< Bad Leonfelden : Union Lembach 3 : 1 (1 : 0)
24.06.2012 22:28 Alter: 360 days

Saisonanalyse

Bericht aus fanreport.com


Im ersten Teil unserer umfassenden Saisonanalyse befassen wir uns mit dem Meister der 1. Klasse Nord, der Union Lembach. Fanreport.at deckt auf, warum die Aichbauer-Elf zum Schluss die Nase vorne hatte und sich doch relativ deutlich zum Meister küren konnte.

Das Ziel

Die Union Lembach wurde von Beginn an als Topfavorit in dieser Liga gehandelt und das wusste auch Sektionsleiter Robert Dietl: "Wir wussten schon vor dieser Saison, dass wir wohl zu den Favoriten um den Meistertitel gehören und der Aufstieg war auch unser primäres Ziel." Nach dem bitteren Abstieg von der Bezirksliga Nord, gab es für die Verantwortlichen des Vereins sowie die gesamte Mannschaft nur ein Ziel: der sofortige Wiederaufstieg.


Der Herbst

Entgegen der hohen Erwartungshaltung konnten Thomas Richtsfeld und Co den erhofften Start nach Maß nicht einfahren, denn bereits zum Saisonauftakt gegen Schenkfenfelden kam man nicht über eine 2:2-Punkteteilung hinaus. Von diesem ersten Punkteverlust angetrieben und motiviert, startete die Aichbauer-Elf aber eine 5 Spiele anhaltende Serie, in der man Woche für Woche als Sieger vom Platz ging, ehe es gegen Kollerschlag wiederum ein Unentschieden setzte. Die weiteren Matches des Herbstdurchganges konnte man allesamt gewinnen, lediglich in der Partie gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten aus St. Peter am Wimberg musste man eine Niederlage hinnehmen. Und so zeigte sich zur Saisonmitte folgendes Bild: Lembach führte das Klassement mit drei Punkten Vorsprung auf St. Peter am Wimberg an, das restliche Teilnehmerfeld hatte nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. Entscheidend für den Herbstmeister-Titel war vor allem die bärenstarke Defensive, musste man in 13 Spielen lediglich elf Gegentore einstecken. Maßgeblichen Anteil daran hatte natürlich der starke Keeper Manuel Höfler , aber natürlich auch seine Vorderleute. Entscheidend war zudem die tolle Ofensive, traf man doch 37x ins gegnerische Gehäuße. Vor allem Sascha Berger und Stefan Hinterleitner stellten ihre enorme Torgefährlichkeit unter Beweis. Die beiden trafen in der Hinrunde gemeinsam 23 Mal ins Schwarze, das sind nicht ganz 2/3 der Lembacher Tore zu diesem Zeitpunkt.


Das Frühjahr

"Während sich der Herbst für uns noch etwas holprig gestaltete, kamen wir im Frühjahr voll in Fahrt und blieben meist souverän," erklärte Sektionsleiter Dietl im Saisonrückblick. Der Funktionär wollte damit auf die atemberaubende Serie der Lembacher hinweisen, blieb man im Frühjahr doch bis zum letzten Spieltag ungeschlagen. Diese Souveränität spiegelte sich auch in den Ergebnissen wieder. So konnte man zum Beispiel Schenkenfelden und Arnreit mit 5:0 besiegen und Kollerschlag gar mit einem unglaublichen 8:0-Kantersieg wieder nach Hause schicken. Es war die übrigens auch der höchste Saisonsieg der Aichbauer-Truppe. Für die nötigen Tore in dieser Begegnung sorgte zufällig auch wieder das Traum-Sturmduo Berger (3) - Hinterleitner (5). Lediglich zwei Unentschieden (Oepping, Altenfelden) trennten die Lembacher von einer makellosen Bilanz und so stand die Union Lembach bereits in der 23. Runde als verdienter Meister fest. "Wir wussten um die Stärke der Peherstorfer-Elf, hätten aber wirklich nicht damit gerechnet, dass St. Peter bis zum Schluss so hartnäckig bleiben würde," lobte Dietl die Performance des direkten Verfolgers aus St. Peter. Die höchste Niederlage für die Aichbauer-Truppe setzte es übrigens im letzten Spiel der Saison gegen den designierten Absteiger aus Bad Leonfelden, als man nach 90 Minuten mit 3:1 nach Hause geschickt wurde.


Die Statistik

Die Lembacher lagen aber nicht nur in der wichtigsten Tabelle an der Front, sondern auch noch in anderen Klassements. So kommt der ligainterne Torschützenkönig nämlich auch aus der 1562-Seelen-Gemeinde. Sascha Berger   traf in dieser Saison gleich 27 Mal in die gegnerische Hütte. Beachtenswert dabei ist aber, dass der Stürmer nur in 22 Spielen auf dem Feld stand und sich somit über einen Torschnitt von 1,2 Toren pro Spiel freuen kann. Das bedeutet zudem, dass Berger alle 67 Minuten erfolgreich war. Ähnlich erfolgreich war auch sein Stürmerkollege Stefan Hinterleitner . Der Stürmer mit der Nummer 11 traf 22 Mal. Insgesamt konnte die Aichbauer-Elf aber 79 Tore erzielen. Man ist somit die Tormfabrik der Liga und stellt mit 19 Gegentreffern zusätzlich die beste Defensive dieser Spielklasse. Zudem war man das beste Heim-, Auswärts-, Hinrunden- und Rückrundenteam. In der Stammspielerwertung musste man sich lediglich Arnreit und Nebelberg geschlagen geben. Aber es gab noch einen Lembacher Kicker, der in einer Reihung ganz vorne lag, nämlich Johannes Kainberger . Dem Defensivallrounder wurde in der vergangenen Spielzeit gleich 10 Mal der gelbe Karton gezeigt. Der 14er musste somit zweimal aufgrund von Gelbsperren auf der Tribüne Platz nehmen. Auch das ist Liga-Spitzenwert.

"Wir können auf ein sensationelles Jahr zurückblicken. Natürlich wurden wir von allen als der Topfavorit schlechthin gehandelt, aber du musst es erst einmal schaffen, nach einem Abstieg diesem Druck standzuhalten und am Ende trotzdem Meister zu werden. Wir hatten aber ein tolles Umfeld zur Verfügung. Jeder einzelne Spieler und das gesamte Betreuerteam hat Unglaubliches geleistet. Und deshalb sind wir sehr froh, dass wir uns mit dem Betreuerstab und dem medizinischen Personal über eine Vertragsverlängerung einigen konnten. Ich denke außerdem, dass wir auch sehr gute Chancen haben, unseren Trainer, Gerald Aichbauer, ein weiteres Jahr an uns zu binden. Er hat maßgeblichen Anteil am Eroflg der Mannschaft und dieser Erfolg trägt ganz deutlich seine Handschrift. Auf der Transferebene können wir bislang weder Zu- noch Abgänge verbuchen. Wir haben zwar schon intensiv Gespräche geführt und uns schon mit einem Spieler über einen Wechsel zu uns geeignet, ich will aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Namen nennen." - Sektionsleiter Robert Dietl

Fanreport.at gratuliert den Lembachern somit noch einmal zum gelungenen Wiederaufstieg und wünscht dem Verein noch viele sportlich erfolgreiche Jahre in der Bezirksliga. Das wünscht sich natürlich auch der Sektionsleiter: "Wir wollen die derzeitige Euphorie konservieren und uns mit unserem guten Kader in der oberen Hälfte der Tabelle etablieren," gab Dietl die Marschrichtung vor.