Jahresauftakt am Bachlberg

132 Tage werden am Freitag seit dem letzten Meisterschaftsspiel vergangen sein und fragt man Google nach der Bedeutung der Zahl 132 ist dies eine Engelszahl (mit Engeln kennen wir uns ja aus, zumindest wenn die Kelly Family darüber singt) und steht u.a. für das Vertrauen in das eigene Potential und die Ermutigung, an sich selbst zu glauben. 132 Tage sind auch lange 4,5 Monate die wir auf ein Pflichtspiel warten mussten und selten wurde ein Rückrundenauftakt mit so viel Spannung erwartet wie in diesem Jahr. Zum einen ist mit dem Vater-Sohn Duo Amarildo und Amadeo Zela ein neues Trainergespann am Werk, zum anderen gehen wir aufgrund der Tabellensituation als potentieller Abstiegskandidat ins neue Jahr. Diese Situation ist für uns weitestgehend neu, umso entscheidender werden rasche Punktgewinne in den ersten Runden, um den Abstand zum Tabellenkeller möglichst frühzeitig zu vergrößern. Nach einer intensiven Vorbereitung mit acht durchaus erfolgreichen Testspielen sind unsere Jungs gleich hungrig auf die ersten drei Punkte des Jahres.

Gegner-Check:

Der Landesliga-Absteiger erwischte trotz großer Unsicherheit zu Saisonbeginn aufgrund eines runderneuertem Kaders einen Traumstart in die neue Liga und musste sich nach drei Siegen und einem Unentschieden erst in Runde 5 in Haslach geschlagen geben. Ganz konnte die Slama-Elf dieses Niveau aber nicht halten, in den letzten vier Runden im Herbst wurde nur mehr ein Zähler eingefahren. Der Liganeuling überwinterte aber dennoch mit 20 Punkten auf dem guten fünften Rang, im engen Mittelfeld sind die Bachlberg-Kicker aber auch nur drei Punkte von Platz Neun entfernt. Ein Platz in den Top 4 wurde manchmal von einer verhältnismäßig wenig gefährlichen Offensive verhindert, Jakub Rottner erzielte zwar sechs Saisontore, insgesamt 19 Treffer sind aber der schwächste Wert der Top 8 Teams. Um dem entgegenzuwirken, wurde mit Laurenz Heigl ein neuer Stürmer verpflichtet, der in den letzten Jahren bei den Blau-Weißen Jungs und Hörsching aktiv war. Die Vorbereitung verlief völlig ausgeglichen, in ebenfalls acht Testspielen gab es drei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen.

Historische Bilanz:

Die Geschichtsbücher sind wenig aufschlussreich, nur vier Duelle fanden in der jüngeren Vergangenheit statt, drei davon auf Meisterschaftsniveau. Im Herbst 2025 mussten wir uns nach ansprechender Leistung unglücklich mit 1:2 zu Hause geschlagen geben, in der Landesligasaison 2017/18 setzte es zu Hause eine 2:5 Klatsche, auswärts sicherte uns Jonas Würzl beim 1:1 im Mai 2018 einen Punkt, der im damaligen Abstiegskampf in der Landesliga Ost aber zu wenig war. Weil auch das Testspiel im Jänner 2017 mit 4:3 verloren wurde, warten wir noch immer auf einen Sieg gegen die violetten Admiraner.

Unsere Formkurve:

Gegen Freistadt, Oberneukirchen und Schweinbach gab es in der Liga im Herbst drei Niederlagen am Stück, diesen Abwärtstrend in den Pflichtspielen wollen wir aber möglichst schnell vergessen und die Ergebnisse in den Testspielen lassen durchaus auf einen positiven Rückrundenstart hoffen. Nach einem 1:1 Remis gegen Raab folgte ein 6:0 Kantersieg gegen Aigen-Schlägl, ehe es im Derby gegen die SPG Putzleinsdorf-Hofkirchen einen kleinen Rückschlag mit einer 1:2 Niederlage gab. Gegen ASKÖ Dionysen/Traun (6:1) und die 1b der SPG St. Marienkirchen/Wallern (3:2) fanden wir wieder in die Erfolgsspur zurück, nach einem torlosen Remis gegen Gramastetten und einem spektakulären 5:4 Heimsieg gegen Haibach fielen auch im letzten Testspiel viele Tore, gegen dem klaren Bezirksliga West Tabellenführer Natternbach mussten wir uns aber knapp mit 4:3 geschlagen geben. Positives Zeichen der Vorbereitung war auch, dass wir in sieben von acht Partien mind. einen Treffer erzielen konnten, die besten Torschützen waren Adnan Nocic (7), Bernhard Timpner (6) und Jonathan Altendorfer (4).

