Karpfen & Friends holen Mixed-Turnier 2025
Es war wie immer der krönende Abschluss des Fußballjahres – das Mixed-Turnier am 30. Dezember in der Alfons-Dorfner-Halle, welches seit einigen Jahren im Rahmen des Nachwuchs-Hallenturniers ausgetragen wird. Auch heuer gab es wieder sechs Fünferteams, bestehend aus Damen und Herren unserer Kampfmannschaften bzw. unserer Reserve + U15, die um Ruhm und Ehre und einen kleinen Sachpreis spielten. Weil die Turnierleitung im Vorfeld die superkluge Idee hatte, dass Platz 1 und Platz 6 für den Abbau und das Putzen verantwortlich sind, war die Entscheidung um den Tagessieg so spannend wie schon lange nicht mehr.
Die Auslosung fürs Mixed-Turnier fand heuer erstmals Mitte Dezember in der Sportplatzkantine statt (und nicht wie ansonsten im Rahmen der Weihnachtsfeier). Trotz vereinzelter Kritik an der Auslosung war alles so, wie es der Zufall wollte (Anmerkung: Die Auslosung übernahmen unsere Funktionäre Klaus und Jonas Zufall). Natürlich nur ein kleiner Spaß, die Ziehung fand unter Anwesenheit von unserem Obmann Ing. Robert Dietl und unserem Technik- und Softwarevorstand Patrick Schürz statt und gilt somit als notariell beglaubigt.
Einige Ausfälle mussten bis zum tatsächlichen Turniertag leider kompensiert werden, Dietmar Höfler, Lara Pühringer und Anita Erbler standen kurzfristig nicht zur Verfügung, Gregor Mühlparzer, Milad Rasuli und Markus Schinkinger übernahmen die frei gewordenen Plätze. Um 17:00 wäre der Turnierstart gewesen, dieser verzögerte sich um ein paar Minuten, weil wir auf einen älteren Herren warten mussten, Bezirksjägermeister Dominik Gabriel ist altersbedingt nicht mehr ganz so gut zu Fuß und war mit 30 Jahren auch der älteste Turnierteilnehmer – Respekt vor dieser körperlichen Höchstleistung trotz fortgeschrittenem Alter!
Nach einer wie immer ausschweifenden und künstlich in die Länge gezogenen Begrüßung der Plaudertaschen und Turnierleiter Klaus Draxler und Jonas Hofmann wurden den zahlreichen Zuseherinnen und Zusehern gleich in Spiel 1 ein Spektakel der besonderen Art geboten. Nach zehn Minuten Spielzeit lautete das Endergebnis der Eröffnungspartie Intersport Boris & Friends gegen Youngsters 4:4, in allen 15 Partien trafen immer jeweils beide Teams. Das trefferreichste Spiel war der einzige Sieg der Youngsters, die die späteren Vizemeister Wiaschtl gegen Kocha mit 6:3 bezwangen. Weitere Auffälligkeit: 7 der 15 Partien endeten Unentschieden.
Spätestens ab Mitte des Turniers begann dann das große Rechnen, denn keine Mannschaft wollte Platz 1 oder 6, weil diese beiden Plätze am Anfang für den Abbau der Banden eingeteilt wurden (nachdem aber keiner daran gedacht hatte, das passende Werkzeug für den Abbau der Banden mitzunehmen und erst mit über einer Stunde Verspätung begonnen werden konnte, war die Regelung im Nachhinein betrachtet ohnehin für die Wurst – Apropos Wurst: Die Bewirtung mit Würstl und Getränke wurde während und nach dem Mixed-Turnier von Karin und Stefanie Richtsfeld durchgeführt – Vielen Dank dafür!).
Nach ca. 2,5 Stunden Spielzeit, mehreren spektakulären Szenen (Gregor Mühlparzer schlug nach einem Rabona krachend in der Bande ein) und Traumtoren (unser Senior Dominik Gabriel packte bei einem Lupfer die ganz großen Gefühle aus, die sonst nur seine Freundin Miriam zu sehen bekommt) ergab sich folgende Reihenfolge:

Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, das Turnier war bis zum Schluss spannend
Die Sachpreise wurden unmittelbar im Anschluss an das Turnier an die Spielerinnen und Spieler überreicht. Diese Siegerehrung wurde von einer mehrstündigen Zeremonie umrahmt, die die WM-Auslosung um Längen übertraf, lediglich ein selbst erfundener Friedenspreis wurde nicht vergeben. Die Sachpreise waren (Danke Robert Dietl!):
Platz 1: Neufeldner Bier
Platz 2: Schlägler Kristall
Platz 3: Red Bull
Platz 4: Manner Schnitten
Platz 5 +6: Überraschungseier
Weil in den vergangenen Jahren immer wieder die Frage aufgetaucht ist, warum die Teams so heißen wie sie heißen (Anmerkung: Die Frage ist natürlich nie aufgetaucht, ist aber eine schlüssige und plausible Überleitung auf den folgenden Teil) folgt nun eine Erklärung zu den Teamnamen:

Das Team hieß zuerst „Daniel Pilz ist hier“ und unser Sommerneuzugang kam, sah und siegte bei seinem Debüt im Mixed-Turnier. Die Umbenennung erfolgte dann kurzfristig, weil der Karpfen der Lieblingsfisch von Mitspieler und Fischer Niklas Höfler ist. Ob sich „Friends“ im Teamnamen auf die vier Mitspieler bezieht oder auf weitere Lieblingsfische ist leider nicht bekannt.

Teammitglied Jonathan Altendorfer ist der jüngste Sohn des renommierten Lembacher Gastronom Erwin Altendorfer. Leider wurden die kulinarischen Fähigkeiten nur bedingt vererbt, denn seine Spezialität, wenn er im Abschlusstraining eine Jause bezahlt, sind wohltemperierte kalte oder max. lauwarme Würstl, die davor bereits stundenlang im Wasser geschwommen sind. Der Teamname war somit naheliegend.

Der Sidecut ist eine Trendfrisur, die vor einigen Jahren berühmt wurde und den auch eine Spielerin dieses Teams (die nicht namentlich genannt werden möchte, tendenziell aber eher rechts im Bild zu sehen ist) vor einiger Zeit voller Stolz trug. Wären sie Erster geworden, hätten sie sich am Skiausflug im Jänner alle einen Sidecut schneiden lassen müssen.

„Valentina muas des sogn“ wäre der ursprüngliche Teamname gewesen, weil Valentina den Teamnamen hätte sagen sollen. Valentina hat dann aber gesagt, dass „Valentina muas des sogn“ kein passender Name ist, daher fand eine Änderung in Zauner GmbH statt. Ob es hinter dieser Rechtsform einen näheren Sinn gibt, konnte ich nicht eruieren, es handelt sich aber soweit ich gesehen habe nicht um die Abkürzungen der Anfangsbuchstaben der Mitspieler, weil dann wäre ansonsten z.B.: DJ Zauner OV herausgekommen

Der Platz für den kreativsten Teamnamen geht dieses Jahr an die Youngsters (oder Youngstars?). Nach mehrwöchigen Beratungen, statistischen Auswertungen und Beobachtungen der anderen Teams wurde im Rahmen eines Flipchart-Workshops festgestellt, dass sie das niedrigste Durchschnittsalter haben. Diese Erkenntnis war auch für die Gegner völlig verblüffend und teilweise wurde das Team rund um Seniorspielerin Lena Ilk (darf man das so schreiben?) dann auch von der Konkurrenz unterschätzt.

Wenn man einen Teamnamen in Anlehnung an seinen Arbeitgeber wählt, sollte man auch performen und nicht das Turnier ohne Sieg auf dem letzten Platz beenden. Wie sich diese Schmach auf die berufliche Karriere von Intersport Pötscher Mitarbeiter Alexander Kindlmann auswirkt bleibt abzuwarten. Teamnamen-Vorschlag fürs nächste Jahr: Hervis Boris & Friends



