0. Nur zwei Minuten später gibt es die nächste unterschiedliche Torschützin an diesem Tag, Katrin Wimmer lupft Leonie Gerstl sehenswert zur endgültigen Entscheidung nach 33 Minuten. Unsere Damen kamen mit der Spielweise und der hohen Spielintelligenz der Gastgeberinnen vor allem in Hälfte Eins nicht zurecht und vereinzelt wurde hinterfragt, warum die Elf von Iris Knienieder „nur“ auf Rang 3 steht, Torchancen konnten unsererseits nicht wirklich erspielt werden.
Doppeltausch dann zur Pause, Carolina Stöttner musste mit Achillessehnenproblemen runter, zudem war auch für Ronja Schlager die Partie zu Ende, Julia Peer und Olivia Brandstetter waren neu dabei. Lisa Gurtner per Kopf an der zweiten Stange nach einer kurz abgespielten Ecke und Antonija Bracun, die sich gegen Julia Peer durchsetzt und im Fallen den Ball an Leonie Gerstl vorbeispitzelt machten dann erneut kurzen Prozess und stellten in den ersten zehn Minuten nach Wiederpfiff rasch auf 6:0. Unsere Damen fanden ab Minute 60 aber etwas besser ins Spiel und kamen zu (Halb-)Chancen, in Minute 71 wäre beinahe der Ehrentreffer geglückt. Die für Sandra Keil eingewechselte Alina Mairhofer tauchte alleine vor Torfrau Göhler auf, schießt aber über das linke Kreuzeck. Die Heimelf zeichnete sich an diesem Tag nicht nur durch herausragende Einzelspielerinnen aus, sondern das gesamte Team war unglaublich stark und effizient, so gab es dann in Minute 75 auch die sechste unterschiedliche Torschützin auf Seiten der SPG Antiesenhofen, nach Flanke von Susanne Bauer trifft Michaela Friedwagner per Kopf zum 7:0 Endstand. Nach einer bisher soliden Frühjahrssaison leider ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, das Spiel gegen eines der absoluten Topteams der Liga darf aber nicht überbewertet werden, es gibt in den nächsten Wochen gegen wieder durchaus schlagbare Gegnerinnen noch genügend Chancen auf Punkte und Siege.
Nachwuchs – U15:
Ebenfalls einen Tag vor dem 1. Mai war unsere U15 zu Hause gegen die SPG Walding/Rottenegg im Einsatz. Die Vollert-Elf lag vor der Partie auf Rang 3 mit sechs Punkten und somit punktegleich mit den Gästen, die aufgrund des besseren Torverhältnisses einen Platz besser klassiert waren. Zunächst lief das Spiel auch zu unseren Gunsten, David Lang bringt unsere U15 nach 22 Minuten nach perfektem Zuspiel von Moritz Höllinger mit 1:0 in Führung. Kurze Zeit später dann eine sehr strittige und vermutlich auch spielentscheidende Szene, nach einem Abschluss signalisiert Assistent Robert Dietl, dass der Ball hinter der Linie war, Schiedsrichter Philipp Leonhartsberger war trotz Aufenthaltsort weit außerhalb des Strafraums anderer Ansicht und gab das Tor nicht. Der nicht gegebene Treffer brachte unsere Nachwuchskicker aus dem Konzept und so trifft Fabian Lindorfer auf der Gegenseite wenige Minuten später nach einem Missverständnis in unserer Defensive zum etwas überraschenden Ausgleich, der auch der Pausenstand war.
Nach leichten Vorteilen unsererseits in Hälfte Eins beginnt der zweite Durchgang ausgeglichen, wobei die SPG Walding/Rottenegg phasenweise immer besser in die Partie kam. Wir halten oftmals den Ball zu lange, verpassen den idealen Abspielmoment und kassieren nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff das 1:2 durch Lukas Gattringer, welches auch von energischen Zurufen unseres Trainers Kurt Vollert nicht verhindert werden konnte. Unsere Jungs kämpften trotz Rückstand beherzt weiter und kamen auch zu Chancen, einmal ist 1,95 Meter Schlussmann Maximilian Schütz bei einem schön angetragenen Schuss Richtung Kreuzeck von Moritz Höllinger zur Stelle, weitere Möglichkeiten wurden oftmals in der Entstehung durch zu spätes abspielen oder zu viele Dribblings selber verhindert. Trotz Spielüberlegenheit in der Schlussphase muss sich unsere U15 knapp mit 1:2 geschlagen geben. Diese Runde konnten nicht alle im Training einstudierten Spielstrategien und Balltaktiken umgesetzt werden, erschwerend kam hinzu, dass sechs Spieler am selben Tag auch in der Schülerliga aktiv waren, wodurch bereits in der ersten Hälfte mehrere Wechsel notwendig waren.
Ausblick:
Zweimal die exakt selbe Wegstrecke müssen unsere Teams am kommenden Wochenende zurücklegen, denn sowohl unsere Herren als auch unsere Damen treffen auswärts auf St. Oswald/Fr. Ein gemeinsamer Spieltag war aus organisatorischen Gründen nicht möglich, daher kämpfen unsere Herren bereits am Freitag, 8. Mai 2026 um 18:00 Uhr (Reserve) + 20:00 Uhr (KM) um Punkte, während unsere Damen erst am Samstag, 9. Mai 2026 um 15:00 Uhr ins Geschehen eingreifen. Fragt am Freitag gleich nach einem Kombiticket und unterstützt unsere Teams an beiden Tagen! Ebenfalls am Samstag, 9. Mai ist unsere U15 im Einsatz, diese spielen um 14:45 Uhr in Klaffer gegen die JUnior Heroes.