Personell gab es im Winter fast keine Veränderungen, lediglich Kooperationsspieler Gregor Mühlparzer steht zumindest im Frühjahr aufgrund der anstehenden Matura nur für Kirchberg zur Verfügung, Manuel Pichler pausiert mindestens bis Sommer, hier steht aufgrund einer langwierigen Verletzung aber auch ein Karriereende im Raum. Der im Herbst verletzte Martin Schinkinger ist dafür aber wieder einsatzfähig, Alexander Mühlparzer hat zumindest wieder einige Trainingseinheiten absolviert, ein Comeback-Zeitpunkt ist aber nach wie vor ungewiss. Sebastian Traxler dürfte mit einer Knöchelverletzung die ersten Spiele verpassen, Dominik Barth fehlt aufgrund einer Herzmuskelentzündung das gesamte Frühjahr. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen auch die Langzeitverletzten Thomas Pichler und Nico Wögerbauer.

Eine Veränderung gab es in der Winterpause nicht nur beim Trainerteam, auch das Amt des Kapitäns wurde neu bestimmt. Wir bedanken uns bei unserem langjährigen Kapitän Felix Hofmann für seine wertvolle Arbeit, ab der Rückrunde wird Patrick Schürz die Mannschaft aufs Feld führen. Ersatzkapitäne sind Bernhard Timpner und Daniel Pils. Alles Gute für eure Aufgaben!

Schiedsrichter:

Wir starten das Jahr 2026 mit einer Dreierbesetzung inkl. Schiedsrichter-Beobachter und hier gibt es noch weniger Erfahrungswerte als bei der historischen Bilanz. Maximilian Lehner wird erstmals eine Partie von uns und auch von Admira Linz leiten, seine Assistenten sind Vitalii Shushura und Sait Adibelli. Eine kleinen Bezugspunkt zu Lembach gibt es aber dennoch, denn Schiri Lehner kennen unsere Damen, er pfiff ihre 1:4 Heimniederlage im August 2024 gegen die SPG Wallern/Krenglbach 1b. Evaluiert wird die Leistung dieses Trios von Dietmar Sitz.

Reserve:

Weil die 1b von Admira Linz in der 2. Klasse aktiv ist, greift unsere Reserve erst eine Woche verspätet ins Geschehen ein. Das erste Spiel wird dann das Aufeinandertreffen mit den Veilchen am Samstag, 28. März um 14:15 Uhr.

Spielort und Uhrzeit:

Gespielt wird am Freitag, 20. März um 18:30 Uhr am Sportplatz vom SK Admira Linz am Linzer Bachlberg. Wir freuen uns auf euere Unterstützung beim ersten Meisterschaftsspiel des Jahres!

Damen:

Unsere Ladies starten ebenfalls kommendes Wochenende und eröffnen unseren Sportplatz offiziell im Jahr 2026 mit einem Heimspiel gegen die Union Aspach-Wildenau. Gegen die Damen aus dem Bezirk Braunau gelang Ende August ein Traumstart in die Saison, Hannah Kiesl und Lena Ilk führten uns zu einem 0:2 Auswärtssieg. Die Erinnerungen an die Gegnerinnen sind somit durchaus positiv, auch wenn im gesamten Herbst kein weiterer Sieg und keine weitere Zu-Null Partie mehr gelingen sollte. Ein voller Erfolg zum Jahresauftakt wäre nicht nur für das Selbstvertrauen wichtig, denn auch die Situation in der Liga hat sich über die Winterpause dramatisch zugespitzt.

Bei der Ligasitzung im Februar wurde bei den Damen für die OÖ Liga und für die Landesliga eine Klassenstärke von zehn Teams festgelegt, somit wird es aus der aktuellen 12er-Liga vermutlich vier Absteigerinnen geben. Am Ende wird wohl Rang 8 das rettende Ufer darstellen, auf dem vor der Rückrunde ausgerechnet unsere Gegnerinnen aus Aspach-Wildenau stehen, die im Herbst neun Punkte sammeln konnten. Prekär ist die Situation auch deswegen, weil der Sprung nach vorne auf den siebten Platz schon sehr groß ist, von den fünf Teams im Tabellenkeller wird wohl nur eines die Liga halten können. Umso wichtiger ist die Unterstützung am kommenden Samstag für unsere Damen, die ab dem Frühjahr mit dem Damenteam aus St. Peter/Wimberg kooperieren und wo wir evtl. bereits die ein oder andere Spielerin im Kader sehen werden. Im letzten Testspiel holte man vergangenen Samstag ein 2:2 gegen Eidenberg/Geng, davor gab es einen klaren 6:0 Heimsieg gegen die 1b der Union Peuerbach. Bei der Niederlage eine Woche davor gegen Ottensheim 1b hat sich Schlussfrau Leonie Gerstl am Daumen verletzt, für sie wird bei den ersten Spielen Mittelfeldspielerin Julia Kepplinger im Tor stehen. Gespielt wird am Samstag, 21. März um 14:30 Uhr am Lembacher Sportplatz.